12.02.2008 14:05
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Börsen in Europa: Im Aufwind, Credit Suisse und Sanofi-Aventis nach Zahlen im Blick

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen präsentieren sich am Dienstag deutlich gefestigt. Gestützt wird die Stimmung von den starken Vorgaben der Wall Street und den positiven US-Futures. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 1,15 Prozent auf 3.720,57 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt 1,13 Prozent zu auf 3.173,36 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 kann sich um 1,26 Prozent auf 843,13 Indexpunkte vorarbeiten. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.

Papiere von Xstrata verlieren an der Londoner Börse 1,5 Prozent. Der Minen- und Rohstoffkonzern hat Presseangaben zufolge ein Übernahmeangebot des brasilianischen Eisenerzproduzenten Vale als zu niedrig abgelehnt. Branchenkollegen wie BHP Billiton, Anglo American und Rio Tinto liegen dagegen deutlich im Plus. Sanofi-Aventis ziehen in Paris um 1,3 Prozent an. Der Pharmakonzern hat seinen Gewinn im vierten Quartal unerwartet deutlich gesteigert. Für 2008 rechnet der Konzern mit einem weiteren Wachstum.

In Zürich richten sich die Blicke auf das von der Credit Suisse vorgelegte Zahlenwerk. Der Gewinn der zweitgrößten Bankgesellschaft in der Schweiz ist im vierten Quartal um 72 Prozent eingebrochen, was mit Abschreibungen in Höhe von 1,3 Mrd. Schweizer Franken zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden knapp verfehlt. Die Aktie kann sich inzwischen etwas von den morgendlichen Abschlägen erholen und liegt mit -0,5 Prozent im Markt. Titel der UBS gewinnen nach anfänglichen Verlusten 0,4 Prozent.

In Stockholm brechen Tele2 um mehr als 6 Prozent ein. Der Telekommunikationskonzern konnte seinen Verlust im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Entwicklung im Mobilfunksegment weiter deutlich reduzieren. Insgesamt haben die Zahlen aber enttäuscht.

Indexstände (13:54 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.720,57 (+1,15 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.173,36 (+1,13 Prozent)

EURONEXT 100: 843,13 (+1,26 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.765,60 (+1,01 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.732,84 (+1,07 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 33.060,00 (+0,90 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 12.973,60 (+1,21 Prozent)

SMI (Zürich): 7.371,92 (+0,33 Prozent)

ATX (Wien): 3.753,40 (+0,07 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis S.A. (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im vierten Quartal unerwartet deutlich um 6,2 Prozent gestiegen ist, was mit wieder erstarkten Umsätzen bei dem Blutverdünner Plavix und Kosteneinsparungen aus Stellenstreichungen zusammenhängt. Der bereinigte Gewinn (vor bestimmten Einmaleffekten) nahm um 4,5 Prozent zu. Der Umsatz nahm um 6 Prozent ab. Das operative Ergebnis reduzierte sich um 1,3 Prozent. Für 2008 rechnet der Konzern mit einem bereinigten EPS-Wachstum von rund 7 Prozent.

Die Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530/ WKN 876800), die zweitgrößte Bankgesellschaft in der Schweiz, meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal um 72 Prozent eingebrochen ist, was mit Abschreibungen in Höhe von 1,3 Mrd. Schweizer Franken zusammenhängt. Analysten waren im Vorfeld von einem etwas besseren Ergebnis ausgegangen. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft fiel um rund die Hälfte. Im Gesamtjahr 2007 stieg der Nettogewinn aus dem laufenden Geschäft um rund 3 Prozent.

Der schweizerische Minen- und Rohstoffkonzern Xstrata plc (ISIN GB0031411001/ WKN 552834) hat Presseangaben zufolge ein Übernahmeangebot des brasilianischen Eisenerzproduzenten Vale (ehemals Companhia Vale do Rio Doce, CVRD) (ISIN US2044121000/ WKN 907799) als zu niedrig abgelehnt. Wie die "Financial Times" am Montag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, habe Xstrata ein informelles Übernahmeangebot des brasilianischen Konzerns in Höhe von knapp unter 40 Britischen Pfund (GBP) je Aktie (rund 76 Mrd. Dollar) als zu niedrig abgelehnt. Wie die Wirtschaftszeitung weiter berichtete, hätten sich beide Seiten noch weit von einer Einigung über eine mögliche Transaktion entfernt, wobei Vale kurz davor stehe, die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss abzubrechen.

Der schwedische Telekommunikationskonzern Tele2 AB (ISIN SE0000314312/ WKN 900760) konnte den Verlust im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Entwicklung im Mobilfunksegment weiter deutlich reduzieren. Der Gesamtumsatz lag leicht über dem Vorjahreswert. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern aufgrund der weiterhin starken Entwicklung im Mobilfunkgeschäft eine weitere Ergebnisverbesserung. (12.02.2008/ac/n/m)

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