24.03.2008 11:54
Drucken |

Schrift:

Bestechungsvorwürfe gegen Alcoa: US-Justizministerium ermittelt

        NEW YORK (dpa-AFX) - Das amerikanische Justizministerium hat zu Bestechungsvorwürfen gegen den Aluminiumkonzern Alcoa   Untersuchungen eingeleitet. Ein Staatsunternehmen aus Bahrain beschuldigt Alcoa, über Drittländer Bestechungssummen an einen Regierungsbeamten des Golfstaates gezahlt zu haben, und hatte den Konzern deshalb Ende Februar verklagt. Alcoa habe dem Justizministerium umfassende Zusammenarbeit zugesichert, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag auf Anfrage.

 

    Das Ministerium beantragte beim zuständigen Bundesgericht am Alcoa-Sitz in Pittsburgh (Pennsylvania) einen Aufschub der Klage während der Ermittlungen. Der Alcoa-Sprecher sagte, der Konzern sehe dies als Möglichkeit zur schnelleren Klärung der Angelegenheit. Alcoa ist weltweit drittgrößter Aluminiumproduzent.

 

HINTERGRUND

 

    Das klagende staatlich kontrollierte Unternehmen Aluminium Bahrain BSC (Alba) behauptet, Alcoa habe von ihm überdies um zehn Prozent zu hohe Preise verlangt und so die Bestechungen indirekt finanziert. Die Gelder in Milliardenhöhe sollen demnach über viele Jahre hinweg und unter anderem auch über die Schweiz geflossen sein.

 

    Das operative Tagesgeschäft von Alcoa verantwortet seit Oktober der frühere Siemens-Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld als Chief Operating Officer (COO). Er soll zu einem noch nicht genannten Termin neuer Konzernchef werden. Kleinfeld hatte 2007 im Zuge der Schmiergeld-Affäre bei Siemens seinen Hut genommen, obwohl sich keinerlei Hinweise auf eine Verwicklung in die Vorfälle ergeben hatten./fd/DP/he

 

Aktien in diesem Artikel

Alcoa 19,6 -2,5%
Die Bundesregierung will den Kauf von stromsparenden Haushaltsgeräten mit einer Prämie von 150 Euro fördern (“Kühlschrank-Bonus)”. Würden Sie sich deswegen ein Neugerät anschaffen?
Ja
Nein
Vielleicht




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige