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Börsen in Europa: Im Plus, Finanzwerte stark
Finanzwerte profitieren nach wie vor von der gestern angekündigten Liquiditätsspritze mehrerer Notenbanken. In London preschen Titel von Standard Life um gut 11 Prozent nach oben. Der Lebensversicherer verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Ergebnisentwicklung auf dem Heimatmarkt einen unerwartet deutlichen Ergebnisanstieg. Außerdem gewinnen Barclays 4,9 Prozent, RBS 3,3 Prozent und Old Mutual mehr als 5 Prozent.
In Paris legen BNP Paribas gut 3 Prozent, Crédit Agricole 4,2 Prozent und Société Générale 4,8 Prozent zu. An der Schweizer Börse stechen Titel der Credit Suisse sowie die der UBS mit Aufschlägen von jeweils mehr als 6 Prozent ins Auge. Daneben rücken Julius Bär um 3,3 Prozent vor. In Wien geben Schoeller-Bleckmann nach einem positiven Auftakt mehr als 2 Prozent ab. Der Ölfeld-Servicedienstleister konnte Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2007 jeweils deutlich steigern.
Für Kazakhmys geht es an der Londoner Börse um 14 Prozent aufwärts. Wie zuvor bekannt wurde, zieht die in Kasachstan ansässige Eurasian Natural Resources eine Übernahme des Kupferminenbetreibers in Betracht.
Indexstände (13:52 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.650,84 (+1,23 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.097,95 (+1,26 Prozent)
EURONEXT 100: 836,81 (+1,21 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.763,30 (+1,28 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.699,87 (+1,56 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 32.671,00 (+0,60 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 13.196,50 (+1,08 Prozent)
SMI (Zürich): 7.255,67 (+1,58 Prozent)
ATX (Wien): 3.795,65 (+1,78 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Lebensversicherer Standard Life plc (ISN GB00B16KPT44/ WKN A0J3TV) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Ergebnisentwicklung auf dem Heimatmarkt einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Vorsteuergewinn um rund ein Drittel. Aufgrund einer Steuerrückerstattung verbesserte sich das Nachsteuerergebnis um 53 Prozent. Wesentlichen Anteil an der Ergebnisverbesserung hatte die starke Entwicklung im Kerngeschäftsfeld Lebensversicherungen und Altersvorsorge.
Die Eurasian Natural Resources Corp. (ISIN GB00B29BCK10/ WKN A0M9S2) will ein Übernahmeangebot für den Kupferminenbetreiber Kazakhmys plc (ISIN GB00B0HZPV38/ WKN A0HFWR) abgeben. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat die in Kasachstan ansässige Eurasian Natural Resources bereits informelle Gespräche bezüglich einer möglichen Übernahme mit Kazakhmys geführt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist aber noch unsicher, ob es zu einem Übernahmeangebot für den Kupferminenbetreiber kommen wird.
Der britisch/australische Bergbaukonzern Rio Tinto plc/ Ltd. (ISIN GB0007188757/ WKN 852147) (ISIN AU000000RIO1/ WKN 855018) hat am Dienstag ein Investitionsprogramm für seine Tochtergesellschaft Iron Ore Company of Canada (IOC) verabschiedet. Demnach sollen im Rahmen einer ersten Phase insgesamt 475 Mio. Dollar in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Eisenerz investiert werden, um die jährliche Produktion von Eisenerzkonzentraten bei IOC auf jährlich 22 Millionen Tonnen auszubauen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Kapazitäten auf jährlich 25 Millionen Tonnen erhöht werden, wobei diese Entscheidung noch von der Durchführung einer Machbarkeitsstudie abhängt.
Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (ISIN AT0000946652/ WKN 907391) (SBO) veröffentlichte auf der Bilanzpressekonferenz einen Anstieg bei Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2007. Wie der österreichische Ölfeld-Servicedienstleister heute erklärte, übertraf der Konzernumsatz den Vorjahreswert um 33 Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 55 Prozent. Die EBIT-Marge lag bei 24,0 Prozent, nach zuvor 20,1 Prozent. Diese erfreuliche Entwicklung war sowohl auf Preisanpassungen als auch auf eine Kostendegression aufgrund der Vollnutzung der Kapazitäten zurückzuführen. Das Konzernergebnis erreichte eine Steigerung um 45 Prozent.
Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines AG (AUA) (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) legte heute die vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vor. Dabei konnte der Luftfahrtkonzern nach zweijähriger Pause wieder schwarze Zahlen erwirtschaften. Beim Jahresergebnis wurde ein Gewinn verbucht, nach einem deutlichen Minus im Vorjahr. Der Flugumsatz verringerte sich um 3,7 Prozent.
Der österreichische Industriekonzern RHI AG (ISIN AT0000676903/ WKN 874182) präsentierte heute die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr. Demnach konnte der Weltmarktführer im Bereich Feuerfest den Konzernumsatz aus dem fortgeführten Geschäft nach vorläufigen Berechnungen um mehr als 11 Prozent steigern. Beim Betriebsergebnis wurde ein Anstieg von 23 Prozent ausgewiesen. Beim Nachsteuerergebnis wurde ein Anstieg um 14 Prozent erzielt. (12.03.2008/ac/n/m)
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