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Börsen in Europa: Fester, L'Oréal und France Télécom massiv unter Druck
Gegen den positiven Trend sacken Anteilsscheine von Legal & General an der Londoner Börse um knapp 6 Prozent ab. Der Lebensversicherer konnte seinen Umsatz im ersten Quartal nur leicht steigern. Außerdem prognostiziert der Konzern für das laufende Jahr einen schwierigen Markt. Papiere des Bierkonzerns SABMiller, dessen Absatzwachstum sich im vierten Quartal verlangsamt hat, geben ein halbes Prozent ab.
In Paris knicken L'Oréal um knapp 7 Prozent ein. Der Kosmetikkonzern hat am Vorabend die Umsatzzahlen für das erste Quartal 2008 bekannt gegeben und dabei enttäuscht. Dagegen stechen LVMH mit einem Aufschlag von 3,5 Prozent ins Auge. Der Luxusgüterkonzern konnte seine Umsätze in den ersten drei Monaten 2008 um 5 Prozent steigern. Organisch stiegen die Erlöse sogar um 12 Prozent. Titel des Unterhaltungselektronikkonzerns Thomson, der im ersten Quartal einen Umsatzrückgang ausweisen musste und im Anschluss die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert hat, fallen um mehr als 4 Prozent zurück.
Die Aktie der France Télécom befindet sich ebenfalls auf dem Weg nach unten, aktuell ist hier ein Minus von mehr als 5 Prozent auszumachen. Europas drittgrößte Telefongesellschaft hat Presseangaben zufolge die schwedische TeliaSonera im Visier. Der Titel kann in Stockholm unterdessen mehr als 8 Prozent gutmachen.
In Amsterdam liegen ASML nach anfänglichen Verlusten mit 1 Prozent im Plus. Der Gewinn des Chip-Ausrüsters ist im ersten Quartal leicht gesunken.
Indexstände (14:07 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.714,70 (+0,65 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.108,64 (+0,62 Prozent)
EURONEXT 100: 855,62 (+0,59 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.960,00 (+0,90 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.817,77 (+0,78 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 32.888,00 (+0,47 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 13.494,70 (+0,64 Prozent)
SMI (Zürich): 7.177,34 (-0,14 Prozent)
ATX (Wien): 3.939,82 (+0,75 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Lebensversicherer Legal & General Group plc (ISIN GB0005603997/ WKN 851584) meldete heute, dass sein Umsatz im ersten Quartal nur leicht gestiegen ist, was mit einem sich abschwächenden Markt für Eigenheime zusammenhängt. Demnach erhöhte sich der Umsatz aus Lebensversicherungen sowie Altersvorsorge- und Investment-Produkten im Berichtszeitraum um 0,8 Prozent. Der drittgrößte britische Versicherer prognostiziert für das laufende Jahr einen schwierigen Markt und führt in diesem Zusammenhang die sinkenden Häuserpreise und Änderungen in der Steuergesetzgebung in Großbritannien an.
Der britische Bierkonzern SABMiller plc (ISIN GB0004835483/ WKN 861038) meldete heute, dass sich sein Absatzwachstum im vierten Quartal verlangsamt hat, was mit einem harten Winter in China zusammenhängt. Aufgrund geringerer Absatzvolumina in China, einem der am schnellsten wachsenden Märkte des Konzerns, ist der Bierabsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr organisch um 7 Prozent gewachsen, gegenüber einem Wachstum von 9 Prozent in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres zum 31. März 2008. Der Umsatz erhöhte sich indes um 16 Prozent und profitierte dabei von Preiserhöhungen und einem verbesserten Produktmix. Die genannten Entwicklungen liegen am oberen Rand der Management-Erwartungen, hieß es.
Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal S.A (ISIN FR0000120321/ WKN 853888) gab am Dienstag die Umsatzzahlen für das erste Quartal 2008 bekannt. Der größte Kosmetikkonzern der Welt konnte dabei den Umsatz um 2,1 Prozent steigern. Das vergleichbare Umsatzwachstum belief sich dabei auf 5,1 Prozent. Unter den jeweiligen Regionen konnten alle Bereiche bis auf Nordamerika Zugewinne verzeichnen. Hier ging der Umsatz um 7,2 Prozent zurück.
Der französische Luxusgüterkonzern LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton S.A. (ISIN FR0000121014/ WKN 853292) gab am Dienstag seine Umsatzzahlen für das erste Quartal 2008 bekannt. Demnach stiegen die Erlöse des Konzerns in den ersten drei Monaten 2008 um 5 Prozent. Organisch ist der Umsatz um 12 Prozent gewachsen. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei im ersten Quartal der Bereich Uhren und Schmuck. Der Bereich Wein und Spirituosen meldete als einziger rückläufige Umsätze.
Der französische Unterhaltungselektronikkonzern Thomson S.A. (ISIN FR0000184533/ WKN 928874) musste im ersten Quartal einen Umsatzrückgang auswiesen und hat im Anschluss die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, verringerte sich der Gesamtumsatz im ersten Quartal um knapp 18 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Wechselkurseffekten wurde ein Umsatzrückgang von 11 Prozent ausgewiesen. In Zusammenhang mit der zuletzt schwachen Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurde von der Konzernführung ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Profitabilität verabschiedet. Für das laufende zweite Quartal erwartet Thomson eine weitere Fortsetzung der negativen Umsatzentwicklung und geht von einem Umsatzrückgang von 6 bis 8 Prozent bei konstanten Wechselkursen aus. Für das erste Halbjahr 2008 erwartet Thomson einen Verlust beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
Europas drittgrößte Telefongesellschaft France Télécom S.A. (ISIN FR0000133308/ WKN 906849) hat Presseangaben zufolge die schwedische TeliaSonera AB (ISIN SE0000667925/ WKN 938475) im Visier. Wie die französische Zeitung "Le Figaro" heute berichtet, prüft der französische Telekomgigant derzeit, ob er ein Übernahmeangebot in Form eines Aktientauschs für die größte Telefongesellschaft in Skandinavien unterbreiten soll. Dabei wäre eine Offerte mindestens 34 Mrd. Euro wert. Der Zeitung zufolge würde eine solche Transaktion jedoch politisch kompliziert sein, da sich die involvierten Unternehmen teilweise in der Hand von Regierungen (Frankreich bzw. Schweden und Finnland) befinden.
Der niederländische Chip-Ausrüster ASML Holding N.V. (ISIN NL0006034001/ WKN A0M190), der weltgrößte Hersteller von Lithographiesystemen, meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal leicht gesunken ist, was auf weniger verkaufte Lithographiesysteme zurückzuführen ist. Der Umsatz verringerte sich um 3,1 Prozent. Wie der Konzern weiter bekannt gab, lag der Auftragseingang im ersten Quartal bei 26 Lithographiesystemen, nach 54 Systemen im Vorquartal. Für 2008 rechnet der Konzern mit einem Umsatzrückgang um rund 10 Prozent.
Die japanische Chugai Pharmaceutical Co. Ltd. (ISIN JP3519400000/ WKN 857216), eine Tochter des schweizerischen Pharmakonzerns Roche Holding AG (ISIN CH0012032113/ WKN 851311), hat von den japanischen Behörden die Zulassung für Actemra zur Behandlung von rheumatoider Arthritis (RA) erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des schweizerischen Konzerns hervorgeht, umfasst die von den zuständigen japanischen Behörden vergebene Zulassung die Anwendung von Actemra für die Indikation der rheumatoiden Arthritis, einschließlich der Vorbeugung von strukturellen Gelenkschädigungen. (16.04.2008/ac/n/m)
| 23.02.2005 | Legal & General: Underperform | Credit Suisse First Boston | |
| 21.02.2005 | Legal & General: In-Line | Goldman Sachs | |
| 19.01.2005 | Legal & General: In-Line | Goldman Sachs |
Aktien in diesem Artikel
| LegalGeneral Group | 1,5 | -0,7% | |
| SABMiller | 15,9 | -0,1% | |
| LOréal | 77,6 | -0,6% | |
| LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton | 77,4 | +0,5% | |
| Thomson | 4,2 | -0,7% | |
| France Télécom | 20,4 | -0,2% | |
| TeliaSonera AB | 5,8 | +0,2% | |
| ASML | 19,3 | +0,6% | |
| Roche | 125,2 | +1,8% |
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