AllianceLeicester Aktie [WKN: 906656 / ISIN: GB0000386143]

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14.07.2008 14:25
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Börsen in Europa: Deutlich fester, Übernahmen im Blick

Paris (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf zahlreiche Übernahmemeldungen- und spekulationen sowie positive US-Futures präsentieren sich die europäischen Börsen zum Wochenauftakt deutlich fester. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 1,31 Prozent und notiert bei 3.239,77 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 1,52 Prozent zu auf 2.797,88 Zähler. Ferner zieht der in Paris berechnete EURONEXT 100 um 1,48 Prozent an auf 732,67 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.

An der Londoner Börse springen Alliance & Leicester um 47 Prozent. Zuvor wurde bekannt, dass die Bankgesellschaft einer Übernahme durch die spanische Banco Santander (+1,2 Prozent) für 1,26 Mrd. Britische Pfund zugestimmt hat. Titel der RBS rücken um 3,6 Prozent vor. Hier steht ein Pressebericht im Fokus, wonach die Bankgesellschaft ihre Beteiligung an der Bank of China behalten will. Bei ITV steht ein Plus von knapp 14 Prozent auf dem Kurszettel. Das Rundfunkunternehmen könnte Presseangaben zufolge von der niederländischen Endemol und anderen Medienunternehmen ein Übernahmegebot erhalten. Für Imperial Energy geht es um fast 18 Prozent in die Höhe. Wie der Ölkonzern mitteilte, hat er ein Übernahmeangebot erhalten. Nähere Einzelheiten sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht bekannt.

In Amsterdam gewinnen Anteilsscheine von TNT annähernd 30 Prozent. Der Wert profitiert von einem Pressebericht, wonach sich der amerikanische Logistikkonzern FedEx derzeit in Gesprächen zur Übernahme des niederländischen Konkurrenten befindet. Philips Electronics ziehen um knapp 7 Prozent an. Der Technologiekonzern musste im abgelaufenen Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erwartungen des Marktes wurden jedoch übertroffen.

Die Aktie von InBev gibt in Brüssel 1,3 Prozent ab. Der US-Brauer Anheuser-Busch zuvor hat ein verbessertes Übernahmeangebot des belgischen Mitbewerbers in Höhe von 52 Mrd. Dollar angenommen. In Paris springen EADS um 7,5 Prozent. Der Flugzeughersteller Airbus, eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns, verfügt eigenen Angaben zufolge zum ersten Halbjahr über einen milliardenschweren Auftragsbestand.

Indexstände (14:07 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.239,77 (+1,31 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.797,88 (+1,52 Prozent)

EURONEXT 100: 732,67 (+1,48 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.357,70 (+1,83 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.176,13 (+1,84 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 27.924,00 (+0,90 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.573,40 (+1,67 Prozent)

SMI (Zürich): 6.733,31 (+1,42 Prozent)

ATX (Wien): 3.577,52 (+0,87 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die britische Bankgesellschaft Alliance & Leicester plc (A&L) (ISIN GB0000386143/ WKN 906656) hat einer Übernahme durch die spanische Banco Santander S.A. (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) für 1,26 Mrd. Britische Pfund (GBP) zugestimmt. Wie die größte Bankgesellschaft in Spanien heute bestätigte, wird sie das britische Kreditinstitut im Rahmen eines Aktientauschs übernehmen. Dabei erhalten A&L-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine drei Santander-Aktien. Inklusive der Ausschüttung einer Zwischendividende in Höhe von 18 Pence pro Aktie ergibt sich ein Gesamtwert von 317 Pence je A&L-Aktie, hieß es.

Das britische Rundfunkunternehmen ITV plc (ISIN GB0033986497/ WKN A0BLQP) könnte Presseangaben zufolge von der niederländischen Endemol N.V. und anderen Medienunternehmen ein Übernahmegebot erhalten. Wie die "Financial Times" berichtet, wird Endemol wahrscheinlich kleinere Produzenten zukaufen. Dabei könnte ein Zusammenschluss mit ITV unter Umständen Sinn machen, so die Zeitung unter Berufung auf Endemol-Mitgründer John de Mol. Wie der "Observer" separat dazu berichtet, hat ITV mit strategischen Investoren gesprochen, die den 17,9-prozentigen ITV-Anteil der British Sky Broadcasting Group plc (BSkyB) (ISIN GB0001411924/ WKN 893517) erwerben wollen - als Einleitung für eine mögliche Offerte.

Die britische Bankgesellschaft Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) (ISIN GB0007547838/ WKN 865142) will einem Pressebericht zufolge ihre Beteiligung an der Bank of China Ltd. (ISIN CNE1000001Z5/ WKN A0M4WZ) behalten. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf Aussagen eines hochrangigen Managers des britischen Finanzkonzerns berichtet, will die RBS ihre geplante Expansion im Reich der Mitte trotz möglicher weiterer Liquiditätsengpässe weiter fortsetzen. Zuletzt hatte sich der Wert der 5-prozentigen Beteiligung an der Bank of China auf rund 2,4 Mrd. Britische Pfund (GBP) belaufen. Im Jahr 2005 hatte die RBS für ihre Beteiligung an dem chinesischen Kreditinstitut rund 4,7 Mrd. GBP bezahlt.

Der britische Ölkonzern Imperial Energy plc (ISIN GB00B00HD783/ WKN A0B5FW) hat ein Übernahmeangebot erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde der Konzern von einem nicht näher bezeichneten Interessenten kontaktiert, was möglicherweise zu einem Übernahmeangebot für den Konzern führen könnte. Nähere Einzelheiten sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt, hieß es weiter. Im Vorfeld hatte es bereits Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot für Imperial Energy in der Presse gegeben.

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline plc (GSK) (ISIN GB0009252882/ WKN 940561) hat mit der schweizerischen Actelion Ltd. (ISIN CH0010532478/ WKN 936767) eine weitreichende Forschungs- und Entwicklungskooperation vereinbart. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werden beide Unternehmen die Entwicklung von Almorexant hinsichtlich der Ausschöpfung des gesamten Potenzials bei Schlafstörungen und anderen Anwendungsgebieten vorantreiben. Almorexant ist ein Orexin-Rezeptor-Antagonist, der zurzeit in der klinischen Phase III untersucht wird und als erstes Präparat seiner Klasse zur Behandlung der primären Insomnie eingesetzt werden könnte.

Der europäische Flugzeughersteller Airbus, eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914), verfügt zum ersten Halbjahr über einen milliardenschweren Auftragsbestand. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, beläuft sich der Auftragsbestand im Zeitraum von Januar bis Juni dieses Jahres auf insgesamt 525 Maschinen. Der Listenpreis der Bestellungen wurde auf 62 Mrd. Dollar beziffert. Inklusive von Stornierungen und Verschiebungen bei einzelnen Aufträgen verfügt Airbus über einen Netto-Auftragsbestand von 487 Maschinen zum Ende des Monats Juni. Insgesamt hat Airbus heute knapp 3.700 Flugzeuge in den Büchern. Dies entspricht einem komfortablen Volumen von sechs Jahren bei voller Produktion, teilte der Konzern weiter mit.

Der niederländische Technologiekonzern Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) meldete heute, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als halbiert hat, was mit einem hohen Einmalertrag aus dem Verkauf von TSMC-Aktien im Vorjahr und geringeren Verkaufspreisen in den USA zusammenhängt. Der Umsatz erhöhte sich um 7,1 Prozent. Das EBITA stieg im Berichtszeitraum unerwartet um 7 Prozent.

Der amerikanische Logistikkonzern FedEx Corp. (ISIN US31428X1063/ WKN 912029) befindet sich Presseangaben zufolge derzeit in Gesprächen zur Übernahme des niederländischen Konkurrenten TNT N.V. (ISIN NL0000009066/ WKN A0EQU5). Wie die "Financial Times" am Freitag berichtete, führt der US-Konzern demnach vorläufige Gespräche mit TNT. Durch eine Transaktion wolle FedEx sein Paketnetzwerk in Europa verstärken. Über einen Kaufpreis sei jedoch nichts kommuniziert worden.

Der US-Brauer Anheuser-Busch Cos. Inc. (ISIN US0352291035/ WKN 865178) hat ein verbessertes Übernahmeangebot der belgischen InBev S.A. (ISIN BE0003793107/ WKN 590932) in Höhe von 52 Mrd. Dollar angenommen, womit der weltgrößte Brauereikonzern entstehen kann. Wie beide Unternehmen heute mitteilten, zahlt InBev im Rahmen der Transaktion nun 70 Dollar pro Aktie, nach ursprünglich gebotenen 65 Dollar pro Aktie. Das fusionierte Unternehmen, genannt Anheuser-Busch InBev, wird einen Umsatz von rund 36,4 Mrd. Dollar erwirtschaften und rund ein Viertel des weltweiten Bieres brauen. Das InBev-Konzernergebnis wird durch die Übernahme in 2009 voraussichtlich nicht beeinflusst, während es in 2010 positiv beeinflusst werden sollte. (14.07.2008/ac/n/m)

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