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Börsen in Europa: Freundlich, Finanzwerte gesucht, TomTom auf Talfahrt
Papiere von Alcatel-Lucent gewinnen in Paris ein knappes Prozent. Der Netzwerkausrüster ist im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht und hat die Erwartungen verfehlt. Zugleich kündigte der Konzern einen weiteren Stellenabbau an. Sanofi-Aventis steigen daneben um rund 2 Prozent. Der Pharmakonzern trumpfte heute mit unerwartet starken Geschäftszahlen auf. Gestützt von den erfreulichen Ergebnissen der Deutschen Bank legen BNP Paribas 1,9 Prozent, Crédit Agricole 1,3 Prozent und Société Générale 2,8 Prozent zu.
In London klettern außerdem Barclays um 1,7 Prozent und RBS um 2,1 Prozent. Leicht grüne Vorzeichen sind bei Tate & Lyle auszumachen. Der Zucker- und Süßstoffproduzent musste im ersten Halbjahr einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen, konnte die Erwartungen aber übertreffen.
In Mailand verliert die Aktie von Eni 1,3 Prozent. Der Öl- und Erdgaskonzern verbuchte dritten Quartal einen recht deutlichen Gewinnrückgang. Titel des Pharmakonzerns Novo Nordisk tendieren in Kopenhagen nach der Vorlage von Geschäftszahlen leicht positiv. In Zürich können Julius Bär, Credit Suisse und UBS deutlich zulegen.
Papiere von TomTom brechen in Amsterdam um mehr als 18 Prozent ein. Um den Spezialisten für digitale Karten Tele Atlas ist eine Übernahmeschlacht entbrannt. Nachdem TomTom erst im Juli eine Offerte für Tele Atlas auf den Tisch gelegt hat, folgte nun Garmin mit einem deutlich höheren Gegenangebot.
Indexstände (13:52 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.469,15 (+0,14 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.866,31 (+0,36 Prozent)
EURONEXT 100: 1.038,73 (+0,05 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.673,10 (+0,21 Prozent)
CAC40 (Paris): 5.826,24 (+0,38 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 40.401,00 (+0,59 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 15.831,20 (+0,31 Prozent)
SMI (Zürich): 8.983,35 (+0,49 Prozent)
ATX (Wien): 4.859,68 (+0,51 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Zucker- und Süßstoffproduzent Tate & Lyle plc (ISIN GB0008754136/ WKN 854798) erklärte heute, dass sein Gewinn aus dem laufenden Geschäft im ersten Halbjahr um 56 Prozent zurückgegangen ist, was auf Verluste im Zuckerhandel und einen schwachen US-Dollar zurückzuführen ist. Der Nettogewinn profitierte von Asset-Verkäufen und stieg um 20 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich um 1 Prozent.
Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis S.A. (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) meldete heute einen Gewinnzuwachs von 9 Prozent im dritten Quartal, was auf einen gestiegenen Marktanteil beim Blutverdünner Plavix und erhöhte Impfstoff-Umsätze zurückzuführen ist. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Zudem wurde die Jahresplanung angehoben. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 1,8 Prozent.
Der französische Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent (ISIN FR0000130007/ WKN 873102) meldete am Dienstag, dass er im dritten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn erwirtschaftet hat. Zudem wurde ein weiterer Stellenabbau angekündigt. Der Umsatz ging ebenfalls zurück. Wie der Konzern weiter bekannt gab, wird er bis 2009 weitere 4.000 Arbeitsplätze abbauen. Mit diesen Maßnahmen sollen zusätzliche 400 Mio. Euro an Kosten bis Ende 2009 eingespart werden. Zudem wird CFO Jean-Pascal Beaufret in den kommenden Wochen zurücktreten. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern auf Basis konstanter Währungen nun mit unveränderten Umsätzen. Bisher hatte man einen Umsatz auf Vorjahresniveau bzw. ein leichtes Plus in Aussicht gestellt.
Der italienische Öl- und Erdgaskonzern Eni S.p.A. (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) meldete heute, dass sein Gewinn im dritten Quartal um gut 11 Prozent gesunken ist, was mit einer geringeren Produktion als Folge von Angriffen in Nigeria und Wartungsarbeiten auf seinen Feldern zusammenhängt. Der bereinigte Nettogewinn ging um 27,8 Prozent zurück und verfehlte die Erwartungen knapp.
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk A/S (ISIN DK0010280817/ WKN 862934) verbuchte in den ersten drei Quartalen einen Ergebnisanstieg, gab im Anschluss jedoch aufgrund der negativen Wechselkurseffekte einen verhaltenen Ausblick auf das Gesamtjahr. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern in eigener Währung ein Umsatzwachstum von 1 bis 14 Prozent. Angesichts der negativen Wechselkurseffekte geht man allerdings beim Umsatz inklusive Wechselkurseinflüssen von einem Wachstum von 6 bis 9 Prozent aus. Beim operativen Ergebnis vor Wechselkurseffekten erwartet Novo Nordisk weiterhin ein Plus von 20 Prozent, während man auf unbereinigter Basis ein Plus von 10 Prozent beim operativen Ergebnis erwartet.
Die Tele Atlas N.V. (ISIN NL0000233948/ WKN 927101) hat eine weitere Übernahmeofferte erhalten. Wie der Spezialist für digitale Karten heute erklärte, hat die auf den Cayman Islands ansässige Garmin Ltd. (ISIN KYG372601099/ WKN 577963) ein Übernahmeangebot in Höhe von 24,50 Euro je Aktie für Tele Atlas vorgelegt, was einem Gesamtvolumen von 2,3 Mrd. Euro entsprechen würde. Derzeit bemüht sich der niederländische Navigationsgerätehersteller TomTom N.V. (ISIN NL0000387058/ WKN A0ET88) um die Übernahme von Tele Atlas. TomTom hatte am 23. Juli ein Übernahmeangebot von 21,25 Euro je Aktie vorgelegt. (31.10.2007/ac/n/m)
| 19.04.2005 | Tate & Lyle: Underperform | Goldman Sachs | |
| 04.04.2005 | Tate & Lyle: In-Line | Goldman Sachs |
Aktien in diesem Artikel
| TateLyle | 5,0 | -4,6% | |
| Sanofi-Aventis | 47,1 | +1,9% | |
| Alcatel-Lucent | 3,9 | -0,3% | |
| Eni | 21,9 | +0,4% | |
| Novo Nordisk | % | ||
| Tele Atlas | 28,5 | -2,9% |
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