13.06.2008 09:12
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Balda mit Banken und Investoren noch uneins über Finanzierung

        BAD OEYNHAUSEN (dpa-AFX) - Der angeschlagene Handyzulieferer Balda ist sich mit Banken und Investoren noch uneins über die weitere Finanzierung des Unternehmens. Die Gespräche über die "Neuordnung der Finanzierungsstruktur, insbesondere zur Ablösung der Konsortial- und Schuldscheingläubiger, werden in den nächsten Wochen fortgeführt", teilte Balda am Freitag in Bad Oeynhausen mit. Dabei käme "für die Banken unter bestimmten Bedingungen auch eine Verlängerung ihres Engagements in Betracht", sagte Vorstandschef Joachim Gut. Ziel sei es aber, die heute noch hauptsächlich in Deutschland angesiedelte Finanzierung internationaler zu gestalten.

    Balda verhandelt bereits seit Monaten mit Banken und Investoren, ohne dass bislang greifbare Ergebnisse vorliegen. Die Kreditinstitute haben währenddessen auf die Fälligstellung ihrer Kredite verzichtet. Der Balda-Vorstand sei davon überzeugt, dass das Stillhalteabkommen ausreichend verlängert werde, um die Verhandlungen über die Refinanzierung erfolgreich abschließen zu können, hieß es nun. Die Aktie fiel zum Handelsauftakt um 0,51 Prozent auf 1,95 Euro.  

SCHWERE KRISE

    Balda war nach der Insolvenz seines Hauptkunden BenQ Mobile in eine Schieflage geraten, die sich nach dem Verkauf seiner europäischen Handyschalen-Produktion in eine schwere Liquiditätskrise verwandelte. Der neue Besitzer hatte einen millionenschweren Verlustausgleich für das zurückliegende Jahr gefordert. Um die akute Krise abzuwenden, hatte Balda seine Töchter zurückgekauft und letztlich einen neuen Käufer gefunden. Das Hin und Her kostete den ohnehin angeschlagenen Konzern aber mehrere Millionen Euro.

    Balda konzentriert sich nun auf die asiatische Handyschalen-Produktion und das Geschäft mit berührungsempfindlichen Bildschirmen. So liefert das Unternehmen das Touchscreen für das Apple   iPhone./das/sc

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