BENTON HARBOR (dpa-AFX) - Der weltgrößte Haushaltsgeräte-Hersteller Whirlpool kämpft angesichts rasant steigender Kosten und einer schleppenden Nachfrage mit immer schneller sinkenden Gewinnen. Der Überschuss brach im zweiten Quartal um mehr als ein Viertel auf 117 Millionen Dollar ein. Der Umsatz der Whirlpool-Gruppe, zu der auch der deutsche Hersteller Bauknecht zählt, stieg dank eines besseren Auslandsgeschäfts etwa in Europa um fünf Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar (3,2 Mrd Euro). Das Umsatzplus stammt allerdings großteils aus Wechselkursvorteilen durch den schwachen Dollar, wie Whirlpool am Mittwoch in Benton Harbor (Michigan) mitteilte.
In Europa, wo sich Whirlpool ebenfalls als Marktführer sieht, legten die Erlöse währungsbereinigt um zwei Prozent zu, während der Gesamtmarkt um zwei Prozent geschrumpft sei. Auf dem US-Heimatmarkt setzte der Konzern vier Prozent weniger um. Für das Gesamtjahr hält Whirlpool an seiner zuletzt gesenkten Prognose fest und erwartet einen Gewinn je Aktie von 7,00 bis 7,50 Dollar. Zum Konzern gehören gehören neben anderen auch die Marken Maytag und KitchenAid.
Die Hersteller der "weißen Ware" kämpfen alle mit deutlich höheren Kosten für Material, Energie und Transport sowie einer sinkenden Nachfrage in traditionellen Märkten. Einer der größten Wettbewerber von Whirlpool ist der US-Mischkonzern General Electric (GE) , der seine Haushaltsgeräte-Sparte gerade verkaufen will. Der deutsche Hersteller Bosch-Siemens erwartete nach einem Rekordjahr 2007 zuletzt für das laufende Jahr ein langsameres Wachstum. /fd/DP/sb