10.06.2008 13:00
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Börsen in Asien: Schwach, massive Verluste in China

Tokio (aktiencheck.de AG) - Die größten Börsen in Asien haben am Dienstag teilweise deutlich im Minus geschlossen. Die heftigsten Abschläge waren dabei in China auszumachen. Der Shanghai Composite brach bis Handelsende um 7,7 Prozent ein, der Hang Seng büßte immerhin 4,2 Prozent ein. Im Blick stand hier eine Ankündigung der Zentralbank, die Geldpolitik zu straffen. Zudem konnten die chinesischen Börsen aufgrund eines Feiertages erst heute auf die massiven Verluste am Freitag an der Wall Street reagieren. Aus Tokio wurden ebenfalls rote Vorzeichen gemeldet. Hier gab der Nikkei-Index 1,13 Prozent ab auf 14.021,17 Zähler. Der marktbreitere TOPIX verlor daneben 1,03 Prozent auf 1.383,20 Punkte.

Der Automobilsektor schlug sich dabei besser als der Gesamtmarkt. Unter anderem gaben Toyota 0,2 Prozent, Honda 0,8 Prozent und Nissan 0,5 Prozent ab. Mazda schlossen unverändert. Im Technologiesegment waren sogar einige Gewinner auszumachen. Mitunter stiegen hier NEC um 1,3 Prozent, Olympus um 1,5 Prozent und Nikon um 0,3 Prozent. Dagegen verloren Canon 2 Prozent, Nintendo 1,8 Prozent und Advantest 3 Prozent.

Titel der beiden Convenience-Store-Betreiber FamilyMart und Lawson, die einem Pressebericht zufolge im Mai ein deutliches Plus bei den Same-Store Sales verzeichnet haben, rückten um 0,5 bzw. um 2,1 Prozent vor. Finanzwerte standen indes unter Druck. Mitsubishi UFJ Financial schlossen mit 1,8 Prozent im Minus. Sumitomo Mitsui Financial gaben 2 Prozent und Mizuho Financial 1,3 Prozent ab.

In Hongkong verloren HSBC als Umsatzspitzenreiter 2,7 Prozent. Dahinter verloren China Mobile 3,9 Prozent, ICBC 4,7 Prozent und PetroChina 5,5 Prozent.

Japan:

Nikkei 225: 14.021,17 (-1,13 Prozent)

TOPIX: 1.383,20 (-1,03 Prozent)

China:

Hang Seng: 23.375,52 (-4,21 Prozent)

Shanghai Composite: 3.072,33 (-7,73 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 791,94 (-1,69 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.774,38 (-1,91 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der französische Automobilkonzern Peugeot S.A. (PSA Peugeot Citroën) (ISIN FR0000121501/ WKN 852363) gab heute bekannt, dass er mit dem japanischen Hersteller Mitsubishi Motors Corp. (ISIN JP3899800001/ WKN 876551) den ersten Grundstein für das gemeinsame Werk im russischen Kaluga gelegt hat. Das gemeinsame Werk, das zu 70 Prozent Peugeot und zu 30 Prozent Mitsubishi gehört, wird ab 2011 mit der Produktion von Mittelklasse-Modellen (C Segment) für Peugeot und Citroën und Mittelklasse-SUVs für die insgesamt drei Marken beginnen. Das gemeinsame Investitionsvolumen beider Partner beträgt zunächst 470 Mio. Euro.

Der japanische Automobilhersteller Toyota Motor Corp. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510) kündigte heute die Fertigung der Hybridversion des "Camry" in Australien an. Den Angaben zufolge soll das Modell ab 2010 in der Altona Plant der australischen Tochter Toyota Motor Corporation Australia Ltd. vom Band laufen. Das Produktionsziel liegt bei jährlich 10.000 Einheiten, so Toyota.

Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute berichtet, haben die vier führenden Convenience-Store-Betreiber in Japan im Mai erstmals seit Juli 2004 wieder ausnahmslos steigende Same-Store Sales erzielt. Dem Bericht zufolge lag das Umsatzplus auf vergleichbarer Verkaufsfläche bei der Seven-Eleven Japan Co., einer Tochter des Einzelhandelskonzerns Seven & I Holdings Co. (ISIN JP3422950000/ WKN A0F7DY), voraussichtlich bei 3 bis 4 Prozent. Bei FamilyMart Co. Ltd. (ISIN JP3802600001/ WKN 876478) und Lawson Inc. (ISIN JP3982100004/ WKN 502337) sei mit einem Plus von jeweils mehr als 5 Prozent zu rechnen. Bei Circle K Sunkus Co. dürften sich die Same-Store Sales um 0,3 Prozent verbessert haben.

Die japanische NEC Corp. (ISIN JP3733000008/ WKN 853675), der drittgrößte Elektronikkonzern in Japan, hat wegen Brandgefahr den Rückruf von 860.000 in Japan verkauften Notebooks beschlossen. Wie das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie heute auf seiner Website bekannt gab, hat das Unternehmen die Regierung über 261 Unfälle in Zusammenhang mit den fehlerhaften Geräten informiert. Wie der größte PC-Hersteller in Japan mitteilte, sind bei den betroffenen Notebooks die Kabel, die zwischen dem Display und dem eigentlichen Computer verlaufen, zu straff gespannt. Dadurch könne es zu einem seltsamen Geruch und - in seltenen Fällen - zu Rauchentwicklung kommen. (10.06.2008/ac/n/m)

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