07.05.2007 08:20
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Ausblick: Die Märkte am Montag

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem verhaltenen Auftakt hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag zur Tagesmitte hin an Fahrt aufgenommen und sich erneut mit Gewinnen in den Feierabend verabschiedet. Der DAX legte letztendlich 0,54 Prozent zu und schloss bei 7.516,76 Zählern (XDAX: 7.518,24 Punkte; +0,54 Prozent), der MDAX gewann daneben 1,00 Prozent auf 10.810,33 Punkte. Die am Nachmittag in den USA vorgestellten Arbeitsmarktdaten hatten keinen spürbaren Einfluss auf das Handelsgeschehen, vielmehr sorgten Übernahmegerüchte hierzulande wie auch in New York für Rückenwind. So bemüht sich der US-Softwareriese Microsoft einem Zeitungsbericht zufolge abermals um eine Übernahme des Internetkonzerns Yahoo!. Die Stimmung an der Wall Street war zum Xetra-Schluss ungebrochen positiv.

Papiere der Deutschen Börse standen nach der Vorlage von Quartalszahlen im Blick. Der Börsenbetreiber konnte seinen Umsatz überraschend stark um 17 Prozent steigern, das Ergebnis blieb jedoch leicht hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie verlor daraufhin über 2 Prozent. Linde büßten 0,7 Prozent ein, obwohl der Technologiekonzern schwungvoll in das neue Jahr gestartet ist. ALTANA stachen mit einem satten Minus von knapp 58 Prozent ins Auge. Hierbei ist jedoch der Abschlag der Sonderdividende in Höhe von 34,80 Euro je Aktie nach dem Verkauf der Pharmasparte an Nycomed zu berücksichtigen, ohne den der Titel um mehr als 15 Prozent vorgerückt wäre.

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BMW profitierten am Tag nach den Zahlen von positiven Analystenstimmen und preschten um 3,5 Prozent vor. TUI stiegen daneben um 5,8 Prozent. Der Reise- und Touristikkonzern und der britische Touristikkonzern First Choice erwägen in Zusammenhang mit der geplanten Fusion den Verkauf von Geschäftsaktivitäten in Irland.

In der zweiten Reihe legten EADS-Aktien ein knappes Prozent zu. Für die zum Verkauf stehenden Komponentenwerke der angeschlagenen Konzerntochter Airbus haben sich Presseangaben zufolge bereits eine Reihe von Interessenten gemeldet. Papiere des Baukonzerns HOCHTIEF, der trotz Verlusten im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe an seiner Konzernergebnisprognose für 2007 festhält, kletterten um mehr als 3 Prozent. Zudem teilte man mit, dass sich der russische Industrielle Oleg V. Deripaska an dem Baukonzern beteiligt hat.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute uneinheitlich starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.515 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 7.519 Zählern.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland steht heute der Auftragseingang zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Kanada die Baugenehmigungen bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Verbraucherkredite gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Atlas Air Worldwide Holdings Inc., McDermott International Inc., McKesson Corp., Mercury General Corp., Pepco Holdings Inc., Progress Energy Inc., Sotheby's, Andritz AG, DIS Deutscher Industrie Service AG, Dyckerhoff AG, QIAGEN N.V., Rheinmetall AG, Tipp24 AG und UNITEDLABELS AG an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Freitag mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 13.264 Punkten um 0,18 Prozent zunahm, zog die NASDAQ um 0,26 Prozent auf 2.572 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.908 Punkten (0,0 Prozent) und der S&P Future bei 1.513 Zählern (-0,1 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 61,74 Dollar; Euro: 1,3603 Dollar; Gold: 689,05 Dollar

Wichtige Meldungen:

Das US-Arbeitsministerium in Washington ermittelte für April 2006 eine schwache Entwicklung bei den saisonbereinigten US-Arbeitsmarktdaten. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 4,5 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 4,4 Prozent gelegen hatte. Auch Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 4,5 Prozent gerechnet. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 88.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Hierbei handelte es sich um den schwächsten Zuwachs seit November 2004. Volkswirte hatten einen Stellenaufbau um 100.000 Beschäftigte prognostiziert, nach einem Plus von 180.000 im März. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen um 0,2 Prozent an, nach einer Steigerung um 0,3 Prozent im Vormonat. Sie gelten als wichtiger Indikator für die Inflationsentwicklung. Hier waren Volkswirte von einer erneuten Zunahme um 0,3 Prozent ausgegangen.

Der französische Energieversorger SUEZ S.A. (ISIN FR0000120529/ WKN 852491) verbuchte im ersten Quartal einen Umsatzanstieg und bekräftigte im Anschluss die Prognosen für das Gesamtjahr. Wie der Konzern am Freitag erklärte, lag der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum bei 12,204 Mrd. Euro, nach 11,804 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, was einem Plus von 3,4 Prozent entspricht. Auf wechselkursbereinigter Basis hatte der Umsatzanstieg bei 3,7 Prozent gelegen. Der operative Gewinn verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 1,2 Mrd. Euro auf 1,45 Mrd. Euro. Für das laufende Fiskaljahr erwartet SUEZ einen Anstieg beim EBITDA von mehr als 10 Prozent, während der operative Gewinn um mehr als 15 Prozent zulegen soll.

Das amerikanische Verlagshaus Washington Post Co. (ISIN US9396401088/ WKN 853179) erklärte, dass sein Gewinn im ersten Quartal 2007 trotz steigender Umsätze deutlich gesunken ist. Wie der Herausgeber der gleichnamigen Tageszeitung und des "Newsweek"-Magazins am Freitag mitteilte, erhöhte sich der Konzernumsatz von 948,3 Mio. auf 985,6 Mio. Dollar. Dies bedeutet ein Plus von 4 Prozent. Ferner wurde ein Nettogewinn von 64,4 Mio. Dollar bzw. 6,70 Dollar je Aktie ausgewiesen, nach 76,9 Mio. Dollar bzw. 7,95 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal. Damit ist der Gewinn um 16 Prozent zurückgegangen. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 8,73 Dollar je Aktie sowie einen Umsatz von 992,5 Mio. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal rechnen Analysten mit einem EPS-Ergebnis von 9,22 Dollar bei Erlösen von 1,03 Mrd. Dollar.

Der amerikanische Forstprodukte- und Papierhersteller Weyerhaeuser Co. (ISIN US9621661043/ WKN 854357) meldete am Freitag, dass im ersten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat, was auf einen Einmalertrag in Zusammenhang mit der Domtar-Transaktion zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 755 Mio. Dollar bzw. 3,22 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Nettoverlust 576 Mio. Dollar bzw. 2,34 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Gewinn vor Einmaleffekten lag bei 20 Cents pro Aktie. Der Umsatz nahm von 4,45 Mrd. Dollar auf 3,89 Mrd. Dollar ab. Analysten waren zuvor von einem Gewinn von 31 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 4,68 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal prognostizieren sie ein EPS-Ergebnis von 57 Cents bei Erlösen von 4,60 Mrd. Dollar. Wie der Konzern weiter mitteilte, zieht er den Verkauf seiner Containerboard-, Verpackungs- und Recycling-Sparte in Betracht. Demnach würden nun strategische Optionen für den Geschäftsbereich geprüft, wobei auch ein Weiterbetrieb möglich sei. (07.05.2007/ac/n/m)

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