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Börsen in Europa: Freundlich, Marks & Spencer im freien Fall
Titel von Marks & Spencer brechen an der Londoner Börse um gut 20 Prozent ein. Der Kaufhauskonzern musste im ersten Quartal in Großbritannien einen deutlichen Umsatzrückgang bei den vergleichbaren Filialumsätzen ausweisen. Außerdem rechnet der Konzern angesichts des nach wie vor schwachen Verbrauchervertrauens mit weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen für das Gesamtjahr.
Die Anteilsscheine von Taylor Wimpey trifft es noch bedeutend härter, aktuell summiert sich das Minus hier auf rund 54 Prozent. Der Baukonzern geht für das laufende Jahr von einer weiterhin schwierigen Situation auf dem Heimatmarkt aus. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen an den internationalen Kapitalmärkten konnte zudem eine geplante Kapitalerhöhung zur Stabilisierung der Finanzbasis nicht durchgeführt werden. Papiere von CRH bröckeln daneben um 10 Prozent ab. Der irische Baumaterialhersteller meldete zuvor, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr voraussichtlich um 10 Prozent gesunken ist.
Dagegen haben Finanzwerte europaweit zur Erholung angesetzt. In London gewinnen Barclays 3,1 Prozent und RBS 2,5 Prozent. An der Züricher Börse steigen UBS um 4,1 Prozent und Credit Suisse um 1,5 Prozent. In Paris greifen die Anleger bei BNP Paribas (+1,7 Prozent), Crédit Agricole (+3,7 Prozent) und Société Générale (+1,9 Prozent) zu. Hier helfen mitunter Aussagen der Deutschen Bank, wonach das Kreditinstitut für das zweite Quartal mit einem Gewinn rechnet.
Indexstände (13:06 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.322,47 (+0,90 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.882,12 (+1,11 Prozent)
EURONEXT 100: 770,72 (+0,67 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.542,70 (+1,15 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.368,04 (+0,62 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 29.284,00 (+1,73 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 11.739,60 (-2,55 Prozent)
SMI (Zürich): 6.934,06 (+1,23 Prozent)
ATX (Wien): 3.883,34 (+1,43 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Kaufhauskonzern Marks & Spencer Group plc (ISIN GB0031274896/ WKN 534418) musste im ersten Quartal einen Umsatzrückgang bei den vergleichbaren Filialumsätzen ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, verzeichnete man im Berichtszeitraum auf Konzernebene ein Umsatzplus von 1,3 Prozent. Auf dem Heimatmarkt Großbritannien verzeichnete man jedoch einen Umsatzrückgang von 0,5 Prozent. Bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde für Großbritannien ein Rückgang von 5,3 Prozent veröffentlicht. Im Anschluss erklärte der Konzern, dass man angesichts des nach wie vor schwachen Verbrauchervertrauens mit weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen für das Gesamtjahr rechnet.
Der britische Baukonzern Taylor Wimpey plc. (ISIN GB0008782301/ WKN 852015) geht für das laufende Jahr von einer weiterhin schwierigen Situation auf dem britischen Heimatmarkt aus. Wie aus dem heute veröffentlichten Trading-Update des Konzerns hervorgeht, geht man für Großbritannien zumindest kurzfristig von keiner nachhaltigen Erholung aus. Auf dem Absatzmarkt in den USA stellt sich die Situation angesichts der Immobilienkrise ebenfalls schwierig dar, wobei man von keiner nachhaltigen Erholung bis frühestens Ende 2009 ausgeht. Vor diesem Hintergrund will sich der Konzern mittelfristig vor allem auf Rationalisierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen konzentrieren. In Zusammenhang mit der Überprüfung der derzeitigen Finanzstruktur des Konzerns weist Taylor Wimpey darauf hin, dass man in Zusammenhang mit der derzeit schwierigen Lage an den internationalen Kapitalmärkten möglicherweise bestehende Nebenabreden für laufende Kreditvereinbarungen mit den finanzierenden Banken nicht einhalten kann. Wie der Konzern weiter erklärte, konnte eine geplante Kapitalerhöhung zur Stabilisierung der Finanzbasis des Konzerns angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen an den internationalen Kapitalmärkten nicht durchgeführt werden.
Die British Airways plc (ISIN GB0001290575/ WKN 872391) kündigte heute die Übernahme der französischen Fluglinie L'Avion an. Wie aus der Pressemitteilung der führenden britischen Fluggesellschaft hervorgeht, betreibt L'Avion derzeit zwei Flugzeuge vom Typ Boeing 757 auf der Verbindung zwischen Paris Orly und Newark Airport. Der Kaufpreis wurde auf insgesamt 54 Mio. Britische Pfund beziffert.
Der irische Baumaterialhersteller CRH plc (ISIN IE0001827041/ WKN 864684) meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr voraussichtlich um 10 Prozent gesunken ist. Dabei hatte der Konzern unter dem schwächeren Dollar und den schlechter werdenden Märkten in Nordamerika und Europa zu leiden. Für das Gesamtjahr geht der Konzern davon aus, dass der Gewinn vor Steuern im hohen einstelligen Prozentbereich sinken wird. Dabei wird das Ergebnis durch die Dollar-Schwäche voraussichtlich mit über 80 Mio. Euro belastet.
Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) gab heute bekannt, dass er von der Digicel Group beauftragt wurde, seine solarbetriebene Site-Lösung zur energiesparenden Netzabdeckung in abgelegenen Gebieten der Republik Suriname zu liefern. Zudem wird der schwedische Konzern für Netzwerkbereitstellung und Systemintegration verantwortlich zeichnen.
Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia Corp. (ISIN FI0009000681/ WKN 870737) meldete heute, dass die Europäische Kommission die geplante Akquisition der amerikanischen NAVTEQ Corp. (ISIN US63936L1008/ WKN A0CAV4) ohne Auflagen genehmigt hat. Wie der Konzern mitteilte, hat er nun sämtliche behördlichen Genehmigungen für die Übernahme erhalten. Vor diesem Hintergrund geht man davon aus, die Transaktion innerhalb der nächsten fünf Handelstage abzuschließen. (02.07.2008/ac/n/m)
| 08.07.2008 | Marks & Spencer underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 04.07.2008 | Marks & Spencer underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 03.07.2008 | Marks & Spencer underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 03.07.2008 | Marks & Spencer hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 22.05.2008 | Marks & Spencer underweight | JP Morgan Chase & Co. |
Aktien in diesem Artikel
| MarksSpencer | 3,1 | +3,0% | |
| Taylor Wimpey | 0,7 | -3,0% | |
| British Airways | 3,1 | +0,7% | |
| CRH | 18,0 | +6,5% | |
| Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B) | 7,8 | -0,8% | |
| Nokia | 17,2 | -1,6% |
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