08.08.2006 12:51
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Börsen in Asien: Kursgewinne, Japan Airlines etwas schwächer

Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen entwickelten sich trotz der am Abend auf dem Terminplan stehenden US-Zinsentscheidung am Dienstag durchweg positiv. Der chinesische Shanghai Composite rückte dabei um 2,1 Prozent vor, in Südkorea erhöhte sich der KOSPI um 1,7 Prozent. In Tokio gewann der Nikkei 225 2,05 Prozent auf 15.464,66 Punkte und erholte sich somit von den deutlichen Vortagesverlusten, der marktbreitere TOPIX legte daneben 1,47 Prozent auf 1.562,73 Zähler zu.

Angesichts des deutlichen Ölpreisanstiegs, der auf die Schließung des größten Ölfelds in den USA im Zusammenhang mit einem Pipeline-Leck zurückzuführen ist, griffen die Anleger insbesondere bei Ölwerten zu. Unter anderem rückten Titel von Showa Shell um 2,2 Prozent und Papiere von Inpex um 2,7 Prozent vor. Dagegen hatten Anteilsscheine von Japan Airlines, die am Vortag Zahlen auf den Tisch legten, mit Verlusten zu kämpfen und büßten ein knappes Prozent ein.

Im Automobilsektor fuhren Toyota und Honda um jeweils 2,7 Prozent vor. Gefragt waren aber auch Technologiewerte. Sony verbesserten sich um 2,2 Prozent, Kyocera um 2,5 Prozent und Olympus um mehr als 3 Prozent. Im Stahlsektor gewannen Kobe Steel 3,3 Prozent und JFE 2,7 Prozent.

Japan:

Nikkei 225: 15.464,66 (+2,05 Prozent)

TOPIX: 1.562,73 (+1,47 Prozent)

China:

Hang Seng: 17.048,20 (+0,56 Prozent)

Shanghai Composite: 1580,58 (+2,14 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 711,80 (+0,91 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.311,10 (+1,67 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Das japanische Internet-Unternehmen Softbank Corp. (ISIN JP3436100006/ WKN 891624) meldete heute, dass es im ersten Quartal einen Gewinn erzielen und den Umsatz deutlich steigern konnte. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 1,42 Mrd. Japanische Yen (JPY), im Vergleich zu einem Fehlbetrag von 11,15 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis verbesserte sich von -3,19 Mrd. JPY auf 54,36 Mrd. JPY. Der Umsatz kletterte aufgrund der Übernahme von Vodafone Japan von 258,64 Mrd. JPY auf 493,23 Mrd. JPY.

Der japanische Mischkonzern Asahi Kasei Corp. (ISIN JP3111200006/ WKN 857993) und der amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical Co. (ISIN US2605431038/ WKN 850917) werden ihre Partnerschaft in China beenden. Dies berichtet der "Nihon Keizai Shimbun" heute. Dem Bericht zufolge übernimmt Dow Chemical alle Anteile von Asahi Kasei an zwei gemeinsamen Joint Ventures. Konkret handelt es sich dabei um eine Marketing-Firma in Hongkong und um einen Polystyrol-Hersteller in China. Finanzielle Details sind nicht bekannt. Die Auflösung der Partnerschaft in China bedeutet gleichzeitig auch die Beendigung der jahrzehntelangen Zusammenarbeit beider Unternehmen.

Der taiwanesische Auftrags-Chiphersteller United Microelectronics Corp. (UMC) (ISIN US9108732077/ WKN 578089) verbuchte im Juli einen Zuwachs seiner Umsätze. Unternehmensangaben von heute zufolge stiegen diese im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30,3 Prozent von 7,07 Mrd. Taiwanesischen Dollar (TWD) auf 9,20 Mrd. TWD. Im Vergleich zum Vormonat Juni verbesserten sich die Umsätze somit um 4,8 Prozent. Die Umsätze in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres erhöhten sich um 27,8 Prozent von 46,79 Mrd. TWD auf 59,34 Mrd. TWD.

Der israelische Generika-Hersteller Teva Pharmaceutical Industries Ltd. (ISIN US8816242098/ WKN 880035) teilte heute mit, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal verdoppeln konnte, was mit starken Umsätzen bei seinem Multiple Sklerose-Medikament Copaxone und seinen Generika-Präparaten zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 488,4 Mio. Dollar bzw. 59 Cents pro Aktie, gegenüber 241 Mio. Dollar bzw. 36 Cents pro Aktie im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 367 Mio. Dollar ausgegangen. Der Umsatz des Konzerns erreichte im Berichtszeitraum 2,17 Mrd. Dollar, was einem Wachstum von 77 Prozent entspricht. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Teva mit einem Umsatz von 8,5 Mrd. Dollar und einem EPS-Ergebnis von 2,15 bis 2,25 Dollar. Zuvor hatte man ein EPS-Ergebnis von lediglich 2,02 bis 2,15 Dollar in Aussicht gestellt. (08.08.2006/ac/n/m)

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