Telefonaktiebolaget L.M. Ericsson (B) Aktie [WKN: 850001 / ISIN: SE0000108656]

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23.04.2008 14:28
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Börsen in Europa: Im Minus, UCB heben ab

Paris (aktiencheck.de AG) - Belastet von enttäuschenden Zahlen des US-Anleiheversicherers Ambac liegen die europäischen Börsen zur Tagesmitte hin allesamt im Minus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,53 Prozent auf 3.716,23 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,81 Prozent ein auf 3.123,06 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbucht einen Abschlag von 0,07 Prozent auf 867,83 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden überwiegend Verluste.

Anteile des Telekommunikationsausrüsters Ericsson gewinnen in Stockholm gegen den Trend rund 1 Prozent. Der Mobiltelefonhersteller Sony Ericsson, ein Joint Venture der Schweden und dem japanischen Technologiekonzern Sony, meldete heute, dass Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2008 deutlich gesunken sind. Analysten hatten im Vorfeld allerdings mit Schlimmerem gerechnet.

Saint-Gobain ziehen an der Pariser Börse nach der Vorlage der Umsatzzahlen für das erste Quartal um 1,6 Prozent an. In Zürich gewinnen Richemont mehr als 2 Prozent. Der Luxusgüterkonzern verbuchte im ersten Quartal ein deutliches Umsatzplus. In Brüssel richten sich die Blicke mitunter auf UCB. Der Pharmakonzern hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Marktzulassung für das Medikament Cimzia erhalten. Die Anleger honorieren die Meldung mit einem Plus von rund 20 Prozent.

In Amsterdam legen KPN ein knappes Prozent zu. Einem Pressebericht zufolge zieht die spanische Telefonica ein Übernahmeangebot für die niederländische Telefongesellschaft in Betracht. Telefonica verlieren in Madrid ein halbes Prozent. TomTom brechen nach der Vorlage von Geschäftszahlen um knapp 7 Prozent ein.

Indexstände (14:12 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.716,23 (-0,53 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.123,06 (-0,81 Prozent)

EURONEXT 100: 867,83 (-0,07 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.999,40 (-0,58 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.873,35 (+0,01 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 33.072,00 (-1,25 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 13.488,60 (-0,77 Prozent)

SMI (Zürich): 7.265,61 (-0,86 Prozent)

ATX (Wien): 4.022,18 (+0,74 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der Mobiltelefonhersteller Sony Ericsson Mobile Communications AB, ein Joint Venture des schwedischen Telekommunikationsausrüsters Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) und der japanischen Sony Corp. (ISIN JP3435000009/ WKN 853687), meldete heute, dass Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2008 gesunken sind. Demnach fiel der Umsatz um knapp 8 Prozent. Der operative Gewinn sank um 48 Prozent, während sich das Nettoergebnis um 48 Prozent reduzierte. Die Anzahl der ausgelieferten Mobilfunkgeräte stieg hingegen von 21,8 Millionen auf 22,3 Millionen. Gründe für diese Entwicklung sind ein schwächeres Wachstum im Markt für Mid- bis High-End-Telefone sowie höhere F&E-Ausgaben.

Der französische Baustoffkonzern Compagnie de Saint-Gobain S.A. (ISIN FR0000125007/ WKN 872087) veröffentlichte am Dienstagabend die Umsatzzahlen im 2008 und bekräftigte zugleich den Ausblick 2008. Demnach ging der Umsatz um 1,4 Prozent zurück. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Umsatzerlöse um 3,0 Prozent. Bei unveränderten Wechselkursen belief sich der Umsatzanstieg auf 1,5 Prozent. Die schwache Entwicklung führte das Unternehmen auf die rückläufige Entwicklung in Nordamerika zurück.

Der Luxusgüterkonzern Compagnie Financière Richemont AG (ISIN CH0012731458/ WKN 875863) verbuchte im ersten Quartal ein Umsatzplus. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz wechselkursbereinigt um 10 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen wurde ein Umsatzanstieg von 16 Prozent ausgewiesen.

Der belgische Pharmakonzern UCB S.A (ISIN BE0003739530/ WKN 852738) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Marktzulassung für das Medikament Cimzia erhalten. Wie der Konzern heute erklärte, wurde das Medikament zur Behandlung von erwachsenen Patienten zugelassen, die an Morbus Chron erkrankt sind. Zuvor wurde eine umfangreiche Versuchsreihe mit mehr als 1.500 Patienten, die an einer gemäßigten bis schweren Form dieser chronischen Magen-Darm-Erkrankung leiden, erfolgreich abgeschlossen.

Die spanische Telefonica S.A. (ISIN ES0178430E18/ WKN 850775), die nach Kundenzahlen größte Telefongesellschaft in Europa, zieht Presseangaben zufolge ein Übernahmeangebot für die niederländische Telefongesellschaft KPN N.V. (ISIN NL0000009082/ WKN 890963) in Betracht. Wie die "Financial Times Deutschland" heute berichtet, könnte der Telefonica-Konzern durch eine Übernahme sein Mobilfunkgeschäft O2 in Deutschland mit der deutschen KPN-Mobilfunktochter E-Plus zusammenlegen. Entsprechende Gespräche hätten jedoch noch nicht begonnen. Hintergrund für die interne Prüfung der Spanier sei der jüngste Vorstoß der France Télécom S.A. (ISIN FR0000133308/ WKN 906849). Europas drittgrößte Telefongesellschaft bestätigte am Freitag offiziell, dass sie Interesse an der schwedischen TeliaSonera AB (ISIN SE0000667925/ WKN 938475) hat.

Der niederländische Navigationsgerätehersteller TomTom N.V. (ISIN NL0000387058/ WKN A0ET88) meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal deutlich gesunken ist, was auf stark gefallene Preise zurückzuführen ist. Der Umsatz ging um 11 Prozent zurück. Für 2008 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz von 1,8 bis 2,0 Mrd. Euro, nach bisher erwarteten bis zu 2,2 Mrd. Euro. (23.04.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B) 7,6 +1,7%
Compagnie de Saint-Gobain 37,5 +2,9%
Compagnie Financière Richemont 36,0 -1,3%
UCB 22,0 +0,3%
Telefonica 17,4 +0,1%
KPN 10,5 -0,2%
TomTom 14,8 -0,3%
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