18.07.2008 14:24
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Börsen in Europa: Deutlich fester, Finanzwerte nach Citigroup-Zahlen im Höhenflug

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen entwickeln sich am Freitag durchweg positiv. Der Markt profitiert dabei insbesondere von den Quartalszahlen der Citigroup. Die größte Bankgesellschaft in den USA musste im zweiten Quartal aufgrund von Sonderbelastungen angesichts der Kreditmarktkrise zwar einen Milliardenverlust ausweisen, die schlimmsten Befürchtungen der Analysten sind allerdings nicht eingetreten.

Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 1,27 Prozent und steht bei 3.297,59 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 1,01 Prozent zu auf 2.815,63 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 klettert um 0,39 Prozent auf 740,94 Indexpunkte. An den europäischen Länderbörsen sind ebenfalls deutliche Zuwächse zu beobachten.

Wie bereits gestern zählen Finanzwerte zu den Favoriten. An der Londoner Börse verfestigen sich Barclays um 8 Prozent, HBOS um gut 4 Prozent und RBS um 10 Prozent. In Paris steigen BNP Paribas um 4 Prozent, Société Générale um 5,1 Prozent und Crédit Agricole um 4,5 Prozent. In Zürich gewinnen Julius Bär 3,7 Prozent, UBS 7,1 Prozent und Credit Suisse 5,2 Prozent.

Papiere von L'Oréal verlieren in Paris knapp 5 Prozent. Wie am Vorabend bekannt wurde, konnte der größte Kosmetikkonzern der Welt den Umsatz in den ersten sechs Monaten lediglich um 1,6 Prozent steigern. In Zürich verlieren Titel des Großaktionärs Nestlé fast 3 Prozent. Sanofi-Aventis rücken um 2 Prozent vor. Der tschechische Generikahersteller Zentiva gab zuvor bekannt, dass er die Offerte des französischen Pharmakonzerns zurückgewiesen hat. Nach einer Gewinnwarnung brechen dagegen Papiere der Einzelhandelskette Delhaize in Brüssel um mehr als 14 Prozent ein. Ericsson rücken in Stockholm nach einem Auftrag des japanischen Mobilfunkbetreibers Softbank Mobile um fast 3 Prozent vor.

Indexstände (14:14 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.297,59 (+1,27 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.815,63 (+1,01 Prozent)

EURONEXT 100: 740,94 (+0,39 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.338,60 (+0,99 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.264,02 (+0,90 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 27.934,00 (+0,96 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.830,30 (+1,62 Prozent)

SMI (Zürich): 6.789,26 (+0,74 Prozent)

ATX (Wien): 3.540,88 (+0,39 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal S.A (ISIN FR0000120321/ WKN 853888) gab am Donnerstag die Umsatzzahlen für das erste Halbjahr 2008 bekannt. Der größte Kosmetikkonzern der Welt konnte den Umsatz in den ersten sechs Monaten um 1,6 Prozent steigern. Auf vergleichbarer Basis und exklusive Währungseffekte betrug das Plus 5,3 Prozent. Im zweiten Quartal betrug das bereinigte Umsatzplus 5,5 Prozent.

Der tschechische Generikahersteller Zentiva N.V. (ISIN NL0000405173/ WKN A0B5ZZ) gab heute bekannt, dass er die Offerte der französischen Sanofi-Aventis S.A. (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) zurückgewiesen hat. Wie aus einer Pressemitteilung von Sanofi-Aventis vor einer Woche hervorgeht, bietet der weltweit drittgrößte Pharmakonzern 1.050 Tschechische Kronen (CZK) je Aktie von Zentiva, was einem Gesamtvolumen von umgerechnet 1,66 Mrd. Euro entspricht. Den heutigen Angaben zufolge sieht Zentiva in der Offerte von Sanofi-Aventis den Wert des Unternehmens sowie dessen Perspektiven nicht ausreichend berücksichtigt. Der französische Konzern hält indes bereits 25 Prozent der Zentiva-Anteile.

Der österreichische Mineralölkonzern OMV AG (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) veröffentlichte heute sein Trading Statement, das grundlegende Informationen über das am 30. Juni 2008 abgelaufene Quartal inklusive Daten betreffend das wirtschaftliche Umfeld sowie die Performance von OMV in dieser Periode bietet. Den Angaben zufolge lag die gesamte Öl- und Gasproduktion des Konzerns im zweiten Quartal bei 311.000 boe/d. Die Abwertung des US-Dollar im Vergleich zum Euro setzte sich fort, was sich negativ auf die Erlöse auswirkte. Das hohe Ölpreis-Niveau hat die Erlöse hingegen positiv beeinflusst. Der Explorationsaufwand lag über dem Niveau des ersten Quartals 2008. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, führten hohe Mitteldestillat-Spreads zu gestiegenen Margen in den westlichen Raffinerien, während die Raffineriemargen bei Petrom von schwächeren Margen bei Benzin und schweren Produkten beeinträchtigt waren. Der höhere Ölpreis belastete die Kosten des Eigenenergieverbrauchs, führte aber auch zu positiven Lagereffekten.

Die belgische Einzelhandelskette Delhaize Group S.A. (ISIN BE0003562700/ WKN 853151) hat heute ihre Gewinnschätzungen für das laufende Fiskaljahr deutlich nach unten korrigiert. Demnach erwartet der Einzelhandelskonzern für das laufende Fiskaljahr einen Anstieg beim Nettoergebnis im Bereich von lediglich 15 bis 20 Prozent, nachdem man zuvor einem Plus im Bereich von 25 und 30 Prozent ausgegangen war. Beim Umsatzwachstum auf Konzernebene wurde die ursprüngliche Schätzung von +4,0 bis +5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf +3,0 bis +4,5 Prozent abgesenkt. Begründet wurde der schwache Ausblick auf das Gesamtjahr mit dem deutlich eingetrübten Konsumentenverhalten in Europa und den USA.

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) gab heute bekannt, dass er mit der Softbank Mobile Corp., der Mobilfunksparte des japanischen Internet- und Mobilfunkunternehmens Softbank Corp. (ISIN JP3436100006/ WKN 891624), einen Rahmenvertrag geschlossen hat, der den Ausbau und die Aufrüstung von deren HSPA (High Speed Packet Access) Netzwerk vorsieht. Im Rahmen dieses Abkommens, durch das Softbank Mobile seine Netzwerkkapazität erhöht und noch schnelleres Mobile Broadband anbieten kann, stellt Ericsson fortgeschrittene HSPA-Technologie für neue und bestehende Basisstationen in den Gebieten Tokio, Nagoya und Osaka zur Verfügung. (18.07.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

LOréal 68,0 -3,3%
Sanofi-Aventis 48,8 +0,2%
OMV 43,7 +1,5%
Delhaize Group 43,0 +3,4%
Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B) 7,8 -0,8%
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Unverändert




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