16.11.2007 12:47
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Börsen in Asien: Kräftige Verluste, Hang Seng -4 Prozent

Tokio (aktiencheck.de AG) - Die größten Börsen in Asien haben am Freitag kräftige Verluste verzeichnet. Zuvor standen bereits die wichtigsten US-Indizes unter Druck. Belastet von Sorgen um die weitere Wirtschafsentwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft verlor der Dow Jones am Vorabend ein knappes Prozent, der S&P 500 bröckelte um 1,3 Prozent ab. Die höchsten Abschläge wurden aus Hongkong gemeldet. Der Hang Seng sackte hier um knapp 4 Prozent ab. Der japanische Markt hatte ebenfalls mit deutlichen Verlusten zu kämpfen. Der Leitindex Nikkei büßte 1,57 Prozent auf 15.154,61 Punkte ein. Der marktbreitere TOPIX schloss 1,81 Prozent leichter bei 1.471,67 Zählern.

Im stark exportabhängigen Automobilsektor verloren Toyota 1,8 Prozent, Mitsubishi 3,8 Prozent und Honda 1,3 Prozent. Nissan gingen 2 Prozent schwächer aus der Sitzung, während Mazda gegen den Trend ein halbes Prozent zulegen konnten. Im Technologiesektor fiel die Aktie von Nintendo um 4,7 Prozent zurück. NEC gaben 3,1 Prozent, Nikon 1,9 Prozent und Olympus 3,8 Prozent ab.

Noch härter traf es den Immobilensektor. Hier bröckelten unter anderem Mitsubishi Estate um 5 Prozent und Mitsui Fudosan um 4,4 Prozent ab. Titel der Großbank Mitsubishi UFJ sanken um 2,9 Prozent. Anteilsscheine des Stahlriesen Nippon Steel (-2,5 Prozent) konnten sich dem allgemeinen Abwärtssog ebenso wenig entziehen wie JFE (-3,7 Prozent) und Kobe Steel (-3 Prozent).

Auch in Hongkong zogen sich die Verluste quer durch alle Branchen. Umsatzspitzenreiter mit einem Minus von 4,6 Prozent war die Aktie von China Mobile. Daneben verloren unter anderem China Life 3,1 Prozent, PetroChina 4,5 Prozent, HKEx 4,9 Prozent und ICBC 5,2 Prozent.

Japan:

Nikkei 225: 15.154,61 (-1,57 Prozent)

TOPIX: 1.471,67 (-1,81 Prozent)

China:

Hang Seng: 27.614,43 (-3,95 Prozent)

Shanghai Composite: 5.316,27 (-0,91 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 849,07 (-0,75 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.926,20 (-0,74 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die Resona Holdings Inc. (ISIN JP3500610005/ WKN 766461), die viertgrößte Bankgesellschaft in Japan, musste im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen, was insbesondere auf einen positiven Einmaleffekt im Vorjahreszeitraum zurückzuführen ist. Die US-Kreditmarktkrise hatte indes keinen Einfluss auf das Ergebnis. Unternehmensangaben von heute zufolge sank der Nettogewinn um 74 Prozent. Die Erlöse verringerten sich um 4,1 Prozent. Der Gewinnausblick wurde indes erhöht.

Die erst seit Mitte Oktober an der Börse gelistete Sony Financial Holdings Inc. (ISIN JP3435350008/ WKN A0M06N) konnte ihren Gewinn im ersten Halbjahr um 52 Prozent steigern. Wie die Bank- und Versicherungssparte des japanischen Unterhaltungselektronik-Konzerns Sony Corp. (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) am Freitag mitteilte, stiegen die Erlöse dabei um 14 Prozent.

Die japanische Olympus Corp. (ISIN JP3201200007/ WKN 856840), der weltweit viertgrößte Hersteller von Digitalkameras, plant den Bau einer Fabrik in Vietnam. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute berichtete, wird das neue Werk mit 500 Mitarbeitern im Oktober 2008 in Betrieb genommen. Die Investitionssumme belaufe sich auf rund 5 Mrd. Japanische Yen (JPY). Anfangs sollen an dem Standort Kameralinsen gefertigt werden. (16.11.2007/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

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