PARIS (dpa-AFX) - Die größte französische Bank BNP Paribas hat im zweiten Quartal trotz eines Gewinnrückgangs infolge der Finanzkrise mehr verdient als von Experten erwartet. Der Überschuss sei um 34 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro gesunken, teilte die Bank am Mittwoch in Paris mit. Experten hatten mit einem etwas stärkeren Rückgang gerechnet. Im frühen Handel baute die Aktie der französischen Bank mit plus fünf Prozent ihre Gewinne vom Vortag aus.
Die Erträge seien um 8,5 Prozent auf 7,52 Milliarden Euro gesunken, während die operativen Kosten mit 4,85 Milliarden Euro stagnierten Deutlich hochfahren musste die Bank ihre Risikovorsorge. Sie wurde um das 2,6-fache auf 662 Millionen Euro erhöht. Die Bank ist eigenen Angaben zufolge weiter gut mit Kapital ausgestattet und sieht keine Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung.
Die französische Bank kommt bisher besser durch die Finanzkrise als die meisten Konkurrenten vor allem in den USA oder auch die Deutsche Bank , deren Gewinn im zweiten Quartal wegen der Finanzmarktkrise im zweiten Quartal um drei Viertel auf 642 Millionen einbrach.
Die BNP-Paribas-Aktie gab seit Jahresbeginn um rund 16 Prozent nach, schnitt damit aber deutlich besser ab als der Branchenindex oder zum Beispiel das Papier der Deutschen Bank ./zb/tw