21.04.2006 12:44
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Börsen in Asien: Überwiegend mit Kursgewinnen ins Wochenende

Die asiatischen Börsen verabschiedeten sich größtenteils mit Kursgewinnen in das Wochenende. Die Kursrallye des chinesischen Shanghai Composite hielt unvermindert an, dagegen machten die Marktteilnehmer in Hongkong Kasse. Der japanische Nikkei 225 profitierte von der optimistischen Stimmung der Marktteilnehmer bezüglich der bevorstehenden Berichtssaison und erholte sich von den gestrigen Gewinnmitnahmen, bis Handelsende gewann der Leitindex 0,50 Prozent auf 17.403,96 Punkte hinzu. Der marktbreitere TOPIX stieg daneben um 0,49 Prozent auf 1.756,40 Zähler.

Durchweg grüne Vorzeichen fuhr der Automobilsektor ein, die kräftigsten Gewinne verzeichneten hier Honda-Aktien mit einem knapp 5-prozentigen Aufschlag. Für Toyota, Suzuki und Nissan ging es daneben um jeweils mehr als 2 Prozent aufwärts, Mazda-Papiere schlossen ebenfalls merklich höher.

Im Technologiesektor knüpften Sony an die starken Vortagesgewinne an und tendierten 3,5 Prozent fester, ähnlich starke Kurszuwächse verbuchten aber auch Kyocera-Papiere. Dagegen mieden die Marktteilnehmer Stahltitel, unter anderem verloren JFE-Aktien mehr als 3 Prozent.

Japan:

Nikkei 225: 17.403,96 (+0,50 Prozent)

TOPIX: 1.756,40 (+0,49 Prozent)

China:

Hang Seng: 16.912,15 (-0,19 Prozent)

Shanghai Composite: 1416,79 (+2,23 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 773,06 (-0,19 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.451,31 (+1,20 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die japanische NEC Corp. (ISIN JP3733000008/ WKN 853675), der drittgrößte Elektronikkonzern in Japan, hat ihre Gewinnprognose für das abgelaufene Fiskaljahr heute deutlich gesenkt, was auf einen höheren Verlust der Chip-Sparte zurückzuführen ist. Demzufolge soll sich der Nettogewinn auf 13 Mrd. Japanische Yen (JPY) belaufen, nachdem NEC hier zuletzt noch 60 Mrd. JPY in Aussicht stellte. Die Chip-Sparte NEC Electronics Corp. (ISIN JP3164720009/ WKN 812960), der weltweit achtgrößte Chip-Hersteller und die Nummer drei in Japan, verbuchte nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Fiskaljahr einen Nettoverlust von 98 Mrd. JPY. Zuvor stellte NEC Electronics, die sich zu 70 Prozent im Besitz von NEC befinden, einen Nettoverlust von lediglich 20 Mrd. JPY in Aussicht. Das Ergebnis beinhaltet dabei einmalige Sondereffekte in Höhe von 70 Mrd. JPY im Zusammenhang mit einem Patentstreit, Lizenzzahlungen und nachträglicher steuerlicher Belastungen. Der Umsatz lag mit 646 Mrd. JPY leicht über der Prognose von 635 Mrd. JPY.

Die Mitsui & Co. Ltd. (ISIN JP3893600001/ WKN 853656), die zweitgrößte Handelsgesellschaft in Japan, meldete heute, dass sie für 500 Mio. Dollar in bar 50 Prozent ihrer gesamten Öl- und Gas-Rechte im Golf von Mexiko von der Pogo Producing Co. (ISIN US7304481077/ WKN 851237) erwerben wird. Mit der Beteiligung, die man vom amerikanischen Öl- und Gas-Explorationsunternehmen zusammen mit der Mitsui & Co. (U.S.A.) Inc. und der Mitsui Oil Exploration Co. Ltd. übernimmt, hat der Mitsui-Konzern das Recht, Öl- und Erdgasfelder in dem entsprechenden Gebiet zu entwickeln und zu fördern. Mit der Transaktion wird die Produktionskapazität des japanischen Konzerns um rund 8.000 Barrel Öl pro Tag und um ca. 24 Millionen Kubikfuß Gas pro Tag gesteigert. Wie Pogo mitteilte, wird man die Erlöse aus dem Verkauf zur Finanzierung der Akquisition der Latigo Petroleum Inc. verwenden. Die Transaktion mit Mitsui soll im Juni abgeschlossen werden.

Die japanische Hoya Corp. (ISIN JP3837800006/ WKN 856625), der weltgrößte Hersteller von LCD-Fotomasken, meldete heute Geschäftszahlen für das vierte Quartal. Der Nettogewinn stieg demnach von 15,1 Mrd. Japanische Yen (JPY) auf 16,5 Mrd. JPY, der operative Gewinn verbesserte sich von 19,3 Mrd. JPY auf 24 Mrd. JPY. Der Nettoumsatz kletterte von 76,9 Mrd. JPY auf 90,2 Mrd. JPY. Im abgelaufenen Fiskaljahr verbesserte sich der Nettogewinn um 18 Prozent von 64,1 Mrd. JPY auf 75,6 Mrd. JPY, der operative Gewinn stieg um 19 Prozent von 84,9 Mrd. JPY auf 101,1 Mrd. JPY während sich der Nettoumsatz um 12 Prozent von 308,2 Mrd. JPY auf 344,2 Mrd. JPY erhöhte.

Der in Singapur ansässige Chip-Hersteller Chartered Semiconductor Manufacturing Ltd. (ISIN SG1H23874727/ WKN 929000) meldete heute, dass er im ersten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat. Der Nettogewinn belief sich auf 25,3 Mio. Dollar bzw. 9 Cents pro Aktie (ADS), gegenüber einem Fehlbetrag von 84,5 Mio. Dollar im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Überschuss von lediglich 17,4 Mio. Dollar ausgegangen. Der Umsatz kletterte von 181,4 Mio. Dollar auf 355,2 Mio. Dollar. Für das zweite Quartal rechnet der Konzern mit einem Nettogewinn von 11 bis 21 Mio. Dollar bzw. 3 bis 7 Cents pro Aktie (ADS). Die Erlöse sollen 359 bis 367 Mio. Dollar betragen.

Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) hat von der chinesischen Bankenaufsicht die offizielle Genehmigung für ihre Beteiligung an der chinesischen Huaxia Bank erhalten. Wie das "Handelsblatt" heute berichtet, hat die chinesische Bankaufsicht laut einer Mitteilung der chinesischen Huaxia Bank die Beteiligung der Deutschen Bank sowie der Privatbank Sal. Oppenheim offiziell genehmigt. Die Deutsche Bank war Mitte Oktober zusammen mit Sal. Oppenheim für rund 268 Mio. Euro bei dem chinesischen Kreditinstitut eingestiegen. Das mittelgroße chinesische Bankhaus hat laut Deutscher Bank etwa 8,2 Millionen Privatkunden und rund 130 000 Geschäftskunden. Die Deutsche Bank ist mit knapp 10 Prozent an der chinesischen Bank beteiligt, während Sal. Oppenheim mit gut 4 Prozent beteiligt ist, hieß es weiter.

Die Satyam Computer Services Ltd. (ISIN US8040981016/ WKN 675236), der viertgrößte Software-Hersteller in Indien, meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal um 38 Prozent zugelegt hat. Der Nettogewinn belief sich auf 2,85 Mrd. Indische Rupien (INR), gegenüber 2,06 Mrd. INR im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 35 Prozent auf 13,14 Mrd. INR. Analysten hatten zuvor mit einem Gewinn von 2,88 Mrd. INR und einem Umsatz von 13,38 Mrd. INR gerechnet. Für das laufende Geschäftsjahr zum 31. März 2007 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum von 25,2 bis 27,3 Prozent und einem EPS-Zuwachs von 18 bis 20 Prozent.

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