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Börsen in Asien: Überwiegend im Minus, kräftige Verluste in Tokio, Hongkong und Seoul
Titel aus der Finanzbranche zählten zu den größten Verlierern. Nach neuerlichen Spekulationen um weiteren Kapitalbedarf standen am Vorabend in den USA bereits die Papiere der beiden Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac gehörig unter Druck. Die Aktie der Großbank Mitsubishi UFJ Financial schloss daraufhin mit 3,4 Prozent im Minus. Daneben gaben Mizuho Financial 3,7 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial 4,1 Prozent ab.
Aber auch in anderen Bereichen hatten die Bären das Zepter in der Hand. Im Automobilsektor verloren beispielsweise Toyota 1,2 Prozent, Mitsubishi 2,6 Prozent und Honda 0,8 Prozent. Gegen den Trend zogen Mazda um gut 3 Prozent an. Unter den High-Tech-Werten stachen Sony mit -4,1 Prozent ins Auge. Für Elpida Memory und Advantest ging es um 4,4 bzw. um 5,4 Prozent nach unten. Ferner bröckelten Nintendo um 3,1 Prozent, Nikon um 2,6 Prozent und NEC um 2 Prozent ab.
Nicht viel besser war es um den Stahlsektor bestellt. Hier gaben mitunter Nippon Steel 3,6 Prozent und Sumitomo Metal 4,2 Prozent ab. Im Ölsegment knickten INPEX um gut 5 Prozent ein. Papiere der Handelsgesellschaft Mitsubishi Corp. gingen 3 Prozent schwächer aus dem Handel.
An der Hongkonger Börse fielen unter anderem HSBC um 2,4 Prozent, China Life um 3,7 Prozent und ICBC um 3,2 Prozent zurück. Ferner machten die Anleger einen Bogen um Ölwerte wie PetroChina (-3,7 Prozent), CNOOC (-3,4 Prozent) und Sinopec (-2,7 Prozent).
Japan:
Nikkei 225: 13.033,10 (-2,45 Prozent)
TOPIX: 1.283,51 (-2,23 Prozent)
China:
Hang Seng: 21.220,81 (-3,16 Prozent)
Shanghai Composite: 2.814,95 (+0,81 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 722,50 (-1,10 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.533,47 (-2,93 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der größte japanische Einzelhandelskonzern Seven & I Holdings Co. (ISIN JP3422950000/ WKN A0F7DY) präsentierte heute nach Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Fiskalquartal. Wie der Konzern mitteilte, stiegen die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum um 2,0 Prozent. Der Nettogewinn verringerte sich hingegen um 7,5 Prozent. Das operative Ergebnis lag auf Vorjahresniveau. Für das laufende Geschäftsjahr stellt Seven & I einen Nettogewinnanstieg um 4,9 Prozent in Aussicht.
Die beiden japanischen Stahlkonzerne Nippon Steel Corp. (ISIN JP3381000003/ WKN 859164) und JFE Steel Corp., eine Tochter der JFE Holdings Inc. (ISIN JP3386030005/ WKN 724564), wollen die Produktion von Schiffsstahl angesichts der hohen Nachfrage jeweils um rund 10 Prozent oder mehr erhöhen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute berichtet, verfügen Nippon Steel und JFE in Japan über einen Marktanteil von rund 70 Prozent bei Schiffsstahl. JFE werde 20 bis 30 Mrd. Japanische Yen (JPY) investieren, um die jährliche Produktionskapazität bis zum Fiskaljahr 2011 von derzeit 5,7 Millionen Tonnen auf 6,5 Millionen Tonnen auszubauen. Gleichzeitig plane Nippon Steel Investitionen von rund 20 Mrd. JPY in den Ausbau der Kapazitäten. Bis August 2009 solle die Jahresproduktionskapazität um 600.000 Tonnen auf sechs Millionen Tonnen wachsen.
Die zweitgrößte japanische Handelsgesellschaft Mitsui & Co. Ltd. (ISIN JP3893600001/ WKN 853656) hat Presseangaben zufolge einen Auftrag zur Installation von Solarzellen auf dem Dach des geplanten internationalen Frachtterminals des Tokyo Haneda Airport erhalten. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute berichtet, soll das neue Terminal im Jahr 2010 eröffnet werden. Im Rahmen des Auftrags werde Mitsui rund 15.000 überwiegend vom Elektronikkonzern Sharp Corp. (ISIN JP3359600008/ WKN 855383) gelieferte Solarpanels mit einer Gesamtleistung von 2 Megawatt auf einer Fläche von 21.000 Quadratmetern installieren. Die Anlage solle etwa 10 Prozent des benötigten Stroms des Terminals erzeugen. (08.07.2008/ac/n/m)
| 10.04.2006 | Seven & I overweight | Morgan Stanley |
Aktien in diesem Artikel
| Seveni | 20,2 | +7,4% | |
| Nippon Steel | 3,2 | +3,2% | |
| JFE | 28,7 | +4,9% | |
| MitsuiCo | 11,7 | +4,1% | |
| Sharp | 8,7 | +1,2% |
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