European Aeronautic Defence and Space Aktie [WKN: 938914 / ISIN: NL0000235190]

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10.05.2007 14:18
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Börsen in Europa: EZB bestätigt Zinsniveau, EADS etwas fester, Bergbautitel schwach

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen entwickeln sich am Donnerstag schwächer. Wie erwartet erhöhte die Bank of England die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent. Die Europäische Zentralbank hielt in ihrer heutigen Sitzung unterdessen an dem bisherigen Zinsniveau von 3,75 Prozent fest. Gespannt warten die Marktteilnehmer auf die Pressekonferenz um 14.30 Uhr, von der sie sich Signale über den weiteren Kurs der EZB erhoffen. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet dürfte hierbei den nächsten Zinsschritt verbal vorbereiten. Mehrheitlich wird infolge der optimistischen Wachstumsprognosen für den Euroraum sowie den jüngsten Kommentare von Trichet für das nächste Treffen am 6. Juni 2007 eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erwartet.

Am Vorabend hat auch die US-Notenbank Fed die Leitzinsen unverändert bei 5,25 Prozent belassen. Im weiteren Tagesverlauf stehen noch wichtige US-Konjunkturdaten zum Arbeitsmarkt sowie zur Handelsbilanz und den Ein- und Ausfuhrpreisen auf der Agenda. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,30 Prozent und notiert bei 4.411,71 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,51 Prozent auf 3.877,39 Zähler ein. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 wiederum gibt 0,22 Prozent auf 1.048,58 Indexpunkte ab. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls rote Vorzeichen.

In Paris tendieren Anteilsscheine von EADS leicht positiv. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete heute, dass er im ersten Quartal bei einem nahezu unveränderten Umsatz ein rückläufiges Ergebnis ausweisen musste. Analysten hatten im Vorfeld allerdings ein noch schlechteres Ergebnis erwartet. Aktien der Bankgesellschaft Société Générale, deren Gewinn im ersten Quartal um knapp 2 Prozent gesunken ist, verlieren 0,7 Prozent. Daneben trennen sich AXA-Investoren von ihren Anteilsscheinen, derzeit bröckelt der Titel um 1,8 Prozent ab. Der Versicherungskonzern konnte seine Einnahmen im ersten Quartal um 34 Prozent steigern, was unter anderem mit der Übernahme der Winterthur-Sparte der Credit Suisse Group zusammenhängt.

In London machen die Anleger im Rohstoffsektor Kasse. BHP Billiton und Rio Tinto büßen jeweils 2,7 Prozent, Anglo American 1,4 Prozent und Antofagasta 1,9 Prozent ein. Papiere des Billig-Fliegers easyJet erholen sich indes von den deutlichen Abschlägen der vergangenen Tage und gewinnen 2,5 Prozent. Aktien von UniCredito büßen in Mailand aufgrund von Gewinnmitnahmen 1,4 Prozent ein. Die größte Bankgesellschaft in Italien steigerte ihren Gewinn im ersten Quartal um 29 Prozent und damit stärker als erwartet.

In Wien bröckeln Titel von Raiffeisen International um über 3 Prozent ab, obwohl das Kreditinstitut im ersten Quartal dank der starken Ergebnisentwicklung in Osteuropa einen deutlichen Ergebnisanstieg verbuchte. Deutliche Abschläge prägen das Bild außerdem bei InBev in Brüssel. Der größte Brauereikonzern der Welt meldete heute, dass sein Gewinn in den vergangenen drei Monaten um 69 Prozent gestiegen ist.

Indexstände (14:05 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.411,71 (-0,30 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.877,39 (-0,51 Prozent)

EURONEXT 100: 1.048,58 (-0,22 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.521,90 (-0,42 Prozent)

CAC40 (Paris): 6.035,89 (-0,26 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 43.671,00 (-0,42 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 14.578,00 (-0,21 Prozent)

SMI (Zürich): 9.390,16 (-0,40 Prozent)

ATX (Wien): 4.696,90 (-0,58 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence & Space Co NV (EADS) (ISIN NL0000235190/ WKN 938914), die Muttergesellschaft des Flugzeugherstellers Airbus, meldete heute, dass er im ersten Quartal bei einem nahezu unveränderten Umsatz ein rückläufiges Ergebnis ausweisen musste. Der Konzernumsatz blieb demnach mit 9,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 9,1 Mrd. Euro)weitgehend stabil. Er wurde durch eine gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringere Umsatzrealisierung im A400M-Programm und den negativen Einfluss des US-Dollars belastet. Airbus lieferte 115 (Vorjahr: 101) Flugzeuge aus und verzeichnete wie EADS Astrium und Eurocopter steigende Umsätze. Das EBIT ging von 791 Mio. Euro auf 89 Mio. Euro zurück, was vor allem mit der Restrukturierungsrückstellung bei Airbus für Power8 in Höhe von 688 Mio. Euro, Kosten für das A380-Programm und weniger Erträge aus Einmaleffekten verglichen mit dem ersten Quartal 2006 zusammenhängt. Eurocopter konnte seinen Beitrag zum Konzern-EBIT steigern und EADS Astrium profitierte wiederum von der erfolgreichen Restrukturierung. Zudem erwirtschaftete EADS Sogerma in neuem Zuschnitt ein positives EBIT. Beim Konzernergebnis verzeichnete die EADS einen Verlust von 10 Mio. Euro bzw. 0,01 Euro je Aktie, nach einem Gewinn von 522 Mio. Euro bzw. 0,66 Euro je Aktie im Vorjahr. Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 550 Mio. Euro (Vorjahr: 536 Mio. Euro). Der leichte Anstieg resultiert aus den laufenden Entwicklungsprogrammen bei Airbus und vermehrten Aufwendungen für Forschung und Technologie (F&T) im gesamten Konzern. Ende März belief sich der Auftragsbestand der EADS auf 261,5 Mrd. Euro (Ende 2006: 262,8 Mrd. Euro), belastet durch einen US-Dollar-Einfluss in Höhe von -2,5 Mrd. Euro. Die Beiträge des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft der EADS erhöhte sich weiter und erreichte zum 31. März 2007 einen Wert von 54,3 Mrd. Euro (Ende 2006: 52,9 Mrd. Euro). Für 2007 rechnet der EADS-Konzern mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich. Das EBIT wird weitgehend stabil bleiben. Auf der Basis eines stabilen US-Dollars bliebe der Umsatz bei Airbus gleich, ausgehend von 440 bis 450 Flugzeugauslieferungen und trotz geringerer Beiträge aus dem A400M-Programm. Im Jahr 2007 wird Airbus wiederum einen erheblichen Verlust verbuchen, was auf Restrukturierungsaufwendungen, weitere Kosten im A380-Programm, mögliche Aufwendungen für den Programmstart der A350XWB, höhere F&E-Aufwendungen und negative Währungseffekte zurückzuführen ist. Das Hubschrauber-, Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft sollte dagegen stabile Umsätze ausweisen und den Gesamtbeitrag zum EBIT bereits im Jahr 2007 auf nahezu 1 Mrd. Euro erhöhen.

Die Société Générale S.A. (ISIN FR0000130809/ WKN 873403), die drittgrößte Bankgesellschaft in Frankreich, meldete heute, dass ihr Gewinn im ersten Quartal um 1,9 Prozent gesunken ist, was auf höhere Einstellungskosten in der Investment Bank und einen Rückgang beim Wert der Investments zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 1,43 Mrd. Euro bzw. 3,26 Euro pro Aktie, gegenüber 1,46 Mrd. Euro bzw. 3,54 Euro pro Aktie im Vorjahr. Die Einnahmen kletterten um 4,8 Prozent auf 6,05 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,39 Mrd. Euro und Einnahmen von 6,14 Mrd. Euro ausgegangen. Die operativen Kosten stiegen im Berichtszeitraum um 8,4 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern lag bei 24,4 Prozent, nach 31,5 Prozent im Vorjahr.

Der französische Versicherungskonzern AXA S.A. (ISIN FR0000120628/ WKN 855705) teilte heute mit, dass seine Einnahmen im ersten Quartal um 34 Prozent gestiegen sind, was u.a. mit der Übernahme der Winterthur-Sparte der Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) zusammenhängt. Die gesamten Einnahmen erhöhten sich demnach auf 29,37 Mrd. Euro, was auch auf eine positive Entwicklung bei Lebensversicherungen und bei Sparprodukten zurückzuführen ist. Das so genannte Annual Premium Equivalent (APE) belief sich auf 2,1 Mrd. Euro, nach 1,57 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem APE in Höhe von 1,95 Mrd. Euro ausgegangen. AXA definiert das APE als Summe aller Prämieneinnahmen aus Lebensversicherungen mit regelmäßigen Zahlungen sowie von einem Zehntel aller Einnahmen aus Versicherungen mit Einmalzahlung.

Die UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832), die größte Bankgesellschaft in Italien, meldete heute, dass sich ihr Gewinn im ersten Quartal um 29 Prozent verbessert hat. Zudem zieht man ein Angebot für den heimischen Konkurrenten Capitalia S.p.A. (ISIN IT0003121495/ WKN 870759) in Betracht. Der Nettogewinn belief sich auf 1,78 Mrd. Euro, im Vergleich zu 1,38 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,54 Mrd. Euro ausgegangen. Die Nettozinseinnahmen erhöhten sich um 9 Prozent auf 3,35 Mrd. Euro. Wie das Kreditinstitut, das durch die Übernahme der HypoVereinsbank mehr als 28 Millionen Kunden in 19 europäischen Ländern gewonnen hat, weiter mitteilte, erwägt es derzeit eine Offerte für die in Rom ansässige Capitalia. Jedoch gebe es derzeit noch keine konkreten Pläne für eine Akquisition. Mit einer Transaktion würde UniCredito seine Position auf dem Heimatmarkt stärken, nachdem die Intesa Sanpaolo S.p.A. (ISIN IT0000072618/ WKN 850605) im Januar die Sanpaolo IMI S.p.A. übernommen hat.

Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU) verbuchte im ersten Quartal dank der starken Ergebnisentwicklung in Osteuropa einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie das österreichische Kreditinstitut heute erklärte, lag der Periodenüberschuss vor Steuern im Berichtszeitraum bei 292,5 Mio. Euro, nach 193,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Periodenüberschuss nach Anteilen Dritter verzeichnete der Finanzkonzern einen Anstieg von 124,2 Mio. Euro auf 192,6 Mio. Euro, was einem Plus von 55 Prozent entspricht. Dabei verbesserte sich der Zinsüberschuss im Vorjahresvergleich um 32,9 Prozent auf 429,1 Mio. Euro, während der Provisionsüberschuss um 48,7 Prozent auf 275,1 Mio. Euro anstieg. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich gegenüber dem Jahresende 2006 entsprechend um 1,9 Prozentpunkte auf 57,2 Prozent. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnissteigerung hatte die starke Entwicklung im Privatkundensegment sowie in der Region Südosteuropa. "Mit einem Konzernüberschuss von knapp 193 Millionen Euro haben wir erneut ein Rekordergebnis vorgelegt und liegen voll im Plan. Mit mittlerweile mehr als 12,4 Millionen Kunden wächst unsere Basis für zukünftige Geschäfte weiterhin sehr kräftig", erklärte der Vorstandsvorsitzende Herbert Stepic. Für das laufende Fiskaljahr erwartet das Management einen Konzern-Jahresüberschuss von mindestens 700 Mio. Euro. Bis 2009 geht die Raiffeisen International von einem jährlichen Bilanzsummenwachstum von mindestens 20 Prozent aus. Unverändert werden die stärksten Zuwächse - trotz des Wegfalls der Raiffeisenbank Ukraine - in der GUS erwartet. Für das Jahr 2009 wird ein ROE vor Steuern von mehr als 25 Prozent prognostiziert. Die Cost/Income Ratio soll unter 58 Prozent liegen, teilte der Konzern weiter mit.

Die belgische InBev S.A. (ISIN BE0003793107/WKN 590932), der größte Brauereikonzern der Welt, meldete heute, dass ihr Gewinn im ersten Quartal um 69 Prozent gestiegen ist, was mit Kostensenkungen und einem höheren Bierabsatz in Russland und Lateinamerika zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 280 Mio. Euro, im Vergleich zu 166 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 9,2 Prozent auf 3,05 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 255 Mio. Euro und Erlösen von 2,90 Mrd. Euro ausgegangen. Das EBITDA kletterte von 812 Mio. Euro auf 962 Mio. Euro. Der Konzern hat im Berichtszeitraum eigene Aktien im Wert von 43 Mio. Euro zurückgekauft. Die Transaktionen wurden im Rahmen des Aktienrückkauf-Programms im Volumen von bis zu 300 Mio. Euro getätigt, das bis Oktober 2007 läuft. (10.05.2007/ac/n/m)

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