25.02.2008 14:17
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Börsen in Europa: Deutlich positiv, Finanzwerte gesucht

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen sind deutlich fester in die neue Woche gestartet. Angetrieben von Gerüchten über eine baldige Rettung des amerikanischen Anleiheversicherers Ambac hat die Wall Street am Freitag nach einem schwachen Start im Plus geschlossen. Der japanische Nikkei-Index legte heute daraufhin mehr als 3 Prozent zu. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verfestigt sich aktuell um 1,22 Prozent auf 3.782,62 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 zieht um 1,39 Prozent auf 3.243,96 Zähler an. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 steigt um 1,17 Prozent auf 867,97 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.

Finanzwerte stehen europaweit auf der Einkaufliste der Anleger. In London gewinnen unter anderem Barclays 3,5 Prozent, RBS 6,3 Prozent und Alliance & Leicester 7,3 Prozent. In Paris ziehen Crédit Agricole um 5 Prozent und BNP Paribas um 4,2 Prozent an.

UBS und Credit Suisse verfestigen sich in Zürich um jeweils mehr als 2 Prozent. Roche rücken um 4 Prozent vor. Wie am Freitagabend bekannt wurde, hat die US-Tochter Genentech von der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Krebsmedikament Avastin überraschend ein beschleunigtes Zulassungsverfahren bei Brustkrebs erhalten.

In Wien geht es für Titel von voestalpine um 3,4 Prozent nach oben. Der Stahlkonzern meldete heute, dass er Umsatz als auch Ergebnis in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres deutlich steigern konnte.

Indexstände (14:01 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.782,62 (+1,22 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.243,96 (+1,39 Prozent)

EURONEXT 100: 867,97 (+1,17 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.974,20 (+1,46 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.901,10 (+1,59 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 33.788,00 (+1,08 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 13.083,60 (+0,51 Prozent)

SMI (Zürich): 7.593,14 (+1,86 Prozent)

ATX (Wien): 4.005,21 (+1,69 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone Group plc (ISIN GB00B16GWD56/ WKN A0J3PN) muss für seine aktuelle DSL-Offensive rund 100 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren ausgeben. Dies berichtete die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe unter Berufung auf die ihr vorliegende Mittelfristplanung des Konzerns. Laut dem Magazin sind die hohen Kosten eine Folge der ungewöhnlich großzügigen Subventionierung neuer DSL-Anschlüsse durch Vodafone. Während Deutschland-Chef Friedrich Joussen bislang darauf geachtet hatte, dass alle Produkte eine gute Rendite abwerfen, weicht Vodafone erstmals von dieser Vorgabe ab, hieß es. Um Marktanteile bei schnellen Internet-Anschlüssen zu gewinnen, subventioniere Joussen seit vergangener Woche jeden DSL-Kunden mit rund 600 Euro und gebe damit mehr für die Akquisition von Kunden aus als jeder andere Anbieter.

Der französische Automobilhersteller Renault S.A. (ISIN FR0000131906/ WKN 893113) will die Produktion von Billigautos auf Basis des Dacia Logan Presseangaben zufolge bis 2011 auf deutlich mehr als 1,4 Millionen Fahrzeuge ausbauen. Wie die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe unter Berufung auf Renault-Vize-Generaldirektor Patrick Plata berichtete, wird die Logan-Plattform, die auch Derivate wie den Sandero, den Van, den Pick-up und andere beinhaltet, bis 2011 auf mehr als 1,4 Millionen Einheiten kommen. Dabei sei der künftige Partner in Russland, Avtovaz, gar nicht inbegriffen. Dadurch würden noch einmal mehrere 100.000 Autos dazukommen. Das von Konzernchef Carlos Ghosn vorgegebene Absatzwachstum von 850.000 Einheiten bis 2009 wird laut Plata demnach vor allem auf das Konto des Billigautos gehen. Zwei Drittel der zusätzlichen Verkäufe würden Logans sein.

Die EDF Energies Nouvelles S.A. (EDF EN) (ISIN FR0010400143/ WKN A0LEEK), die Tochter für Erneuerbare Energien des französischen Energieversorgers Electricite de France (EDF) (ISIN FR0010242511/ WKN A0HG6A), meldete heute, dass sie ihren Gewinn in 2007 mehr als verdoppeln konnte, was mit zusätzlichen Windenergiekapazitäten zusammenhängt. Der operative Gewinn kletterte um 54,8 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2006 um 67,4 Prozent.

Die voestalpine AG (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) erreichte sowohl beim Umsatz als auch in allen Ergebniskategorien in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erneut ein Rekordniveau. Wie der österreichische Stahlkonzern heute mitteilte, wuchsen die Umsatzerlöse um 47,2 Prozent. Das EBIT stieg um 22,8 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich das Ergebnis nach Steuern um 16,7 Prozent. Bei unverändert positivem Ausblick, steuere voestalpine per Ende März 2008 auf ein neuerliches Rekordgeschäftsjahr zu. (25.02.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Vodafone Group 1,6 +1,3%
Renault 36,6 -1,2%
EDF Energies NouvellesAct 27,5 -0,5%
Electricité de France (EDF) 45,9 +2,0%
voestalpine 18,0 -1,4%
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