Der Pharmakonzern Bayer AG (ISIN DE0005752000/ WKN 575200) hat am Dienstagabend die Zulassung für den gemeinsam mit der amerikanischen Onyx Pharmaceuticals Inc. (ISIN US6833991093/ WKN 900778) entwickelten Wirkstoff Sorafenib in den USA erhalten.
Demnach erteilte die US-Gesundheitsbehörde FDA schneller als erwartet die Zulassung für Sorafenib für die Therapie des fortgeschrittenen Nierenkarzinoms. Der orale Multi-Kinase-Hemmer ist die erste neue Behandlungsoption für diese Krebsart seit über zehn Jahren.
"Die US-Zulassung von Nexavar ist ein wesentlicher Schritt für eine verbesserte
Nierenkrebs-Therapie. Wir sind sehr froh, dass wir dieses dringend benötigte Medikament dank der schnellen Zulassung jetzt früher als geplant zur Verfügung stellen können", sagte Werner Wenning, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG. "Die positive Entscheidung der FDA ist zugleich eine Bestätigung für die Neuausrichtung unseres Pharmageschäfts und ein Erfolg für den Aufbau unseres Bereichs Onkologie."
Das Medikament soll innerhalb von 24 Stunden unter dem Handelsnamen Nexava an die Apotheken ausgeliefert werden. Bayer HealthCare hat auch bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA (European Medicines Evaluation Agency) einen Zulassungsantrag gestellt. Dabei wird mit einer Zulassung für Ende des Jahres 2006 gerechnet, hieß es weiter. Darüber hinaus sind Zulassungsanträge in der Schweiz, Australien, Brasilien, Kanada, und Mexiko eingereicht worden.
Die Aktie von Bayer notiert aktuell mit einem Plus von 1,36 Prozent bei 34,92 Euro.