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Finanzwerte standen dabei verstärkt im Blick. Am Morgen hatte die Schweizer Großbank UBS mitgeteilt, dass ihr Ergebnis im zweiten Quartal voraussichtlich ausgeglichen bis leicht negativ sein wird. Angesichts einer negativen Branchenstudie der US-Investmentbank Goldman Sachs stand der Sektor aber dennoch spürbar unter Druck. So verloren die Deutsche Bank 2,8 Prozent, die Commerzbank 4,3 Prozent, die Deutsche Postbank 4,8 Prozent und die Allianz 1 Prozent. Anteile der HRE sackten außerdem um 3,7 Prozent ab.
Die Aktie des Energieversorgers RWE schloss mit 1,6 Prozent im Minus. Hier belastete ein Pressebericht, wonach der Konzern bei seinem geplanten Einstieg in Russland offenbar auf größere Probleme stößt. Für E.ON ging es um 1,3 Prozent nach unten. Anteile des Automobilkonzerns Daimler, dessen Pkw-Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars im ersten Halbjahr einen deutlichen Zuwachs verzeichnet hat, gaben leicht ab. Am Indexende büßten Titel von Continental 5,1 Prozent ein. Nach der Talfahrt der vergangenen Tage zeigten sich Infineon deutlich erholt. Letztendlich gewann der Titel 2 Prozent.
Nach dem Kursrutsch vom Donnerstag zogen K+S im MDAX um mehr als 4 Prozent an. Deutlich fester präsentierten sich unter anderem auch Wacker Chemie und Pfleiderer. Beiersdorf verloren 1 Prozent. Der Konsumgüterkonzern will einem Pressebericht zufolge die Chemiesparte Bode zum Verkauf stellen. Dabei heize der bevorstehende Verkauf auch Spekulationen an, Beiersdorf könne sich von der Klebstofftochter tesa trennen. EADS fanden sich mit einem Abschlag von 5,4 Prozent am Indexende wieder. Ein Pressebericht, wonach die japanische Airline All Nippon Airways voraussichtlich fünf Airbus-Maschinen vom Typ A380 kaufen wird, spielte keine Rolle.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.315 Punkten.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Großbritannien stehen heute die Industrieproduktion und die Geldmenge zur Veröffentlichung an. Aus Deutschland wird heute die Rohstahlproduktion gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei Aracruz Celulose S.A. an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Donnerstag uneinheitlich. Während der Dow Jones mit 11.288 Punkten um 0,65 Prozent zunahm, gab die NASDAQ um 0,27 Prozent auf 2.245 Zähler ab. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:15 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.822,25 Punkten (+0,0 Prozent) und der S&P Future bei 1.263,00 Zählern (-0,2 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 145,16 Dollar; Euro: 1,5634 Dollar; Gold: 924,40 Dollar
Wichtige Meldungen:
Die italienische Großbank UniCredit S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) will einem Pressebericht zufolge bei der deutschen Tochter Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (HypoVereinsbank) (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) offenbar härter durchgreifen als bislang bekannt.
Der amerikanische Ölkonzern Exxon Mobil Corp (ISIN US30231G1022/ WKN 852549) meldete am späten Donnerstag in einer SEC-Mitteilung, dass er im dritten Quartal einen Einmalertrag in Höhe von 1,6 Mrd. Dollar nach Steuern aus dem Verkauf einer Beteiligung an einem Erdgas-Transportgeschäft in Deutschland verbuchen wird. Die Transaktion sei am Mittwoch abgeschlossen worden. (07.07.2008/ac/n/m)
| 12.08.2008 | UniCredit buy | SEB AG | |
| 05.08.2008 | UniCredit overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 04.08.2008 | UniCredit strong buy | SEB AG | |
| 28.07.2008 | UniCredit hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 01.07.2008 | UniCredit overweight | JP Morgan Chase & Co. |
Aktien in diesem Artikel
| UniCredito Italiano | 3,7 | -1,9% | |
| Bayerische Hypo- und Vereinsbank | 40,2 | -0,1% | |
| Exxon Mobil | 55,3 | +1,0% |
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