Börsen in Europa schließen am Montag im Minus
Ein neuer Rekordstand beim
Ölpreis und eine gesenkte Wachstumsprognose für die Eurozone seitens der EU-Kommission bremsten zum Wochenanfang die Märkte auf dem alten Kontinent aus.
Die EU-Kommission hat im Rahmen ihrer veröffentlichten Frühjahrsprognose die Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt hat. Für 2005 erwartet sie in der Eurozone nur noch eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,6 Prozent, während sie in ihrer Prognose vom Oktober noch von einem Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent ausgegangen war. Die Prognose für die gesamte EU wurde von ursprünglich 2,3 auf nun 2,0 Prozent revidiert. Auch für 2006 erwartet die EU-Behörde ein geringeres Wachstum. So wird in der Eurozone nur noch ein Plus von 2,1 (vorläufig: 2,2) Prozent und in der EU25 ein Zuwachs von 2,3 (vorläufig: 2,4) Prozent in Aussicht gestellt.
Schlussstände:
Dow Jones Euro Stoxx 50: 3.042 (-0,64 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.863 (-0,43 Prozent)
Euronext: 695 (-0,52 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Hotelbetreiber InterContinental Hotels Group plc teilte mit, dass er zehn weitere Hotels zum Verkauf anbietet. Das Unternehmen erklärte, dass es sich hierbei um das InterContinental in Wellington (Neuseeland), drei Crowne Plazas und fünf Holiday Inns in Australien und ein Holiday Inn auf den Fiji-Inseln handelt. Durch diesen Schritt treibt der Konzern die Fokussierung auf seine Management- und Franchise-Aktivitäten weiter voran.
Der britische Ölkonzern BP plc gab bekannt, dass seine Öl- und Gasproduktion im ersten Quartal 2005 um 1,9 Prozent gestiegen ist. Die Produktion von Europas größtem Ölkonzern belief sich demnach auf 4,09 Millionen Barrel pro Tag, nach 4,02 BOE (Barrels of Oil Equivalent) pro Tag im Vorjahr. Im Gesamtjahr 2004 erreichte die Produktion fast 4 Millionen BOE pro Tag. Der weltweit zweitgrößte Ölkonzern rechnet für 2005 mit einer Öl- und Gasproduktion von 4,1-4,2 Millionen BOE pro Tag, was im Rahmen der im Februar veröffentlichten Prognose liegt. Damit würde das Wachstum mindestens 2,5 Prozent betragen.
Die Telecom Italia S.p.A. meldete, dass sie ihre 81 Prozent-Beteiligung an der griechischen Mobilfunksparte TIM Hellas Telecommunications S.A. für 1,1 Mrd. Euro an die Apax Partners Worldwide LLC und die Texas Pacific Group verkaufen wird. Im Rahmen der Transaktion wird jede TIM Hellas-Aktie mit 16,43 Euro bewertet, womit der Gesamtwert des Unternehmens auf 1,6 Mrd. Euro beziffert wird. Aus dem Verkauf fließen der größten italienischen Telefongesellschaft 432 Mio. Euro zu, die vor allem zur Schuldentilgung und zur Stärkung der Liquidität für Akquisitionen verwendet werden sollen. Der Abschluss der Transaktion ist für Ende Juli geplant. TIM Hellas Telecommunications ist der größte Mobilfunkbetreiber in Griechenland.
Der französische Bankkonzern BNP Paribas S.A. wird sich von seiner Beteiligung an dem Hersteller von Elektrokomponenten Carbone-Lorraine S.A. trennen. Wie die Nachrichtenagentur "Dow Jones-VWD" berichtet, beläuft sich der Anteil von BNP auf 20,87 Prozent. Der Preis soll in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren ermittelt werden und in einer Spanne zwischen 41,80 Euro und 42,90 Euro liegen. Die Agentur erklärte weiter, dass der Anteil damit mit 119,9 Mio. Euro bis 123,0 Mio. Euro bewertet wird.