Die asiatischen Börsen konnten am Dienstag im Zeichen des beginnenden Neujahrsfestes weitgehend unverändert notieren. Nachdem bereits in Shanghai und Seoul kein Handel stattfand, beendete die
Börse in Hongkong bereits am Mittag Hongkonger Zeit den heutigen Handelstag.
Angesichts der durchwachsenen US-Vorgaben und der Zurückhaltung vor dem Neujahrsfest tendierten die Aktienmärkte in Japan fast unverändert. Besonders Technologieaktien waren erneut im Fokus der Anleger.
In Hongkong verbesserte sich die Stimmung weiter. Hier standen erneut die Technologiewerte im Blickpunkt der Anleger. Besonders der PC-Hersteller Lenovo legte 3,4 Prozent zu. Das Unternehmen hatte letzte Woche Zahlen vorgelegt.
In Thailand konnte die Börse auch am zweiten Handelstag nach der Parlamentswahl weiter haussieren. So wird der bisherige Premierminister Thaksin Shinawatra auch weiterhin die Geschicke des Landes bestimmen. In der Folge legten besonders die Bankwerte, allen voran Siam Commercial Bank, Bangkok Bank sowie Kasikornbank, weiter zu.
Index-Schlussstände:
Japan:
Nikkei-225: 11.490,43 (-0,08 Prozent)
TOPIX: 1.155,42 (+0,09 Prozent)
China:
Hang Seng: 13.845,63 (+0,37 Prozent)
Shanghai Composite: 1.269,0 (Feiertagsbedingt geschlossen)
Thailand:
SET-Index: 731,42 (+0,78 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite Kospi: 949,19 (Feiertagsbedingt geschlossen)
Unternehmensmeldungen:
Der japanische Automobilkonzern Mitsubishi Motors musste in den ersten neun Monaten aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen einen höheren Verlust hinnehmen. Wie der angeschlagene Automobilhersteller heute bekannt gab, lag der konsolidierte Nettoverlust in den ersten drei Quartalen des laufenden Fiskaljahres 2004/05 bei 228,3 Mrd. Yen, nach 102,56 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz verringerte sich aufgrund der anhaltend schwachen Entwicklung auf dem heimischen Absatzmarkt gegenüber der Vorjahresperiode um 11,7 Prozent auf 1,618 Bio. Yen. Für das Gesamtjahr erwartet Mitsubishi Motors weiterhin einen Nettoverlust in Höhe von 472 Mrd. Yen sowie einen Konzernerlös von 2,035 Bio. Yen.
Die japanische Tokyo Electric Power Co. Inc. (TEPCO) meldete heute für das dritte Quartal einen Gewinneinbruch aufgrund rückläufiger Stromverkäufe und fallender Strompreise im Oktober. Basierend auf den Neun-Monats-Zahlen verzeichnete TEPCO für das am 31. Dezember abgeschlossene dritte Quartal einen Nettogewinn von 17,3 Mrd. Yen (165 Mio. Dollar). Dies sind 64 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um 1,7 Prozent auf 1,18 Bio. Yen. Für das Geschäftsjahr prognostiziert der größte Stromproduzent Asiens einen Gewinn von 198 Mrd. Yen. Analysten rechnen bisher mit 215 Mrd. Yen. TEPCO´s eigene Prognose berücksichtigt die verspätete Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerken, die für Inspektionen abgeschaltet worden waren. Dies führt zu verstärkten Rohstoffzukäufen für die ausgleichenden Kraftwerke auf Basis fossiler Brennstoffe.
Die Yamaha Motor Co. Ltd., eine Tochter der japanischen Yamaha Corp., verfehlte im dritten Quartal die eigenen Planzahlen aufgrund erhöhter Steuerzahlungen. Der weltweit zweitgrößte Motorradhersteller meldete heute die Zahlen für die am 31. Dezember abgelaufenen neun Monate seines Geschäftsjahres. Die Zahlen für das dritte Quartal erhält man durch Abzug der Halbjahreszahlen von den heute bekannt gegebenen Neun-Monats-Zahlen. Der Nettogewinn von Yamaha lag demnach bei 14,8 Mrd. Yen (141 Mio. Dollar). Damit wurde die eigene Vorhersage um 5,3 Prozent verfehlt, weil Yamaha mehr Steuern für den Export seiner Motorräder zahlen musste. Der Umsatz hingegen übertraf mit 408 Mrd. Yen die Planzahlen um 7,9 Prozent.