23.11.2007 14:23
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Börsen in Europa: Freundlich, Minen- und Pharmawerte gesucht

Paris (aktiencheck.de AG) - Ohne Vorgaben aus New York und Tokio entwickeln sich die europäischen Börsen am letzten Handelstag der Woche freundlich. Der Dow Jones EURO STOXX 50 kann aktuell 0,51 Prozent zulegen und steht bei 4.230,57 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 steigt um 1,01 Prozent auf 3.606,25 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbucht einen Aufschlag von 0,70 Prozent auf 967,33 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Kursgewinne.

In London stechen Minenwerte mit deutlichen Aufschlägen hervor. Unter anderem klettern hier BHP Billiton um 3,6 Prozent, Rio Tinto um 5,7 Prozent und Antofagasta um knapp 7 Prozent. Daneben knüpfen Titel des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline an die starke Vortagesentwicklung an und steigen um annähernd 3 Prozent. Auch in Zürich greifen die Anleger erneut bei den Pharmaschwergewichten Roche und Novartis zu, aktuell geht es hier um 2 Prozent bzw. um 4,8 Prozent nach oben. Spürbare Zuwächse fahren außerdem UBS, Clariant und Julius Bär ein. Swatch und Nestlé verlieren indes deutlicher.

In Paris stehen insbesondere Finanzwerte im Blick. Einem Medienbericht zufolge ziehen derzeit fünf französische Banken - darunter die Société Générale, die BNP Paribas und eine Sparte der Crédit Agricole - in Betracht, ihren eigenen Superfonds ins Leben zu rufen, der von Banken, Versicherungen und anderen Investoren gehaltene Asset-Backed Securities (ABS) kaufen soll. Alle drei genannten Werte können momentan 2 Prozent und mehr zulegen.

Titel des Elektronikteile-Händlers Hagemeyer steigen in Amsterdam um mehr als 2 Prozent, nachdem der französische Wettbewerber Rexel ein milliardenschweres Übernahmeangebot für die Niederländer auf den Tisch gelegt hat. Der österreichische Tondachziegelhersteller Wienerberger kündigte heute ebenfalls eine Akquisition an, der Wert gewinnt daraufhin in Wien 4,3 Prozent. Die Aktie des Impfstoffspezialisten Intercell, der im Rahmen einer Kooperation mit dem schweizerischen Pharmakonzern Novartis eine weitere Zahlung erhalten hat, legt ähnlich stark zu.

Papiere des schwedischen Nutzfahrzeugkonzerns Volvo gewinnen rund 1 Prozent. Der Konzern konnte seinen Absatz in den ersten zehn Monaten leicht steigern.

Indexstände (14:00 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.230,57 (+0,51 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.606,25 (+1,01 Prozent)

EURONEXT 100: 967,33 (+0,70 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.231,50 (+1,24 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.465,15 (+0,91 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 37.755,00 (+1,04 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 15.349,80 (+0,21 Prozent)

SMI (Zürich): 8.377,74 (+1,83 Prozent)

ATX (Wien): 4.205,45 (+0,64 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Presseangaben zufolge ziehen derzeit fünf französische Banken in Betracht, ihren eigenen Superfonds ins Leben zu rufen, der von Banken, Versicherungen und anderen Investoren gehaltene Asset-Backed Securities (ABS) kaufen soll. Wie die französische Tageszeitung "Les Echos" heute berichtet, handelt es sich bei den Kreditinstituten um die Société Générale S.A. (ISIN FR0000130809/ WKN 873403), die BNP Paribas S.A. (ISIN FR0000131104/ WKN 887771), die Calyon-Sparte der Crédit Agricole S.A. (ISIN FR0000045072/ WKN 982285), die Natixis S.A. (ISIN FR0000120685/ WKN 853760) und die Sparte HSBC France der britischen HSBC Holdings plc (ISIN GB0005405286/ WKN 923893). Der Start des Fonds könnte bereits innerhalb der nächsten Tage erfolgen, hieß es.

Presseangaben zufolge hat Naguib Sawiris, Chef der ägyptischen Orascom Telecom Holding S.A.E. (ISIN US68554W2052/ WKN 940174), den französischen Medien- und Mobilfunkkonzern Vivendi S.A. (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) hinsichtlich eines möglichen Zusammenschlusses kontaktiert, jedoch konnten sich beide Parteien nicht auf einen Preis verständigen. Wie die französische Tageszeitung "Les Echos" heute berichtet, hat der Milliardär Sawiris dem französischen Konzern vorgeschlagen, entweder einen Aktientausch vorzunehmen, Teile seiner Assets zu verkaufen oder eine Beteiligung an Vivendi zu erwerben.

Die französische Elektronikteile-Händler Rexel S.A. (ISIN FR0010451203/ WKN A0MM7Q) kündigte heute die Übernahme seines niederländischen Wettbewerbers Hagemeyer N.V. (ISIN NL0000355477/ WKN 851254) an. Wie aus der gemeinsamen Presseerklärung hervorgeht, wird Rexel ein Übernahmeangebot in Höhe von 4,85 Euro je Aktie für Hagemeyer vorlegen. Inklusive der Übernahme der ausstehenden Wandelanleihen des Konzerns beläuft sich das Gesamtvolumen der Übernahmeofferte auf 3,1 Mrd. Euro.

Der österreichische Tondachziegelhersteller Wienerberger AG (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) meldete heute, dass seine Tochter Wienerberger Ziegelindustrie GmbH zum 1. Dezember 2007 die Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co. (SZW) übernimmt. Den Angaben zufolge betreibt SZW ein Hintermauerziegelwerk in Oberndorf mit einer jährlichen Produktionskapazität von 60 Millionen NF (= Standardformat für Ziegeleinheiten). Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der österreichische Impfstoffspezialist Intercell AG (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) hat im Rahmen der mit dem schweizerischen Pharmakonzern Novartis AG (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) bestehenden Kooperation eine weitere Zahlung erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, erhielt Intercell eine weitere Zahlung in Höhe von 80 Mio. Euro von den mit Novartis für die Einräumung von Lizenzen und Produktoptionen vereinbarten Vorabzahlungen. Eine ohne weitere Voraussetzungen fällige und bereits vereinbarte Zahlung von 40 Mio. Euro wird im Jahr 2008 geleistet, teilte der Konzern weiter mit.

Der österreichische Kunststoffhersteller Semperit AG Holding (ISIN AT0000785555/ WKN 870378) konnte die starke Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten weiter fortsetzen und geht für das Gesamtjahr von weiteren Zuwachsraten bei Umsatz und Gewinn aus. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum um 6,3 Prozent. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde ein überproportionaler Anstieg um 23,1 Prozent ausgewiesen. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich hingegen lediglich leicht. Dabei hatte Semperit eigenen Angaben zufolge unter der weltweiten Krise an den internationalen Finanzmärkten zu leiden, die zu einem deutlichen Einbruch beim Finanzergebnis geführt hatte.

Der schwedische Nutzfahrzeugkonzern Volvo AB (ISIN SE0000115446/ WKN 855689) legte heute die Absatzzahlen für die ersten zehn Monate des laufenden Kalenderjahres vor. Wie der Konzern erklärte, wurden im Berichtszeitraum weltweit insgesamt 2 Prozent mehr Lkw der Marken Mack, Nissan Diesel, Renault Trucks und Volvo Trucks abgesetzt. Dabei wurde die Tochter Nissan Diesel nur im Zeitraum von April bis Oktober berücksichtigt. Ohne Nissan Diesel musste Volvo im Vorjahresvergleich einen Absatzrückgang um 13 Prozent auf 157.031 Fahrzeuge ausweisen. Die stärksten Rückgänge wurden in Nordamerika verzeichnet. Sehr stark präsentierte sich die Absatzregion Asien mit einem Plus von 221 Prozent. (23.11.2007/ac/n/m)

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