12.05.2008 17:36
Drucken |

Schrift:

Betriebsrat: Stellenabbau-Gespräche mit Unilever in Deutschland gescheitert

        BERLIN (dpa-AFX) - Die Verhandlungen zwischen dem Unilever- Management und dem Betriebsrat über den Abbau von weiteren 190 Stellen in Deutschland sind den Arbeitnehmervertretern zufolge geplatzt. "Die Gespräche über einen Sozialplan sind gescheitert", sagte Gesamtbetriebsratschef Günter Baltes der Tageszeitung "DIE WELT" (Dienstagausgabe). Jetzt könnte es Entlassungen geben. Betroffen seien Verwaltung und Vertrieb in Deutschland.

    Mit den Sozialplanverhandlungen habe der Betriebsrat erreichen wollen, dass der Stellenabbau über Vorruhestand oder Abfindungen organisiert wird. Nun scheine der Landeschef des niederländischen Nahrungs- und Körperpflegekonzerns, Henning Rehder, einen neuen Kurs zu fahren. "Es ist die Frage, ob wir überhaupt wieder Gespräche aufnehmen werden", sagte Betriebsratschef Baltes. Es bleibe noch der Gang vor die Einigungsstelle. "Wir haben lediglich zugesagt, dass es im ersten Halbjahr 2008 keine Kündigungen geben wird", sagte eine Sprecherin von Unilever der Zeitung. In der Zentrale in Hamburg sind dem Bericht zufolge 1.300 Personen beschäftigt, in ganz Deutschland 6.700.

    Hintergrund der Probleme sei, dass die Verkäufe bei Unilever mit Marken wie Rama, Knorr, Langnese oder Dove schleppend liefen. Nach Informationen der Zeitung aus dem Aufsichtsrat wurden die Ziele für den Jahresanfang 2008 verfehlt. Danach erreichte die Landesgesellschaft nicht das angestrebte Umsatzwachstum von gut zwei Prozent. Stattdessen habe der Konzern einen Rückgang um rund vier Prozent hinnehmen müssen./he/sc

Aktien in diesem Artikel

Wie beurteilen Sie die Leistung von Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück in der aktuellen Finanzkrise?
Sehr gut
Gut
Zufriedenstellend
Ausreichend
Mangelhaft
Ungenügend




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige