16.02.2005 13:31
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Börsen in Asien: BIP-Zahlen belasten Nikkei, Hang Seng behauptet

Die asiatischen Börsen konnten sich am Mittwoch erneut weitgehend behaupten. Nur in Japan gaben die Aktienmärkte leicht nach.

Die japanischen Aktienmärkte standen zur Wochenmitte unter dem Einfluss des rückläufigen BIP. Daneben verunsicherte auch das Erdbeben im Norden Tokios kurzzeitig die Märkte. In der Folge notierte der Nikkei am Ende im Minus. Nach den guten Zahlen von Applied Materials und der freundlichen NASDAQ konnten besonders die japanischen Technologiemärkte zulegen.

In China konnten sich die Märkte dagegen behaupten und Zugewinne vermelden. Die Anleger warten dabei gespannt auf die heutige Greenspan-Rede. Die Shanghaier Börse konnte nach fast zwei Wochen Handelspause ebenfalls sehr freundlich in den Aktienhandel starten.

Im südkoreanischen Seoul konnte die Börse ebenfalls weiter zulegen und damit ein neues Fünf-Jahres-Hoch markieren. Auch hier sorgten besonders die Technologiewerte für eine anhaltend gute Stimmung. In Thailand tendierten die Märkte zur Wochenmitte ebenfalls freundlich. Besonders Rohstoffaktien wie etwa Thai Oil waren gefragt.

Index-Schlussstände:

Japan:

Nikkei-225: 11.601,68 (-0,38 Prozent)

TOPIX: 1.164,94 (-0,28 Prozent)

China:

Hang Seng: 14.015,49 (+0,14 Prozent)

Shanghai Composite: 1.278,9 (+0,78 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 739,37 (+0,33 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite Kospi: 971,56 (+0,28 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der japanische Automobilkonzern Toyota Motor gab am Dienstag bekannt, dass man über 22.000 Pickup-Fahrzeuge des Modells "Tacoma" zurückrufen muss. Den Angaben zufolge liegt der Grund für die Rückrufaktion bei einem Fehler an der Feststellbremse. Laut Toyota seien vor allem die Modelle des Produktionsjahrs 2005 mit Automatik-Getriebe betroffen.

Der taiwanesische Chip-Hersteller United Microelectronics (UMC) meldete heute, dass vom Bureau of Investigation am gestrigen Dienstag eine Untersuchung durchgeführt wurde. Es ging dabei um Investitionen in China, die durch die taiwanische Regierung beaufsichtigt werden. Laut dem Unternehmenssprecher Alex Hinnawi durchsuchte das Bureau of Investigation Büroräume in Taipei und Hsinchu, um Verbindungen zu dem Chip-Hersteller He Jian Technology (Suzhou) Co. zu überprüfen. Hinnawi wollte nicht kommentieren, ob die Untersuchung nun abgeschlossen sei. Er sagte aber, UMC habe keine "direkten" Investitionen in China getätigt. Zuvor, im November 2003, hatte CEO Jackson Hu gesagt, UMC könnte mit dem befreundeten Chip-Hersteller He Jian Technology kooperieren. So hätten laut UMC zu der Zeit etwa 100 ehemalige Mitarbeiter von UMC bei He Jian einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Die taiwanische Regierung hat den Investitionen seiner Chip-Hersteller in China Beschränkungen auferlegt, weil sie befürchtet, der politische Rivale China könnte fortgeschrittene Technologien stehlen. Taiwan befürchtet durch die Industriespionage auch Arbeitsplatzverluste an China.

Der japanische Nutzfahrzeughersteller Isuzu Motors hat heute bekannt gegeben, dass er sich eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 302 Mrd. Yen gesichert hat. Isuzu, eine Tochter der General Motors Corp., will die rund 204 Mrd. Yen der fünf- und siebenjährigen Kredite zur Refinanzierung ihrer lang- und kurzfristigen Kredite nutzen. Die restlich 62 Mrd. Yen haben eine Laufzeit von einem Jahr und dienen der kurzfristigen Finanzierung.

Der südkoreanische Automobilkonzern KIA Motors ruft 170.302 Fahrzeuge vom Typ "Sorento" zurück. Dies gab das südkoreanischen Verkehrsministerium heute bekannt. Auslöser für die Rückrufaktion ist ein Defekt im Heizungssystem des SUV. Der zweitgrößte südkoreanische Automobilhersteller muss damit nach Ministeriumsangaben alle Fahrzeuge, die zwischen dem 5. Februar 2002 und dem 25. Januar 2005 produziert wurden, auf diesen Fehler untersuchen.

Der thailändische Industriekonzern Siam Cement PCL hat heute erklärt, dass er mit der japanischen Mitsubishi Electric Corp. einen Vertrag zur Übernahme des 17-Prozent-Anteils von Mitsubishi an Thai CRT. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Die Transaktion soll im ersten Quartal diesen Jahres abgeschlossen werden. Siam Cement wird danach seinen Anteil am Bildröhrenhersteller Thai CRT von 48 auf 65 Prozent erhöht haben. Damit erhöht Siam Cement seine Chancen sich von der Beteiligung an Thai CRT im Rahmen der Fokussierung auf das Kerngeschäft zu trennen.

Wie die Hyundai Motor Co. Ltd. heute mitteilte, will das Unternehmen in ein weiteres Werk in Indien investieren. Das Land soll in Zukunft als regionale Exportdrehscheibe fungieren. Nach Unternehmensangaben plant der größte südkoreanische Automobilhersteller aufgrund steigender Nachfrage den Bau eines Werkes in Indien bis 2007, mit einer jährlichen Produktionskapazität von 150.000 Fahrzeugen. Bis zum Ende des Jahres will Hyundai seinen Absatz um 16 Prozent auf 250.000 Fahrzeuge steigern, was der jährlichen Produktionskapazität im bestehenden indischen Werk in Chennai entspricht. Beide Werke zusammen sollen bis 2007 eine Produktionskapazität von 400.000 Fahrzeugen erreichen. Hyundai will in Indien bis 2010 diese 400.000 Fahrzeuge jährlich absetzen und dadurch weltweit auf Rang Fünf der größten Automobilhersteller kommen.

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