28.11.2007 12:56
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Börsen in Asien: Überwiegend schwächer, Wells Fargo belastet Finanztitel

Tokio (aktiencheck.de AG) - Trotz hervorragender Vorgaben aus New York haben die größten Börsen in Asien am Mittwoch mit Ausnahme des Hongkonger Aktienmarktes schwächer geschlossen. Die deutlichsten Kursverluste erlitten dabei die Märkte in Shanghai und Seoul. In Tokio bröckelte der Nikkei um 0,45 Prozent auf 15.152,78 Punkte ab. Der TOPIX büßte 0,21 Prozent auf 1.475,64 Zähler ein.

Im Technologiesegment gewannen Papiere von NEC Electronics mehr als 3 Prozent. Die angeschlagene Chip-Sparte des Elektronikkonzerns NEC hat heute nach Börsenschluss einen Restrukturierungsplan vorgestellt. Im Vorfeld war eine Pressekonferenz anberaumt worden. Daneben setzten Sony den steilen Aufwärtstrend der vergangenen Tage fort und gewannen 3,3 Prozent. Deutlich im Plus schlossen außerdem Canon und Olympus. Nikon sackten indes um 4,6 Prozent und Fujitsu um 3,4 Prozent ab.

Belastet von der jüngsten Yen-Stärke verloren Toyota 1,6 Prozent und Honda 1,4 Prozent. Dagegen verbesserten sich Nissan um 2,2 Prozent und Mazda um 1,1 Prozent. Im Finanzsektor bröckelten Papiere der Großbank Mitsubishi UFJ Financial um 1,6 Prozent ab. Anteilsscheine der beiden Mitbewerber Mizuho Financial und Sumitomo Mitsui Financial büßten 1,8 Prozent bzw. 2,4 Prozent ein. Am Vorabend hat die amerikanische Großbank Wells Fargo angesichts der weiter schwelenden Krise am US-Hypothekenmarkt sowie an den internationalen Kreditmärkten weitere milliardenschwere Abschreibungen angekündigt.

In Hongkong gewannen China Mobile 1,4 Prozent und China Telecom 5,4 Prozent. PetroChina und CNOOC sackten indes um 1,1 Prozent bzw. um 0,6 Prozent ab.

Japan:

Nikkei 225: 15.153,78 (-0,45 Prozent)

TOPIX: 1.475,64 (-0,21 Prozent)

China:

Hang Seng: 27.371,24 (+0,59 Prozent)

Shanghai Composite: 4.803,39 (-1,19 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 820,52 (-0,30 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.834,69 (-1,35 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die japanische Yamaha Corp. (ISIN JP3942600002/ WKN 855314), der weltgrößte Klavierhersteller, hat einem Pressebericht zufolge am gestrigen Dienstag zugestimmt, die bekannte österreichische Klaviermanufaktur Bosendorfer zu übernehmen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet, dürfte der Kaufpreis bei rund 15 Mio. Euro liegen. Verkäufer sei das amerikanische Private Equity-Unternehmen Cerberus Group. Yamaha habe eine Standortgarantie ausgesprochen und wolle an den rund 180 Mitarbeitern festhalten.

Die NEC Electronics Corp. (ISIN JP3164720009/ WKN 812960), die angeschlagene Chip-Sparte des japanischen Elektronikkonzerns NEC Corp. (ISIN JP3733000008/ WKN 853675), hat heute nach Börsenschluss einen Restrukturierungsplan vorgestellt. Zur Verbesserung des Qualitätsmanagements und der Profitabilität sowie zur Kostenreduktion soll die Anzahl der heimischen Tochtergesellschaften, die sich auf die Chip-Produktion spezialisiert haben, von gegenwärtig sechs auf drei reduziert werden. Bis März 2009 soll darüber hinaus eine Produktionslinie in Sagamihara geschlossen werden. Die Forschungsabteilung des Standorts soll nach Yamagata verlegt werden.

Die Wettbewerbsbehörde der Europäischen Kommission hat eine Reihe von Glasproduzenten zu hohen Geldbußen wegen illegaler Preisabsprachen verurteilt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat die Wettbewerbsbehörde gegen die Flachglasproduzenten Compagnie de Saint-Gobain S.A. (ISIN FR0000125007/ WKN 872087), die japanische Asahi Glass Co. Ltd. (ISIN JP3112000009/ WKN 853783), den amerikanischen Glashersteller Guardian und die britische Pilkington Geldstrafen in Höhe von 486,9 Mio. Euro verhängt. (28.11.2007/ac/n/m)

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