02.07.2008 12:15
Drucken |

Schrift:

Börsen in Asien: Weitere Verluste in Tokio, Showa Shell im Blick

Tokio (aktiencheck.de AG) - Ungeachtet der leicht positiven US-Vorgaben haben die größten Börsen in Asien am Mittwoch Verluste hinnehmen müssen. Die deutlichsten Abschläge wurden dabei aus Hongkong und Seoul gemeldet. Die japanische Börse schloss nun den zehnten Tag infolge im Minus. Der Nikkei-Index verlor 1,31 Prozent auf 13.286,37 Zähler. Der marktbreitere TOPIX gab daneben 1,43 Prozent ab auf 1.301,15 Punkte.

Mit Ausnahme von Honda hatten alle großen japanischen Automobilhersteller im Juni mit rückläufigen US-Absatzzahlen zu kämpfen. Toyota gaben 1,4 Prozent, Mazda 1,1 Prozent, Nissan 2 Prozent und Mitsubishi 3,1 Prozent ab. Für Honda ging es um 1,1 Prozent nach unten. Technologiewerte entwickelten sich überwiegend schwächer. Mitunter verloren Sony 0,7 Prozent, Canon 2,6 Prozent und NEC 2 Prozent. Gegen den schwachen Trend stiegen Softbank um 1,5 Prozent, Nintendo um 1,3 Prozent und Fujitsu um 1,8 Prozent.

Anteilsscheine von Showa Shell Sekiyu gingen 0,8 Prozent fester aus dem Handel. Einem Pressebericht zufolge plant der Betreiber von Raffinerieanlagen Investitionen in Höhe von über 100 Mrd. Japanische Yen in den Bau einer der weltgrößten Fabriken für Solarpanels.

In Hongkong bröckelte HSBC als Umsatzspitzenreiter um 1,9 Prozent ab. Weitere Verlierer waren unter anderem China Mobile (-2,1 Prozent), China Life (-3,5 Prozent) und Sinopec (-3,6 Prozent). Dagegen stachen CNOOC mit +4,8 Prozent ins Auge.

Japan:

Nikkei 225: 13.286,37 (-1,31 Prozent)

TOPIX: 1.301,15 (-1,43 Prozent)

China:

Hang Seng: 21.704,45 (-1,80 Prozent)

Shanghai Composite: 2.651,73 (+0,00 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 759,61 (-1,17 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.623,60 (-2,57 Prozent)

Unternehmensmeldungen

Die Toyota Motor Sales U.S.A. Inc., die US-Tochter der Toyota Motor Corp. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510), veröffentlichte am Dienstag die US-Absatzzahlen für den Monat Juni. Der größte japanische Automobilkonzern musste dabei deutlich rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen. Den Angaben zufolge ging der Absatz in den USA um 21,4 Prozent auf nunmehr 193.234 Fahrzeuge zurück. Besonders SUVs und Pick-Ups mussten drastische Absatzeinbußen hinnehmen.

Die American Honda Motor Co., die US-Tochter der japanischen Honda Motor Co. Ltd. (ISIN JP3854600008/ WKN 853226), veröffentlichte am Dienstag die US-Absatzzahlen für den Monat Juni. Der zweitgrößte japanische Automobilkonzern konnte dabei einen Absatzanstieg erzielen. So stieg der Absatz in den USA um 1,1 Prozent auf 142.539 Fahrzeuge. Bereinigt um drei zusätzliche Werktage im Vorjahresmonat stieg der Absatz um 13,8 Prozent. Dabei erhöhte sich der Absatz der Marke Honda um 4,8 Prozent. Der Absatz der Luxusmarke Acura ging indes um 25,6 Prozent zurück.

Die Showa Shell Sekiyu K.K. (ISIN JP3366800005/ WKN 858088), die japanische Raffinerie-Sparte der britisch-niederländischen Royal Dutch Shell Group plc (ISIN GB00B03MLX29/ WKN A0D94M), und der fünftgrößte Betreiber von Raffinerieanlagen in Japan, plant einem Pressebericht zufolge Investitionen in Höhe von über 100 Mrd. Japanische Yen (JPY) in den Bau einer der weltgrößten Fabriken für Solarpanels. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute berichtet, soll die Anlage über eine jährliche Fertigungskapazität von 1.000 Megawatt verfügen. Die Arbeiten sollen im Jahr 2011 beginnen. Neben Japan werden Standorte in Europa und dem Mittleren Osten erwägt. Um die Produktionskosten niedrig zu halten, werde Showa Shell außerdem eine Kooperation mit dem japanischen Halbleiterausrüster Ulvac Inc. schließen. In diesem Zusammenhang sind Investitionen in Höhe von 7 Mrd. JPY in eine Forschungsanlage vorgesehen, so der Bericht.

Angesichts der wachsenden Nachfrage nach LCD-Fernsehgeräten erweitert die japanische Konica Minolta Holdings Inc. (ISIN JP3300600008/ WKN 857929) einem Pressebericht zufolge ihre Kapazitäten für Triacetyl Cellulose (TAC) Schutzfolien für LCD-Panels. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Mittwoch berichtet, investiert der Konzern rund 18 Mrd. Japanische Yen (JPY) in einen Werksneubau. Die Anlage solle ihren Betrieb im Herbst 2009 aufnehmen und die TAC-Kapazitäten von Konica Minolta um etwa 20 Prozent auf jährlich 270 Mio. Quadratmeter erhöhen. (02.07.2008/ac/n/m)

Was denken Sie über die KfW?
Wichtige Institution
Stümperhafte Vorstände
Sollte abgeschafft werden
Milliardengrab für Steuergelder
Muss umgebaut werden




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige