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Laut Angaben des US-Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitslosenquote im Dezember unerwartet deutlich auf 7,2 Prozent erhöht. Das ist der höchste Stand seit Januar 1993. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft verringerte sich dabei um 524.000 Personen und damit nicht ganz so stark wie befürchtet. Im Gesamtjahr 2008 sank die Beschäftigtenzahl um annähernd 2,6 Millionen. Dies ist der stärkste Rückgang seit 1945.
Die Aktie der Commerzbank setzte ihre Talfahrt auch am letzten Handelstag der Woche unvermindert fort. Nach dem Kurseinbruch vom Vortag um knapp 14 Prozent verlor der Titel gut 11 Prozent. Einem Pressebericht zufolge werde der Bund zwei Staatssekretäre in den Aufsichtsrat der Commerzbank entsenden und damit die Geschäftspolitik der Bank direkt überwachen. Durch die angekündigten Hilfsmaßnahmen des staatlichen Rettungsfonds SoFFin ist der Bund künftig mit 25 Prozent plus einer Aktie an dem Finanzinstitut beteiligt. Die geplante Übernahme der Dresdner Bank dürfte damit unter Dach und Fach sein. Größter Gewinner im DAX waren dann auch Papiere der Dresdner-Mutter Allianz mit einem Plus von 6,2 Prozent.
Papiere der Deutschen Postbank knickten um 6 Prozent ein. Hier belastete eine Meldung, der zufolge der Konzern für das Gesamtjahr 2008 mit einem deutlich negativen Ergebnis rechnet. Titel der Deutschen Bank sackten im Sog dieser Meldung um über 5 Prozent ab. Daneben machten die Anleger erneut einen weiten Bogen um Infineon. Nachdem der Wert bereits am Vortag massiv unter Beschuss stand, ging es dann am Freitag um 8,9 Prozent in die Tiefe.
Dagegen schlugen sich Daimler mit +0,3 Prozent deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der Stuttgarter Autobauer hat im Gesamtjahr 2008 beim Absatz beinahe an das Vorjahresniveau anknüpfen können. Papiere des Mitbewerbers BMW, der im Gesamtjahr 2008 angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise einen Absatzrückgang um über 4 Prozent hinnehmen musste, schlossen mit einem satten Aufschlag von 2,2 Prozent. Volkswagen fielen dagegen um 5 Prozent zurück.
METRO (+0,7 Prozent) standen ebenfalls hoch im Kurs, nachdem am Freitagmorgen bekannt wurde, dass der deutsche Einzelhandelsumsatz im November 2008 einen leichten Anstieg verbucht hat.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.755 Punkten.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland stehen heute der Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe und die Rohstahlproduktion zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Italien die Handelsbilanz bekannt gegeben. Aus den USA werden heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei Alcoa Inc. und Logitech International S.A. an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Freitag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 8.599,18 Punkten um 1,64 Prozent abnahm, ging die NASDAQ um 2,81 Prozent auf 1.571,59 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.216 Punkten (-0,4 Prozent) und der S&P Future bei 882 Zählern (-0,4 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Rohöl (WTI): 46,27 Dollar; Euro: 1,3418 Dollar; Gold: 849,73 Dollar
Wichtige Meldungen:
Der zum Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) gehörende Flugzeughersteller Airbus S.A.S. kündigte am Freitag für den Militärtransporter A400M einen neuen Zeitplan an.
Beim Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) werden aktuellen Presseberichten zufolge ab Montag Zehntausende Beschäftigte für mehrere Wochen nur noch verkürzt arbeiten. Dies berichtet "Spiegel Online" am Freitag.
Der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) gab am Freitag bekannt, dass er im Jahr 2009 im zivilen Flugzeugbau mehrere tausend Stellen abbauen will.
Der US-Mobilfunkbetreiber Verizon Wireless, ein Joint Venture der US-Telefongesellschaft Verizon Communications Inc. (ISIN US92343V1044/ WKN 868402) und des britischen Mobilfunkbetreibers Vodafone Group plc (ISIN GB00B16GWD56/ WKN A0J3PN), hat am Freitag die Übernahme der Alltel Corp. abgeschlossen. (12.01.2009/ac/n/m)
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| EADS | 11,5 | -1,2% | |
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| Vodafone Group | 1,3 | -2,9% |
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