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Börsen in Europa: Abwärtstrend schwächt sich ab, Enel im Blick
In London fallen HBOS um 3,6 Prozent zurück, obwohl die Bankgesellschaft ihren Gewinn im zweiten Halbjahr stärker als erwartet steigern konnte. Rot ist erneut die dominierende Farbe im Rohstoffsektor, hier verlieren unter anderem Anglo American 2,4 Prozent, BHP Billiton 2,1 Prozent und BP 1,2 Prozent. Bouygues-Papiere geben in Paris 0,6 Prozent ab. Der weltweit zweitgrößte Baukonzern konnte seinen Gewinn im vierten Quartal um 76 Prozent steigern und die Erwartungen des Marktes damit schlagen. Anteilsscheine von Carrefour trotzen dem schwachen Umfeld und schaffen es mit einem satten Aufschlag von 3,2 Prozent an die Spitze des CAC40.
In Mailand trennen sich die Anleger verstärkt von Enel-Titeln, aktuell geht es hier um 2,7 Prozent abwärts. Wie der Energieversorger am Vorabend überraschend bekannt gab, hat man sich mit knapp 10 Prozent an seinem spanischen Mitbewerber Endesa beteiligt. Aktien von Endesa bleiben vom Handel ausgesetzt. Holcim verbessern sich in Zürich um 1 Prozent. Der Zementhersteller konnte im abgelaufenen Fiskaljahr von der deutlich anziehenden Baukonjunktur profitieren und ein Rekordergebnis ausweisen.
Indexstände (14:13 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.114,08 (-1,03 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.691,79 (-1,05 Prozent)
EURONEXT 100: 964,34 (-0,93 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.220,80 (-1,04 Prozent)
CAC40 (Paris): 5.532,36 (-1,00 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 41.421,00 (-0,47 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 14.289,10 (-0,83 Prozent)
SMI (Zürich): 8.834,98 (-0,84 Prozent)
ATX (Wien): 4.361,52 (-0,25 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die HBOS plc (ISIN GB0030587504/ WKN 677485), die viertgrößte Bankgesellschaft in Großbritannien, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im zweiten Halbjahr um 26 Prozent steigern konnte, was auf höhere Einnahmen aus den Bereichen Corporate Banking und Versicherungen zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 2,12 Mrd. Britische Pfund (GBP) bzw. 54,6 Pence pro Aktie, im Vergleich zu 1,68 Mrd. GBP 42,2 Pence pro Aktie im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2 Mrd. GBP ausgegangen. Im Gesamtjahr lag der Gewinn vor Steuern bei 5,71 Mrd. GBP und damit über der durchschnittlichen Marktschätzung von 5,46 Mrd. GBP.
Die französische Werbekonzern Publicis Groupe S.A. (ISIN FR0000130577/ WKN 859386) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund der starken Entwicklung in allen Segmenten des Kerngeschäfts einen Ergebnisanstieg. Wie der weltweit viertgrößte Webekonzern heute erklärte, verbesserte sich der operative Gewinn von 649 Mio. Euro auf 713 Mio. Euro. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter kletterte von 386 Mio. Euro auf 443 Mio. Euro, während der Gewinn je Aktie von 1,62 Euro auf 2,01 Euro anstieg. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 4,13 Mrd. Euro auf 4,39 Mrd. Euro, wobei das organische Umsatzzuwachs 5,6 Prozent betrug. Deutliche Zuwachsraten verzeichnete man vor allem in den Regionen Lateinamerika (+9,3 Prozent), Asien-Pazifik (+9,3 Prozent) sowie Nordamerika (+5,3 Prozent) und Europa (+5 Prozent). Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich Publicis bezüglich der weiteren Ergebnisentwicklung optimistisch. Für das abgelaufene Fiskaljahr wird die Dividende von 0,36 Euro auf 0,50 Euro angehoben.
Die Bouygues S.A. (ISIN FR0000120503/ WKN 858821), der weltweit zweitgrößte Baukonzern, gab heute bekannt, dass sich ihr Gewinn im vierten Quartal um 76 Prozent erhöht hat, was das Ergebnis von realisierten Straßenbauprojekten und einer starken Nachfrage im Wohnungsbau in Frankreich ist. Der Nettogewinn betrug demnach 323 Mio. Euro, gegenüber 184 Mio. Euro im Vorjahr. Im Gesamtjahr kletterte der Nettogewinn um 50 Prozent auf 1,25 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Jahresgewinn von 1,15 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr nahm um 10 Prozent auf 26,41 Mrd. Euro zu, während das operative Ergebnis um 8 Prozent auf 1,88 Mrd. Euro zulegen konnte. Der Cash-Flow erhöhte sich in 2006 um 2 Prozent auf 3,16 Mrd. Euro. Die Nettoverbindlichkeiten lagen Ende 2006 bei 4,18 Mrd. Euro (+78 Prozent).
Der österreichische Baumaschinenhersteller PALFINGER AG (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) konnte aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage in Zentral- und Osteuropa beim Ergebnis im abgelaufenen Fiskaljahr spürbar zulegen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im abgelaufenen Fiskaljahr bei 77,0 Mio. Euro, nach 65,1 Mio. Euro im Vorjahr. Beim Konzernergebnis konnte PALFINGER einen Anstieg von 48,1 Mio. Euro auf 56,6 Mio. Euro vorweisen. Das ertragreiche Krangeschäft in Europa wurde 2006 vom anhaltenden Trend zu höheren Leistungsklassen und Ausrüstungsvarianten, von der herausragenden Marktposition in Westeuropa und den überproportionalen Zuwachsraten in Osteuropa geprägt. Im Servicebereich konnten im Vergleich zum Vorjahr Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert werden. Beim Konzernumsatz verzeichnete PALFINGER einen Anstieg von 520,0 Mio. Euro auf 585,3 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2007 wird mit den gleichen makroökonomischen Rahmenbedingungen wie im Vorjahr gerechnet. Der zentrale Schwerpunkt für das Geschäftsjahr 2007 ist die nachhaltige Absicherung der Technologie- und Innovationsführerschaft und damit die Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses.
Der schweizerische Zementhersteller Holcim Ltd. (ISIN CH0012214059/ WKN 869898) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr von der deutlich anziehenden Baukonjunktur profitieren und ein Rekordergebnis ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Betriebsgewinn im Gesamtjahr bei 4,39 Mrd. Schweizer Franken (CHF), nach 3,32 Mrd. CHF im Vorjahr. Dies entspricht einem Plus von 32,2 Prozent. Die Umsatzerlöse verbesserten sich von 18,47 Mrd. CHF auf 24,0 Mrd. CHF. Beim Konzerngewinn nach Anteilen Dritter verzeichnete man einen Anstieg von 1,51 Mrd. CHF auf 2,10 Mrd. CHF. Für das Gesamtjahr erwartet Holcim einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf, wobei man trotz der Abschwächung in einigen Märkten von einem Erreichen des langfristigen internen betrieblichen EBITDA-Wachstumsziels von 5 Prozent ausgeht.
Der italienische Energieversorger Enel S.p.A. (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) hat sich überraschend an dem spanischen Energiekonzern Endesa S.A. (ISIN ES0130670112/ WKN 871028) beteiligt. Wie aus einer am Dienstagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der italienische Konzern insgesamt 105.800.000 Aktien seines spanischen Wettbewerbers erworben. Dies entspricht einer Beteiligung von 9,99 Prozent. Der Anteilserwerb erfolgte nach Aussage von Enel im Rahmen der Konzernstrategie, welche eine Stärkung der Marktposition auf dem europäischen Energieversorgermarkt vorsieht. Damit dürften sich für die deutsche E.ON AG (ISIN DE0007614406/ WKN 761440) bei der geplanten Übernahme von Endesa neue Schwierigkeiten ergeben. (28.02.2007/ac/n/m)
| 04.07.2008 | HBOS sell | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 20.03.2008 | HBOS meiden | Frankfurter Tagesdienst | |
| 20.03.2008 | HBOS hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 29.02.2008 | HBOS underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 02.03.2007 | HBOS underweight | JP Morgan |
Aktien in diesem Artikel
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