BAE Systems Aktie [WKN: 866131 / ISIN: GB0002634946]

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03.07.2008 14:25
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Börsen in Europa: Im Minus, EZB erhöht Zinsniveau

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen liegen am Donnerstag durchweg im Minus. Belastet von äußerst schwachen US-Vorgaben und neuen Rekordständen beim Ölpreis verliert der Dow Jones EURO STOXX 50 aktuell 0,38 Prozent auf 3.276,07 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,30 Prozent ein auf 2.832,15 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt 0,89 Prozent ab auf 751,87 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls schwächer.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Rahmen ihrer turnusmäßigen Sitzung eine Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte bekannt gegeben. Die Entscheidung war im Vorfeld erwartet worden, obwohl es angesichts der schwierigen konjunkturellen Gesamtsituation Warnungen vor einer Anhebung der Leitzinsen gegeben hatte. In Kürze wird EZB-Präsident Trichet die Überlegungen, die diesen Beschlüssen zugrunde liegen, auf einer Pressekonferenz erläutern.

BAE Systems gewinnen an der Londoner Börse gut 2 Prozent. Der Rüstungskonzern hat zusammen mit einem Partner von der britischen Regierung einen Auftrag über 3 Mrd. Britische Pfund zum Bau von zwei Flugzeugträgern für die Royal Navy erhalten. Finanzwerte stehen ebenfalls im Plus. Unter anderem gewinnen Barclays 0,8 Prozent und RBS 1,8 Prozent. Für Vodafone geht es dagegen um ein knappes Prozent nach unten. Der Mobilfunkbetreiber kündigte zuvor die mehrheitliche Übernahme der Ghana Telecommunications an. Die Transaktionssumme wurde auf 900 Mio. Dollar beziffert.

In Paris legen BNP Paribas 1,5 Prozent zu, nachdem S&P das Rating der Großbank bestätigt hat. Daneben ziehen Crédit Agricole um 3,5 Prozent und Société Générale um 2,3 Prozent an. In Zürich fallen Syngenta nach Gewinnmitnahmen um 5,5 Prozent zurück. Die beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis liegen dagegen leicht im positiven Terrain.

Indexstände (14:10 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.276,07 (-0,38 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.832,15 (-0,30 Prozent)

EURONEXT 100: 751,87 (-0,897 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.426,10 (-0,00 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.265,24 (-0,73 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 28.641,00 (-1,15 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.775,20 (-0,69 Prozent)

SMI (Zürich): 6.787,28 (-0,83 Prozent)

ATX (Wien): 3.738,18 (-1,65 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems plc (ISIN GB0002634946/ WKN 866131) hat zusammen mit einem Partner von der britischen Regierung einen Auftrag über 3 Mrd. Britische Pfund (GBP) zum Bau von zwei Flugzeugträgern für die Royal Navy erhalten. Wie das britische Verteidigungsministerium heute bekannt gab, hat es mit der BVT Surface Fleet Ltd., einem Unternehmen von BAE und der VT Group plc (ISIN GB0031729733/ WKN 874936), ein entsprechendes Abkommen geschlossen. Die beiden Schiffe, HMS Queen Elizabeth und HMS Prince of Wales, werden mit einer Länge von ca. 280 Meter die größten in der Geschichte der Royal Navy sein. Durch den Kontrakt würden 10.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert, hieß es weiter.

Die irische Billigfluglinie Ryanair Holdings plc (ISIN IE00B1GKF381/ WKN A0MJ5T) hat die Beteiligung an der Aer Lingus Group plc (ISIN IE00B1CMPN86/ WKN A0KFMP) weiter aufgestockt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der größte europäische Billigflieger über eine Tochtergesellschaft insgesamt 3,5 Millionen weitere Aer Lingus-Aktien erworben. Damit erhöht sich die Beteiligung an Aer Lingus auf 29,82 Prozent der ausstehenden Aktien. Im vergangenen Jahr hatte die Europäische Kommission eine Übernahme von Aer Lingus durch Ryanair aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht genehmigt. Außerdem hatten die Aktionäre von Aer Lingus gegen eine Übernahme votiert.

Der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone Group plc (ISIN GB00B16GWD56/ WKN A0J3PN) kündigte heute die mehrheitliche Übernahme der Ghana Telecommunications Co. Ltd. an. Wie aus der Pressemitteilung des führenden europäischen Mobilfunkkonzerns hervorgeht, wird man im Rahmen des mit der Regierung von Ghana geschlossenen Abkommens insgesamt 70 Prozent der Anteile von Ghana Telecommunications zu einem Gesamtkaufpreis von 900 Mio. Dollar erwerben. Ghana Telecommunications verfügt über insgesamt 1,4 Millionen Mobilfunkkunden und ist damit der drittgrößte Anbieter des Landes. Des Weiteren nimmt die Gesellschaft die führende Position im Festnetzgeschäft in Ghana ein.

Der britische Verkehrsdienstleisters Arriva plc (ISIN GB0002303468/ WKN 873130) gab heute die Übernahme der spanischen Empresa de Blas y Cia S.L. (De Blas) sowie der zugehörigen Tochtergesellschaften bekannt. Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen der größten Anbieter in der spanischen Metropole Madrid, der mit insgesamt 679 Angestellten über 222 Busse verfügt. Im abgelaufenen Fiskaljahr erzielte De Blas einen Umsatz von 48,8 Mio. Euro sowie einen Vorsteuergewinn von 3,5 Mio. Euro. Der Gesamtkaufpreis wurde auf 99,25 Mio. Euro beziffert.

Die Agentur Standard & Poor's (S&P) hat das Rating der französischen Großbank BNP Paribas S.A. (ISIN FR0000131104/ WKN 887771) bestätigt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, stuft S&P BNP Paribas weiterhin mit "AA+" und einem stabilen Ausblick ein. Zur Begründung verwies die Rating-Agentur unter anderem auf das nach wie vor starke und diversifizierte Geschäftsmodell, die solide Finanzposition und die notwendige finanzielle Flexibilität der Großbank hin.

Der schwedische Nutzfahrzeugkonzern Volvo AB (ISIN SE0000115446/ WKN 855689) hat sich von einer Produktionsniederlassung in Finnland getrennt. Wie der Konzern heute erklärte, wurde mit einem vornehmlich aus finnischen Investoren bestehenden Konsortium eine Vereinbarung über den Verkauf des Werks im finnischen Turku geschlossen. Da der Verkauf zum Buchwert durchgeführt wurde, ergeben sich keinerlei Auswirkungen auf das Konzernergebnis, teilte Volvo weiter mit. (03.07.2008/ac/n/m)

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