22.07.2008 17:48
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Bilanzpolizei ermittelt gegen Wirecard

        DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Streit um mögliche Bilanzmängel beim Zahlungsabwickler Wirecard  weitet sich aus. Die als Bilanzpolizei bekannte Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat schon Ende Juni ein Prüfverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet, sagte ein Sprecher der Kontrollstelle der "WirtschaftsWoche". Bereits vor zwei Jahren hätten die Bilanzpolizisten einen Jahresabschluss des Unternehmens unter die Lupe genommen - und zahlreiche Fehler aufgedeckt. Damals soll das Management von Wirecard die Untersuchung verzögert haben. "Die Prüfung verlief schleppend", zitiert die Zeitschrift den Sprecher. Beim Abschluss 2007 sei das Unternehmen nun "wohl wieder zurück in den alten Schlendrian gefallen", sagte er.

    Allerdings ist noch offen, inwieweit die Prüfstelle in dem Unternehmen ermitteln kann, denn die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger prüft derzeit, ob sie eine Nichtigkeitsklage gegen den Jahresabschluss der Gesellschaft einreicht. Bei einer solchen Nichtigkeitsklage sind der Bilanzpolizei vom Gesetz her vorerst die Hände gebunden. Zudem muss Wirecard einer Prüfung im Unternehmen zustimmen. Damals wie heute steht die Bilanzierung von immateriellem Vermögen im Fokus der Untersuchung. Wirecard hat hier nach Meinung von Experten 2005 und auch jetzt Bilanzpolitik betrieben. Aktuell untersuchen die DPR-Prüfer daneben aber auch die sogenannte Kapitalflussrechnung im Jahresabschluss./fn/he

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