BERLIN/LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Im Streit zwischen Bayer und dem Generikahersteller Barr Laboratories um die Verhütungsmittel Yasmin und YAZ haben sich die Kontrahenten auf Liefer- und Lizenzvereinbarungen für die USA geeinigt. Bayer werde den US-Generikahersteller Barr spätestens ab dem 1. Juli mit einer generischen Version seines oralen Verhütungsmittels Yasmin beliefern, teilte Bayer am Dienstag in Leverkusen mit. Barr werde diese ausschließlich in den USA vermarkten. Bayer erhalte für die Lieferung einen feststehenden Prozent-Anteil an den hiermit von Barr erzielten Umsätzen.
Unabhängig von dieser Vereinbarung will Bayer das Rechtsmittel gegen die von einem Gericht in New Jersey festgestellte Nichtigkeit von Bayers US-Patent zu Yasmin fortführen. Bei einer Entscheidung zugunsten von Bayer erhalte das Unternehmen einen höheren Umsatzanteil von Barr.
Zudem wurde vereinbart, dass Bayer Barr die Lizenz erteilt, ab dem 1. Juli 2011 in den USA eine generische Version von YAZ vermarkten zu können. Bayer soll dafür das Medikament liefern. Sollte Bayer die Schutzrechte für YAZ in den USA durch Gerichtsentscheid nach Patentklagen gegen andere Unternehmen verlieren, würde Barr bereits ab diesem Zeitpunkt mit der Vermarktung von generischem YAZ in den USA beginnen und Bayer das Produkt an Barr liefern. Bayer erhalte festgelegte Prozent-Anteile an den hiermit von Barr erzielten Umsätzen. Zu den weiteren Vertragsdetails hätten die Unternehmen Vertraulichkeit vereinbart./jha/she