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Börsen in Europa: Kaum verändert, Minenwerte gesucht, Finanztitel unter Druck
Minenwerte zählen in London angesichts der steigenden Kupfernotierung zu den größten Favoriten. Unter anderem legen BHP Billiton 5,4 Prozent, Rio Tinto 3,9 Prozent und Xstrata 4,6 Prozent zu. Anteilsscheine des Baustoffhändlers Wolseley, dessen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12 Prozent gesunken ist, liegen rund 3 Prozent schwächer im Handel. Im Blick steht außerdem die Aktie von GlaxoSmithKline. Der Pharmakonzern teilte heute mit, von der EU-Kommission die Marktfreigabe für Cerverix erhalten zu haben. Der Wert gibt dennoch 0,8 Prozent ab.
Wegen der anhaltenden Hypothekenkrise in den USA befinden sich Finanztitel weiter auf dem absteigenden Ast. Barclays sacken um mehr als 3 Prozent ab. Presseangaben zufolge bereitet sich die Bankgesellschaft auf die Schließung ihrer Subprime-Privatkundenkreditsparte FirstPlus vor. Northern Rock verlieren über 5 Prozent. Laut einem Zeitungsartikel planen drei führende Hedgefonds eine Zerschlagung der angeschlagenen Bank, wobei die Aktionäre jedoch praktisch leer ausgehen würden. In Paris geht es für Crédit Agricole, BNP Paribas und Société Générale um jeweils mehr als 1 Prozent gen Süden. Credit Suisse und UBS halten sich in Zürich relativ stabil.
Papiere von Volvo verlieren in Stockholm knapp 2 Prozent. Der Nutzfahrzeugkonzern litt im Zeitraum von Januar bis August unter der schwachen Entwicklung in Nordamerika und musste insgesamt einen Absatzrückgang hinnehmen.
Indexstände (14:09 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.368,76 (-0,04 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.828,23 (+0,14 Prozent)
EURONEXT 100: 1.011,15 (-0,07 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.483,40 (+0,41 Prozent)
CAC40 (Paris): 5.702,79 (+0,04 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 40.176,00 (+0,52 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 14.518,00 (+0,47 Prozent)
SMI (Zürich): 8.932,82 (+0,40 Prozent)
ATX (Wien): 4.602,70 (+0,44 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die britische Bankgesellschaft Barclays plc (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) bereitet sich Presseangaben zufolge auf die Schließung ihrer Subprime-Privatkundenkreditsparte FirstPlus vor, wobei hier ein Verlust entstehen würde. Wie der "Sunday Telegraph" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind der US-Mischkonzern General Electric Co. (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144) und der US-Versicherungskonzern American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073/ WKN 859520) die aussichtsreichsten Kandidaten für eine Übernahme der Sparte zu einem äußerst günstigen Preis. Eine Entscheidung wird bis zum Monatsende erwartet, hieß es weiter.
Presseangaben zufolge planen drei führende Hedgefonds eine Zerschlagung der angeschlagenen britischen Bank Northern Rock plc (ISIN GB0001452795/ WKN 909658), bei der hohe Gewinne entstehen würden, die Aktionäre jedoch praktisch leer ausgehen würden. Wie der "Sunday Telegraph" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wollen die Hedgefonds die Hypotheken der Bank unter deren Nennwert erwerben und diese bis zu ihrer Fälligkeit halten. Demnach würde man sich das Hypotheken-Portfolio aufteilen, das einen Wert von mehr als 100 Mrd. Britischen Pfund hat.
Der britische Baustoffhändler Wolseley plc (ISIN GB0009764027/ WKN 860235) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12 Prozent gesunken ist, was mit einer zunehmenden Schwäche im US-Häusermarkt und höheren Zinsausgaben als Folge von Akquisitionen zusammenhängt. Analysten waren im Vorfeld von einem weniger starken Ergebnisrückgang ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 14,6 Prozent.
Die britische GlaxoSmithKline plc (GSK) (ISIN GB0009252882/ WKN 940561), Europas größter Pharmakonzern, hat von der EU-Kommission die Marktfreigabe für Cerverix erhalten. Unternehmensangaben von heute zufolge kann der Krebsimpfstoff damit in allen 27 EU-Ländern vermarktet werden. Das Präparat dient zur Vorbeugung gegen den durch Viren verursachten Gebärmutterhalskrebs, eine Impfung kann Frauen zwischen zehn und 25 Jahren verschrieben werden. Der weltweit zweitgrößte Pharmakonzern geht davon aus, dass Cerverix Blockbuster-Potenzial hat, d.h. dass die jährlichen Umsätze des Impfstoffs die Marke von 1,0 Mrd. Dollar überschreiten könnten.
Der schwedische Nutzfahrzeugkonzern Volvo AB (ISIN SE0000115446/ WKN 855689) musste im Zeitraum von Januar bis August einen Absatzrückgang ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, wurden in den ersten acht Monaten des laufenden Geschäftsjahres insgesamt 4,0 Prozent weniger Modelle abgesetzt. Dabei musste Volvo vor allem auf dem Absatzmarkt in Nordamerika aufgrund der anhaltend kritischen Lage auf dem US-Baumarkt einen deutlichen Absatzrückgang von 59 Prozent hinnehmen. In den übrigen Hauptabsatzregionen Asien und Europa verbuchte Volvo hingegen eine insgesamt gute Absatzentwicklung. (24.09.2007/ac/n/m)
| 06.10.2008 | Barclays buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 19.09.2008 | Barclays buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 18.09.2008 | Barclays buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 01.07.2008 | Barclays buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 22.05.2008 | Barclays equal weight | Lehman Brothers Inc. |
Aktien in diesem Artikel
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