Accredited Home Lenders Aktie [WKN: 722852 / ISIN: US00437P1075]

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24.08.2007 09:19
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Börse Stuttgart-Kolumne: Marktbericht Auslandsaktien (KW34)

Mit der Zinsentscheidung der US-Notenbank am vergangenen Freitag drehte sich die Stimmung an den amerikanischen Märkten. Die neue Woche begann mit viel Schwung und Elan. Bei den Anlegern herrschte die Meinung, dass auch weiterhin Maßnahmen seitens der Währungshüter ergriffen würden, wenn diese erforderlich seien. "Dennoch darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass sich die Probleme am Kreditmarkt gelöst hätten", sagte Marc Pusch von der Baader Wertpapierhandelsbank AG in Stuttgart. Trotzdem konnten sich die Aktien aus dem Finanzsektor deutlich erholen. Aus dem Bereich Hypotheken gab es auch in dieser Woche wieder Meldungen von einzelnen Unternehmen, die von den Marktteilnehmern sehr unterschiedlich aufgenommen wurden. Am Mittwoch gab Accredited Home Lenders (WKN: 722852) bekannt, von 2.600 Mitarbeitern künftig nur noch 1.000 beschäftigen zu wollen. Dies wurde mit einem Kursabschlag von fast sieben Prozent quittiert. Um die Nummer Eins im Bereich Hypothekenfinanzierung Countrywide (WKN: 872607) kursierten am Dienstag Gerüchte, dass sich Warren Buffet an dem Unternehmen beteiligen möchte. Es kam ihm aber jemand zuvor. Am Mittwoch nach Börsenschluss wurde bekannt gegeben, dass sich die Bank of Amerika (WKN: 858388) mit einem Volumen von zwei Milliarden Dollar an Countrywide engagiert. Im nachbörslichen Handel sorgte diese Meldung für einen Kurssprung von über 20 Prozent.

Auch die Emerging Markets konnten in den letzten Tagen wieder Boden gutmachen. Insbesondere Brasilien, Argentinien und auch der Koreanische Markt holten die Verluste der letzten Woche fast wieder auf. Wer mutig war, konnte Brasilianische Blue Chips wie Cia Vale do Rio Doce (WKN: 897998) oder auch Petrobras (WKN: 899019) 20 Prozent unter dem aktuellen Wert kaufen.

"Einzig der Indische Aktienmarkt konnte sich der positiven Tendenz der Märkte nicht anschließen. Eine innerpolitische Krise hält Marktteilnehmer von größeren Käufen derzeit ab. Werte wie Tata Motors (WKN: A0DJ9M) oder ICICI - Bank (WKN: 936793) notieren auf dem Niveau wie Anfang 2006", resümierte Steffen Kircher von der Baaderbank in Stuttgart.

Diese Woche gab es in der Schweiz wieder einen wahren Zahlenreigen. Es waren zwar nicht die sonst bekannten großen Unternehmen, die ihre Ergebnisse vorlegten, aber so konnten einmal andere Werte glänzen. Der Schokoladenghersteller Lindt&Sprüngli (WKN: 870503) überzeugte die Marktteilnehmer mit seinem Halbjahresgewinn. Als Wermutstropfen war jedoch zu hören, dass die Schokolade des Schweizer Unternehmens wohl ab Anfang des kommenden Jahres aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise wie Kakao, Kakaobutter und Milchprodukte teurer wird. Der Umsatz konnte auf über eine Milliarde Franken gesteigert werden und der Gewinn verdoppelte sich in den ersten sechs Monaten.

Überzeugende Zahlen lieferte auch der Zementhersteller Holcim (WKN: 869898). Das Unternehmen konnte den Gewinn in den ersten sechs Monaten um 195 Prozent steigern. "Zu beachten ist, dass der Gewinn einen Sonderertrag einer Veräußerung in Südafrika beinhaltet", erklärte Sven Nemela, Händler für schweizerische Aktien in Stuttgart. Doch lag dieses Ergebnis am oberen Enden der Analystenerwartungen und so konnte die Aktie im Morgenhandel gleich ein Plus von über zwei Prozent verzeichnen.

Der österreichische Wettanbieter bwin Interactive Entertainment AG (WKN: 936172) hat im ersten Halbjahr 2007 das Ergebnis nach EBITDA von minus 3,8 Millionen Euro auf plus 30 Millionen Euro gesteigert. Hauptgrund für die positive Entwicklung war die Reduzierung des Marketingbudgets. Die Aktie reagierte mit einem Kursanstieg von über sieben Prozent und lag am Donnerstag bei 19,10 Euro.

Die Telekom Austria (WKN: 588811) hat im zweiten Quartal 2007 ein stabiles Ergebnis erzielt. Das Betriebsergebnis nach EBITDA beläuft sich auf 464,7 Millionen Euro (Vorjahr: 478 Millionen Euro). Das stagnierende Inlandsgeschäft wurde durch Zuwächse bei den Auslandstöchtern kompensiert. Analysten hatten dieses Ergebnis erwartet. Die Aktie gewinnt in einem positiven Börsenumfeld ca. drei Prozent und notiert aktuell bei 18,60 Euro.

Der weltweit größte Hersteller von Windkrafträdern, die dänische Vestas Wind Systems hat im zweiten Quartal 2007 ein Ergebnis nach EBIT von 90 Millionen Euro erzielt, im Vorjahreszeitraum erzielte die Gesellschaft noch ein Ergebnis von 28 Millionen Euro. Die Aktie reagierte mit einem Kursfeuerwerk und stieg um über 11 Prozent auf momentan 49 Euro.

Der in der Vorwoche noch vermutete Bieterkampf zwischen dem US-Börsenbetreiber Nasdaq und dem Börsenbetreiber der Dubaier Börse um den skandinavischen Börsenbetreiber OMX (WKN: 889656) hat sich nun bewahrheitet. Die Börse Dubai bietet nun offiziell 230 schwedische Kronen pro OMX-Aktie. Da die Nasdaq rechnerisch insgesamt nur 204 schwedische Kronen bietet – hierbei ist ein Baranteil und eine Aktienkomponente enthalten – droht sie ins Hintertreffen zu geraten. Die Nasdaq plant nun, sich von ihren Anteilen an der Londoner Börse zu trennen, um ihren eigenen Aktienkurs zu steigern und damit ein höheres Übernahmeangebot zu präsentieren. Wie nun bekannt wurde hat die Börse Dubai mit der Veröffentlichung des Kaufes von OMX-Aktien gegen schwedisches Recht verstoßen, sagte die schwedische Finanzaufsicht. Jedoch werden keine juristischen Schritte gegen das Dubaier Unternehmen geplant. Die OMX-Aktie notiert bei 26 Euro.



Die Börse Stuttgart ist Deutschlands zweitgrößter Handelsplatz mit einem Marktanteil von 34 Prozent im börslichen Präsenzhandel. Segmente sind EUWAX als Handelsplattform für verbriefte Derivate, Bond-X für festverzinsliche Wertpapiere und 4-X für den Handel mit ausländischen Aktien.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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