Ludwigshafen (aktiencheck.de AG) - Der Chemiekonzern BASF SE (ISIN DE0005151005/ WKN 515100) will seine Kapazitäten zur Produktion von Biokunststoffen deutlich erweitern.
Wie der im DAX30 notierte Konzern am Donnerstag erklärte, wird man die Anlage zur Herstellung des biologisch abbaubaren Kunststoffs Ecoflex in Ludwigshafen deutlich erweitern. Damit erhöht sich die Produktionskapazität für Ecoflex von bislang 14.000 Jahrestonnen um 60.000 Jahrestonnen. Die Anlagenerweiterung wird im dritten Quartal 2010 die Produktion aufnehmen. Bei Ecoflex handelt es sich um einen Kunststoff auf petrochemischer Basis, der Eigenschaften des klassischen Polyethylen aufweist, jedoch unter industriellen Kompostierbedingungen gemäß DIN EN 13432 vollständig biologisch abbaubar ist.
Gleichzeitig wird die BASF in Ludwigshafen die Produktionskapazität für die Compoundierung erhöhen, in der das neu entwickelte Produkt Ecovio hergestellt wird. Bei Ecovio handelt es sich um ein Veredelungsprodukt von Ecoflex, das zu 45 Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Polymilchsäure (PLA) besteht, so dass dieser Kunststoff nicht nur biologisch abbaubar, sondern auch zu einem erheblichen Teil biobasiert ist.
Die Aktie von BASF notiert aktuell mit einem Plus von 0,19 Prozent bei 91,67 Euro. (17.04.2008/ac/n/d)