13.01.2009 14:07
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Börse Frankfurt-News: Anleger bleiben Mangelware (Fonds-Marktbericht)

        FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 13. Januar 2009. Unsicherheit schreckt Anleger von Fonds ab. Sofern sich überhaupt eine einheitliche Richtung ausmachen lässt, überwiegen die Verkäufe.

Ruhig ist noch übertrieben - zumindest was den Handel mit Investmentfonds angeht. "Die Entwicklung seit Jahresbeginn stellt das komplette Gegenteil zu den Vorwochen dar. Mittlerweile wird in einer ganzen Woche nur noch halb so viel umgesetzt wie kurz vor dem Jahreswechsel an einem Tag", berichtet Christoph Schmidt, Analyst im Auftrag von N. M. Fleischhacker.

Rege Aktivität bei Immobilienfonds

Vergleichsweise stark gehandelt werden derzeit allein Immobilienfonds, stehen dabei aber unter Abgabedruck. "Anleger trennen sich von den Flaggschiffen CS Euroreal (WKN 890500) und SEB Immoinvest (WKN 980230) sowie dem Kanam Grundinvest (WKN 679180). Auch der Deka-Immobilien Europa (WKN 980956) wird überwiegend verkauft", weiß Schmidt.

Lateinamerika auf der Kaufliste

Angesichts des Preisverfalls an den lateinamerikanischen Börsen scheinen auch Südamerika-Portfolios wieder an Attraktivität zu gewinnen: "Im Vergleich zu den Immobilien, bei denen das Zehn- bis Zwanzigfache gehandelt wird, ist der Umsatz in Lateinamerika-Produkten zwar gering, es zeichnet sich aber eine deutliche Kaufneigung ab." Zu den beliebtesten Fonds zählen der BGF Latin American Fund (WKN A0BMA3) sowie der Gartmore SICAV Latin American Fund (WKN A0DLD4).

Tauschgeschäfte im Osten

Dirk Schröder will angesichts der sehr geringen Umsätze unterdessen keine Segmente-Trends ausmachen und verweist stattdessen auf einzelne Produkte, in denen einige Anleger aktiv sind. "Regelmäßig gehandelt wird etwa der DWS Vermögensbildungsfonds I (WKN 847652), der weltweit in große Industriewerte anlegt und vor allem auf langfristiges Wachstum abzielt - Das, was man in Zeiten wie diesen braucht", kommentiert Schröder. Angesichts der unsicheren Marktlage habe das Fondsmanagement den Bargeldbestand des ansonsten nahezu reinen Aktienfonds aktuell auf 20 Prozent hochgefahren.

Zu den etwas aktiver gehandelten Fonds zählten ferner der Axa Deutschland (WKN 847136), der in große deutsche Standardwerte anlegt, sowie das Goldportfolio BGF World Gold Fund (WKN 974119). "Der in US-Dollar notierte Goldfonds bietet mit der Währungskomponente eine Möglichkeit, gleichzeitig auf die Devisenentwicklung zu setzen", begründet dies Schröder. Der BGF World Gold Fund ist zu 96 Prozent in Aktien investiert, wovon 81 Prozent auf Goldtitel entfallen. Der Rest verteilt sich auf Aktien von Platin- und Silberproduzenten.

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© 13. Januar 2009 / Karoline Koch

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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