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Börsen in Europa: Etwas fester - UBS, Renault und L'Oréal nach Zahlen im Blick
Die Aktie von Air France-KLM verliert in Paris mehr als 2 Prozent. Wie Europas größte Fluggesellschaft heute meldete, ist ihr Gewinn im dritten Quartal um gut 39 Prozent gesunken, was auf Streiks und daraus resultierenden Umsatzausfällen zurückzuführen ist. Renault geben rund 4 Prozent ab. Der Automobilkonzern hat im zweiten Halbjahr mehr als von Analysten erwartet verdient, aber beim Umsatz gepatzt. Ähnlich starke Verluste sind auch bei Papieren des Kosmetikkonzerns L'Oréal, der ebenfalls einen Blick in seine Bücher gewährt hat, auszumachen. Titel des Unterhaltungselektronikkonzerns Thomson, der im abgelaufenen Fiskaljahr einen Ergebnisrückgang ausweisen musste, rutschen um über 12 Prozent ab.
Cap Gemini preschen dagegen um knapp 9 Prozent vor. Der IT-Dienstleister hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 50 Prozent gesteigert. Danone legen annähernd 4 Prozent zu. Der Lebensmittelhersteller gab zuvor bekannt, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr verdreifachen konnte. Die Erwartungen der Analysten wurden damit klar geschlagen.
In Zürich knicken Titel der UBS um knapp 6 Prozent ein. Die größte Bankgesellschaft Europas meldete heute, dass sie im vierten Quartal einen Rekordverlust erwirtschaftet hat, was vor allem auf hohe Abschreibungen im Zusammenhang mit US-Subprime-Wohnhypotheken zurückzuführen ist. Mit einem satten Aufschlag von knapp 14 Prozent liegt die Aktie von Clariant an der SMI-Spitze. Der Spezialchemiekonzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatzanstieg verbuchen. Der operative Gewinn verringerte sich dabei. Insgesamt lagen die Zahlen aber über den Erwartungen. Das vom Versicherungskonzern Zurich Financial vorgestellte Zahlenwerk honorieren die Anleger mit einem Aufschlag von knapp 6 Prozent.
Indexstände (14:07 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.822,73 (+0,51 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.251,92 (+0,32 Prozent)
EURONEXT 100: 871,22 (+0,75 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.900,30 (+0,34 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.887,14 (+0,65 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 34.197,00 (+0,54 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 13.325,00 (+0,44 Prozent)
SMI (Zürich): 7.575,04 (+0,51 Prozent)
ATX (Wien): 3.943,17 (+0,95 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Europas größte Fluggesellschaft Air France-KLM (ISIN FR0000031122/ WKN 855111) meldete heute, dass ihr Gewinn im dritten Quartal um gut 39 Prozent gesunken ist, was auf Streiks und daraus resultierende Umsatzausfälle zurückzuführen ist. Der Umsatz kletterte um 3,9 Prozent. Der operative Gewinn stieg im Berichtszeitraum um 23,4 Prozent.
Der französische Unterhaltungselektronikkonzern Thomson S.A. (ISIN FR0000184533/ WKN 928874) musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund der schwachen operativen Entwicklung im Segment Broadcast & Networks einen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, war der Umsatz leicht rückläufig. Aufgrund von Desinvestitionen wurde unter dem Strich ein Verlust ausgewiesen, nach einem Gewinn im Vorjahr. Beim Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft wurde ein leichter Rückgang verbucht. Für das laufende Fiskaljahr wird ein deutlicher Anstieg beim Nettoergebnis in Aussicht gestellt.
Der französische IT-Dienstleister Cap Gemini S.A. (ISIN FR0000125338/ WKN 869858) meldete heute, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 50 Prozent gesteigert hat. Der Umsatz kletterte ebenfalls deutlich. Die operative Marge betrug 7,4 Prozent (Vorjahr: 5,8 Prozent). Für 2008 rechnet der Konzern mit einem Rekordumsatzwachstum von 2 bis 5 Prozent (bei konstanten Währungen) und einer operativen Marge von 8,5 Prozent.
Der französische Automobilhersteller Renault S.A. (ISIN FR0000131906/ WKN 893113) meldete heute, dass sein Gewinn im zweiten Halbjahr unerwartet deutlich um 10 Prozent gestiegen ist, was auf die Einführung neuer Modelle und das daraus resultierende Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Der Nettogewinn betrug demnach 1,39 Mrd. Euro, gegenüber 1,26 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 5,3 Prozent. Für 2009 rechnet der Konzern weiterhin mit einem Fahrzeugabsatz von 3,33 Millionen Einheiten. In 2007 wurden 2,48 Millionen Fahrzeugen verkauft, was einem Plus von 2,1 Prozent entspricht.
Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal S.A (ISIN FR0000120321/ WKN 853888) hat am Mittwoch die Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 bekannt gegeben. Dabei konnten Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert werden. Die Umsätze stiegen um 8,1 Prozent. Das Nettoergebnis nach Minderheitenanteilen stieg um 28,9 Prozent.
Der französische Lebensmittelhersteller Groupe Danone S.A. (ISIN FR0000120644/ WKN 851194) gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr verdreifachen konnte, was mit dem Verkauf seiner Gebäcksparte zusammenhängt. Der Umsatz erhöhte sich leicht. Wie der Danone weiter mitteilte, wird CFO Antoine Giscard d'Estaing den Konzern verlassen. Seine Nachfolge wird Pierre-Andre Terisse, derzeit CFO der Altadis Group, zum 1. März 2008 antreten.
Die schweizerische UBS AG (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6), die größte Bankgesellschaft Europas, meldete heute, dass sie im vierten Quartal einen Rekordverlust erwirtschaftet hat, was vor allem auf hohe Abschreibungen im Zusammenhang mit US-Subprime-Wohnhypotheken zurückzuführen ist. Den Angaben zufolge wies der Konzern für das Schlussquartal einen den Aktionären zurechenbaren Reinverlust von 12,45 Mrd. Schweizer Franken (CHF) aus, nach einem Reingewinn von 3,41 Mrd. CHF im Vorjahr. Davon entfiel ein Verlust von 12,48 Mrd. CHF auf das Finanzdienstleistungsgeschäft. Wie das Kreditinstitut weiter mitteilte, erwartet es 2008 ein weiteres schwieriges Jahr.
Der schweizerische Versicherungskonzern Zurich Financial Services (ISIN CH0011075394/ WKN 579919) teilte heute mit, dass er für das abgelaufene Geschäftsjahr dank ausgezeichneter operativer Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen einen Business Operating Profit und einen Nettogewinn in Rekordhöhe ausweisen konnte. Den Angaben zufolge stieg der den Aktionären zurechenbare Gewinn um 22 Prozent. Die Bruttoprämien und Policengebühren kletterten um 4 Prozent.
Der schweizerische Spezialchemiekonzern Clariant AG (ISIN CH0012142631/ WKN 895929) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr dank höherer Absatzpreise einen Umsatzanstieg verbuchen. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Konzernumsatz im Fiskaljahr 2007 um rund 5 Prozent. Der operative Gewinn verringerte sich hingegen, wobei die höheren Absatzpreise die gestiegenen Rohstoffkosten nicht kompensieren konnten. Beim Nettoergebnis aus dem fortgeführten Geschäft wurde ebenfalls ein Rückgang ausgewiesen.
Der schweizerische Mischkonzern ABB Ltd. (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) erzielte in 2007 ein Umsatz- und Ergebniswachstum. Unternehmensangaben von heute zufolge wuchs der Umsatz um 25 Prozent (Lokalwährungen: 18 Prozent). Ferner konnte ABB den Gewinn auf ein Rekordniveau steigern. Im Gewinn enthalten sind positive Effekte, die aus dem Buchgewinn des Verkaufs von ABB Lummus Global und Steuereffekten resultieren. (14.02.2008/ac/n/m)
| 06.08.2008 | Air France-KLM buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 05.08.2008 | Air France-KLM hold | Citigroup Corp. | |
| 28.05.2008 | Air France-KLM neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 22.04.2008 | Air France-KLM buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 04.04.2008 | Air France-KLM buy | Société Générale Group S.A. (SG) |
Aktien in diesem Artikel
| Air France-KLM | 16,8 | -1,8% | |
| Thomson 1 | 3,3 | -4,1% | |
| Cap Gemini | 37,6 | -3,2% | |
| Renault | 54,8 | -3,6% | |
| LOréal | 69,3 | -1,0% | |
| Groupe Danone | 46,0 | -1,9% | |
| UBS | 14,5 | +0,1% | |
| Zurich Financial Services (N) (Zuerich) | 176,4 | -1,0% | |
| Clariant | 6,3 | -1,4% | |
| ABB | 16,1 | -1,5% |
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