30.01.2008 12:50
Drucken |

Schrift:

Börsen in Asien: Rote Vorzeichen, NTT DoCoMo legen deutlich zu

Tokio (aktiencheck.de AG) - Im Vorfeld der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank haben sich die Marktteilnehmer in Asien überwiegend zurückgehalten. Kräftige Abschläge wurden dabei aus Seoul und Hongkong gemeldet. In Tokio ging es im Vergleich dazu moderat nach unten. Der Nikkei verlor 0,99 Prozent auf 13.345,03 Punkte. Der TOPIX gab 0,65 Prozent auf 1.320,11 Zähler ab.

Gegen den schwachen Trend legte die Aktie von NTT DoCoMo 3,7 Prozent zu. Der Titel des größten Mobilfunkbetreibers in Japan profitierte von den gestern nachbörslich vorgelegten Ergebnissen sowie von einer positiveren Analysteneinschätzung.

Im Technologiesektor rückten Advantest um 5,6 Prozent vor. Der Hersteller von Testausrüstung für Speicherchips hat im abgelaufenen Quartal deutlich weniger umgesetzt und verdient. Allerdings wurde der erst kürzlich gesenkte Ausblick bestätigt. Titel von Elpida Memory gaben nach den gestern vorgelegten Ergebnissen 2,2 Prozent ab. Anteilsscheine des Elektronikkonzerns Toshiba, der ebenenfalls einen Blick in seine Bücher gewährt hat, verloren 2,5 Prozent. Für Canon ging es im Vorfeld der nachbörslich vorgestellten Geschäftszahlen um 1,9 Prozent nach unten.

Honda gewannen hingegen 1,2 Prozent. Der Automobilhersteller gab heute nach Börsenschluss bekannt, dass sich sein Nettogewinn im dritten Quartal um gut 38 Prozent erhöht hat. Daneben verbesserten sich Toyota um 0,4 Prozent, Nissan um 1,7 Prozent und Mazda um 1,2 Prozent.

Japan:

Nikkei 225: 13.345,03 (-0,99 Prozent)

TOPIX: 1.320,11 (-0,65 Prozent)

China:

Hang Seng: 23.653,69 (-2,63 Prozent)

Shanghai Composite: 4.417,85 (-0,90 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 763,48 (+1,41 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.589,06 (-2,98 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die Honda Motor Co. Ltd. (ISIN JP3854600008/ WKN 853226), der zweitgrößte Automobilhersteller in Japan, gab heute nach Börsenschluss bekannt, dass sich ihr Nettogewinn im dritten Quartal um 38,1 Prozent erhöht hat, was auf günstige Wechselkurse und einen starken Absatz bei verbrauchsarmen Modellen in Übersee zurückzuführen ist. Die Erwartungen der Analysten wurden damit deutlich geschlagen. Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um 10 Prozent zu. Der Absatz stieg um 8,3 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr erhöhte der Konzern seinen Nettogewinnausblick und seine operative Gewinnschätzung. Die Umsatzprognose wurde indes gesenkt.

Die Canon Inc. (ISIN JP3242800005/ WKN 853055) erklärte heute nach Börsenschluss, dass ihr Gewinn im vierten Quartal um 1,8 Prozent gestiegen ist. Der operative Gewinn sank dagegen leicht um rund 1 Prozent. Der Umsatz kletterte um 3,9 Prozent. Das Gesamtjahresergebnis blieb damit hinter den Erwartungen zurück.

Die japanische Tokyo Electric Power Co. Inc. (TEPCO) (ISIN JP3585800000/ WKN 854307), Asiens größter Energieerzeuger, meldete heute nach Handelsschluss, dass ihr Ergebnis in den ersten neun Monaten angesichts höherer Treibstoffkosten und des Ausfalls des weltgrößten Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa drastisch eingebrochen ist. Mitte Juli 2007 musste der Konzern das Atomkraftwerk nach einem schweren Erdbeben vom Netz nehmen. Das Nettoergebnis war demnach leicht negativ, gegenüber einem deutlichen Gewinn im Vorjahr. Der operative Umsatz erhöhte sich dagegen um 2,4 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr senkte der Konzern seine Nettoergebnisprognose erneut.

Die Yahoo Japan Corp. (ISIN JP3933800009/ WKN 916008), die sich zu 33,4 Prozent im Besitz des amerikanischen Internet-Medienunternehmens Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) und zu 41,1 Prozent in den Händen des japanischen Internet-Unternehmens Softbank Corp. (ISIN JP3436100006/ WKN 891624) befindet, meldete heute nach Börsenschluss, dass ihr Gewinn im dritten Quartal um 13,2 Prozent gestiegen ist. Der Umsatz erhöhte sich gleichzeitig um 28,5 Prozent.

Die in Singapur ansässige Flextronics International Ltd. (ISIN SG9999000020/ WKN 890331), der weltweit größte Auftragshersteller für Elektronikartikel, meldete am Dienstag nach Börsenschluss, dass sie im dritten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was mit Restrukturierungs-, Steuer- und anderen Belastungen zusammenhängt. Das bereinigte Ergebnis konnte jedoch die Erwartungen schlagen.

Die taiwanesische United Microelectronics Corp. (UMC) (ISIN US9108734057/ WKN A0M2R4) musste im vierten Quartal 2007 trotz steigender Umsätze einen Ergebniseinbruch verbuchen. Wie der der weltweit zweitgrößte Auftrags-Chiphersteller heute mitteilte, wuchsen die Umsatzerlöse um knapp 6 Prozent. Dagegen schrumpfte der Nettogewinn um 76 Prozent. (30.01.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Honda Motor 23,6 +2,6%
Canon 29,8 -1,8%
Tokyo Electric Power 20,0 +0,5%
Yahoo Japan 264,6 +3,0%
Flextronics International 5,9 -3,0%
United Microelectronics 1 1,5 -4,5%
Die Bundesregierung will den Kauf von stromsparenden Haushaltsgeräten mit einer Prämie von 150 Euro fördern (“Kühlschrank-Bonus)”. Würden Sie sich deswegen ein Neugerät anschaffen?
Ja
Nein
Vielleicht




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige