MEDEC Aktie [WKN: 726156 / ISIN: AU000000MAA8]

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09.12.2005 16:17
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Börse Stuttgart-Kolumne: Marktbericht Auslandsaktien (KW 49)

Märkte in Asien freundlich – Kritik an Mizuho wegen Misstrade

Mit 15.404 Punkten ging der Nikkei225 mit einem Wochengewinn von 274 Zählern aus dem Markt. Softbank Corp., der Highflyer der vergangenen Tage, büßten 10 Prozent im Verlauf dieser Woche ein. Am Freitag waren allerdings in Tokio die Käufer unterwegs und zogen den Wert wieder um 9 Prozent auf 75,00 Euro nach oben. Banken- und Brokertitel kamen am Donnerstag ganz besonders unter Druck. Ein gewaltiger Misstrade eines zunächst nicht genannten japanischen Brokers löste einen Kursrutsch in den gesamten Finanztiteln aus. Bei einer Neuemission, bei welcher 2.800 Aktien ausgegeben wurden und es insgesamt nur 14.000 Stücke gibt, kam eine Verkaufsorder über 600.000 Stück mit einem Limit von einem Yen an den Markt. Ursprünglich sollte der Auftrag ein Stück mit Limit 600.000 Yen lauten. Natürlich fiel die Aktie innerhalb weniger Minuten dramatisch bis Limit Down. Der Broker, es war Mizuho Securities, ein Tochterunternehmen der Mizuho Financial Group, bemerkte dann den Fehler und musste prompt die leerverkauften Aktien wieder zurückkaufen. Logischerweise stieg dann der Wert auf Limit up. Mizuho konnte so den Schaden zwar begrenzen, aber dieser ist mit geschätzten 250 Millionen Euro doch noch immens. Und das alles wegen eines falschen Tastendrucks. Am Freitag fand in der Neuemission kein Handel statt. Der Vorgang wird von der Tokioter Börse geprüft.

Während in Japan am Donnerstag der Banken- und Brokersektor wegen des Fehlers von Mizuho Securities unter Druck kam, stand der Bereich an anderen Börsen Asiens auf dem Kaufzettel der Investoren. Es wurden vor allem in Thailand verstärkt Bankentitel wie Bangkok Bank und Kasikornbank nachgefragt. Bangkok Bank stiegen um rund 7 Prozent auf 112 Baht oder umgerechnet 2,30 Euro. Kasikornbank konnten gar um fast 9 Prozent auf umgerechnet 1,44 Euro zulegen.

Sogar über 30 Prozent konnte die indonesische Bank Permata an Wert gewinnen. Wurden die Aktien des Unternehmens am vergangenen Freitag noch bei 500 Rupien gehandelt, mussten am Donnerstag bereits 660 Rupien bzw. 0,057 Euro bezahlt werden.

Der Hang Seng versuchte zwei Tage die 15.000er Marke zu halten, doch am Donnerstag konnte er sich nicht mehr wehren und rutschte zum Wochenende auf 14.910 Punkte. Dies entspricht einem Wochenverlust von nicht ganz 1 Prozent. Die Favoriten der letzten Woche waren diesmal die Verlierer. So verloren Hutchison 3 Prozent auf 8,00 Euro und Cheung Kong ebenfalls rund 3 Prozent auf 8,70 Euro.

Neu in Stuttgart notieren Dong Feng Motor. Das Unternehmen ist im Fahrzeugbau tätig und wurde am 06.12.2005 in Hongkong mit 1,60 HKD an die Börse gebracht. Mit einem Höchstkurs bei 1,81 HKD und einem aktuellen Kurs von 1,72 HKD oder 0,188 Euro kann man im derzeitigen Marktumfeld durchaus von einem gelungenen IPO sprechen.

Zu erheblichen Kursschwankungen kam es diese Woche bei der australischen Medec. Die Aktien des Medizintechnikunternehmens notierten am Montag noch bei 0,35 Euro. Innerhalb von zwei Tagen kam es zu einem Kurseinbruch von rund einem Drittel auf 0,25 Euro. Der Wert konnte sich von seinem Tief wieder leicht erholen und wird aktuell mit 0,28 Euro gehandelt.

"Gold und Silber lieb ich sehr ..." könnte der Leitspruch derjenigen Anleger lauten, die seit Jahresanfang in diesen Edelmetallen investiert sind. Silber, welches außer für die Schmuckherstellung in der Industrie wegen seiner sehr guten elektrischen Leitfähigkeit und vermehrt auch in der Medizintechnik wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften Verwendung findet, legte seit Jahresanfang um beachtliche 38 Prozent zu und notiert aktuell bei 8.95 Dollar je Unze. Auch der Goldpreis setzte seine Rallye seit dem Überwinden der psychologisch wichtigen Marke von 500 Dollar weiterhin fort und notiert aktuell bei 523 Dollar. Das gelbe Metall kann somit vorläufig eine Jahresperformance von gut 22 Prozent vorweisen.

Die amerikanischen Finanzmärkte tendierten diese Woche im Sog des wieder anziehenden Ölpreises schwächer. Da auch der Goldpreis nahe dem 23-Jahres-Hoch notiert, waren Öl- und Goldaktien stark gefragt.

Im Technologiesektor fiel der Netzwerkausrüster Cisco Systems positiv auf, nachdem die Aktie nach einer Analystenkonferenz auf "Übergewichten" hochgestuft wurde und somit im Wochenverlauf fast 3 Prozent auf 15,10 Euro zulegen konnte.

Die Börse Stuttgart ist Deutschlands zweitgrößter Handelsplatz mit einem aktuellen Marktanteil von 34 Prozent im deutschen börslichen Präsenzhandel. Segmente sind EUWAX als Handelsplattform für verbriefte Derivate, Bond-X für festverzinsliche Wertpapiere und 4-X für den Handel mit ausländischen Aktien.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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