RoyalSun Alliance Insurance Group Aktie [WKN: 920494 / ISIN: GB0006616899]

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28.09.2006 14:14
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Börsen in Europa: Gut behauptet, Minen- und Ölwerte gefragt

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen tendieren am Donnerstag kaum verändert. Aus New York kamen keine klaren Signale, während die Tokioter Leitbörse etwas fester schloss. Für Impulse könnten am Nachmittag auf der Agenda stehende US-Konjunkturdaten sorgen. Neben den endgültigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt stehen auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Veröffentlichung an. Aktuell verzeichnet der Dow Jones EURO STOXX 50 ein leichtes Plus von 0,07 Prozent und notiert bei 3.899,01 Punkten, der auch britische und schweizerische Werte umfassende Dow Jones STOXX 50 gewinnt 0,06 Prozent auf 3.555,22 Zähler hinzu. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbessert sich außerdem um 0,13 Prozent auf 906,41 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen schließen sich dem guten Umfeld ebenfalls an, insbesondere die Wiener Börse verzeichnet deutliche Aufschläge.

Angesichts des erstarkten Ölreises greifen die Anleger in London bei BP und Royal Dutch Shell zu, aktuell geht es hier um 1,6 bzw. um 1,4 Prozent aufwärts. Cairn Energy erhöhen sich daneben um 1,7 Prozent. Gewinne verzeichnet aber auch der Minensektor, so erhöhen sich unter anderem Anglo American und Antofagasta um jeweils 1,6 Prozent. Titel des Versicherungskonzerns Royal & Sun Alliance, der den Verkauf seiner US-Aktivitäten an Arrowpoint Capital ankündigte, preschen um 4,3 Prozent vor.

In Paris legen Renault-Papiere 1,5 Prozent zu. Einem Pressebericht zufolge sind die Verhandlungen über eine mögliche Allianz zwischen dem weltgrößten Automobilhersteller General Motors auf der einen Seite und Frankreichs zweitgrößtem Automobilhersteller Renault und dessen japanischem Partner Nissan auf der anderen Seite bisher nicht weit fortgeschritten. Deutlich rote Vorzeichen prägen das Bild indes bei Peugeot, der Titel rutscht um 2 Prozent ab. Auch bei Papieren der Société Générale sind rückläufige Notierungen zu beobachten. Die drittgrößte Bankgesellschaft in Frankreich kündigte heute an, ihre Beteiligung an der russischen OAO Rosbank auf 20 Prozent minus eine Aktie zu verdoppeln. Außerhalb der Standardwerte geht es für Technip um knapp 6 Prozent aufwärts. Zuvor teilte der Ölfeldservice-Dienstleister mit, dass sein Chairman und CEO Daniel Valot im April 2007 von seinen Ämtern zurücktreten wird.

Papiere des Ölkonzerns OMV tragen maßgeblich zu der starken Entwicklung in Österreich bei, derzeit steigt der Wert um 3 Prozent. In Zürich verfestigen sich Adecco nach Umsatzzahlen um knapp 3 Prozent. Anteilsscheine des niederländischen Chemiekonzerns DSM, der den Rückkauf eigener Aktien über 750 Mio. Euro angekündigt hat, gewinnen im Amsterdam 4 Prozent.

Indexstände (13:57 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.899,01 (+0,07 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.555,22 (+0,06 Prozent)

EURONEXT 100: 906,41 (+0,13 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.966,00 (+0,61 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.253,47 (+0,20 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 38.437,00 (+0,28 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 12.951,20 (+0,01 Prozent)

SMI (Zürich): 8.408,83 (-0,05 Prozent)

ATX (Wien): 3.856,70 (+1,15 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Versicherungskonzern Royal & Sun Alliance Insurance Group plc (ISIN GB0006616899/ WKN 920494) meldete heute, dass er seine US-Aktivitäten an Arrowpoint Capital verkaufen wird. Demnach veräußert der Konzern sein US-Geschäft für 158 Mio. Britische Pfund (GBP) an eine von dessen Management-Team gegründete Gesellschaft. Bereits im Jahr 2003 hatte Royal & Sun entschieden, dass seine US-Sparte nicht mehr zum Kerngeschäft der Konzerns zählt. Im Zuge der Veräußerung wird Royal & Sun die US-Sparte jedoch auch mit einer Kapitalspritze in Höhe von 151 Mio. GBP versorgen. Diese wird gemeinsam mit der Abschreibung von US-Nettovermögensbeständen und anderen Kosten im Zusammenhang mit der Transaktion zu einem Vorsteuerverlust von 443 Mio. GBP führen.

Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, haben sich Rick Wagoner, Chairman und CEO des US-Automobilkonzerns General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000), und Carlos Ghosn, CEO der Renault S.A. (ISIN FR0000131906/ WKN 893113) und der Nissan Motor Co. Ltd. (ISIN JP3672400003/ WKN 853686), darauf verständigt, bis zum 15. Oktober weiter über eine Allianz zu verhandeln. Der Zeitung (Online-Ausgabe) zufolge sind die Verhandlungen über eine mögliche Allianz zwischen dem weltgrößten Automobilhersteller GM auf der einen Seite und Frankreichs zweitgrößtem Automobilhersteller Renault und dessen japanischem Partner Nissan auf der anderen Seite bisher nicht weit fortgeschritten. Während Ghosn gegenüber der Zeitung erklärte, dass er auch für einen anderen nordamerikanischen Partner offen ist, sich dabei jedoch nicht unter Zugzwang sieht, gab Wagoner zu verstehen, dass die derzeit im Raum stehende Transaktion Renault und Nissan zu stark begünstigen würde und daher von dieser Seite eine entsprechende Ausgleichszahlung über mehrere Milliarden Dollar eingebracht werden müsse.

Die Société Générale S.A. (ISIN FR0000130809/ WKN 873403), die drittgrößte Bankgesellschaft in Frankreich, meldete heute, dass sie ihre Beteiligung an der russischen OAO Rosbank auf 20 Prozent minus eine Aktie verdoppeln wird. Demnach wird das französische Kreditinstitut gegen Zahlung von 317 Mio. Dollar einen weiteren 10 Prozent-Anteil an der russischen Geschäftsbank erwerben. Erst im Juni 2006 hatte man einen ähnlichen Anteil für denselben Preis gekauft. Societe Generale hat sich zudem eine Option zum Erwerb von 30 Prozent plus zwei Aktien der Rosbank für 1,7 Mrd. Dollar gesichert, womit man bis Ende 2008 die Kontrolle über die Bank übernehmen kann. Zur Finanzierung dieser und anderer Transaktionen beabsichtigt der französische Konzern, eigene Aktien im Wert von 2,4 Mrd. Euro zu verkaufen. Die Rosbank ist eine der 30 größten Banken Russlands und gehört mehrheitlich der Finanzholding Interros, deren Tochter KM Technologies (Overseas) Ltd. nach Abschlus der jüngsten Transaktion 79,9 Prozent der Rosbank-Anteile halten wird.

Der französische Ölfeldservice-Dienstleister Technip S.A. (ISIN FR0000131708/ WKN 891997) meldete heute, dass ihr Chairman und CEO Daniel Valot im April 2007 von seinen Ämtern zurücktreten wird. Das Board des Konzerns hat bereits einen speziellen Ausschuss (Nomination and Remuneration Committee) damit beauftragt, einen Auswahlprozess für einen Nachfolger vorzubereiten. Valot (62) steht seit 1999 an der Spitze von Technip und wird nach eigenen Angaben für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wurde mitgeteilt, dass der Konzern weiterhin davon ausgeht, seine Finanzziele für das Gesamtjahr zu erfüllen.

Die Adecco S.A. (ISIN CH0012138605/ WKN 922031), der weltgrößte Anbieter von Human Resources-Lösungen, meldete heute, dass ihr Umsatz in den ersten zwei Monaten des dritten Quartals um 11 Prozent gestiegen ist. Wie der Konzern weiter mitteilte, zeigen sich bei der jüngsten Entwicklung ähnliche Wachstumstrends wie im zweiten Quartal. Zudem geht man unverändert davon aus, in Zukunft ein durchschnittliches Umsatzwachstum von mindestens 7 bis 9 Prozent pro Jahr zu erzielen. Darüber hinaus rechnet der schweizerische Konzern damit, bis 2009 eine Verbesserung der operativen Marge auf über 5 Prozent zu erreichen.

Der niederländische Chemiekonzern DSM N.V. (ISIN NL0000009827/ WKN A0JLZ7) hat am Mittwoch den Rückkauf eigener Aktien über 750 Mio. Euro angekündigt. Der Rückkauf soll im laufenden und kommenden Jahr stattfinden. Der Konzern will dabei zwischen 20 und 25 Millionen Aktien zurückkaufen was einem Anteil von 10 bis 13 Prozent der Aktien entspricht. Wie der Konzern weiter erklärte, wird über die Einführung einer Loyalitätsdividende zur langfristigen Bindung von Aktionären nachgedacht. Dabei sollen Aktionäre, die ihre Aktien drei Jahre halten, einen Dividendenaufschlag von 30 Prozent erhalten. Bis zum Jahr 2010 peilt DSM ein jährliches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent an. Ferner bekräftigte der Konzern seine Prognose für das Jahr 2006, demnach soll das operative Ergebnis über dem des Vorjahres liegen. (28.09.2006/ac/n/m)

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