03.06.2008 14:22
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Börsen in Europa: Kaum verändert, Ryanair im Höhenflug

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen finden am Dienstag keine klare Richtung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,02 Prozent auf 3.719,71 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,05 Prozent ein auf 3.149,96 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gewinnt dagegen 0,25 Prozent und steht bei 880,57 Indexpunkten. Die europäischen Länderbörsen melden überwiegend Gewinne.

An der Londoner Börse springen Anteilsscheine von Ryanair um gut 8 Prozent. Vor Sonderposten hat die irische Billigfluglinie im abgelaufenen Geschäftsjahr unerwartet gut verdient. Aufgrund höherer Treibstoffkosten rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr allerdings nur noch mit einem Break-Even beim Ergebnis. Zuvor war noch ein deutlicher Überschuss in Aussicht gestellt worden.

In Paris gewinnen Papiere von Alcatel-Lucent knapp 2 Prozent. Der Netzwerkausrüster meldete zuvor, dass er von Sunrise Communications, dem zweitgrößten Telekomanbieter in der Schweiz, einen siebenjährigen Auftrag über 340 Mio. Euro zur Bereitstellung von Outsourcing-Diensten erhalten hat.

BBVA geben in Madrid leicht ab. Das Finanzinstitut hat mit der chinesischen Citic Group ein Abkommen geschlossen, im Rahmen dessen sich BBVA mit bis zu 30 Prozent an Citic International Financial und mit rund 10 Prozent an der China Citic Bank beteiligen wird. Insgesamt zahlt BBVA rund 800 Mio. Euro für die zusätzlichen Anteile.

Indexstände (14:13 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.719,71 (-0,02 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.149,96 (-0,05 Prozent)

EURONEXT 100: 880,57 (+0,25 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.013,70 (+0,10 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.950,38 (+0,31 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 32.787,00 (+0,21 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 13.332,20 (+0,24 Prozent)

SMI (Zürich): 7.552,40 (-0,04 Prozent)

ATX (Wien): 4.389,50 (+0,21 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die TNK-BP International Ltd. (TIL), die zur Hälfte dem britischen Ölkonzern BP plc (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) gehört, gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 um 21 Prozent gesunken ist, was vor allem mit dem Verkauf der Udmurtneft-Beteiligung zusammenhängt. Ohne den Verkauf der Udmurtneft-Beteiligung, der im August 2006 erfolgte, wäre der Nettogewinn um 24 Prozent gestiegen. Das EBITDA reduzierte sich um 16 Prozent. Der Umsatz wiederum nahm um 9 Prozent zu.

Die irische Billigfluglinie Ryanair Holdings plc (ISIN IE00B1GKF381/ WKN A0MJ5T) gab heute bekannt, dass sie im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was mit einer Neubewertung ihrer Aer Lingus-Beteiligung zusammenhängt. Für das laufende Geschäftsjahr wurde die Planung gesenkt. Der Umsatz kletterte um 21 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr geht Ryanair beim Ergebnis aufgrund höherer Treibstoffkosten nun von einem Break-Even aus. Bisher hatte man noch mit einem Gewinn von 235 bis 500 Mio. Euro gerechnet.

Der französische Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent (ISIN FR0000130007/ WKN 873102) meldete heute, dass er von der Sunrise Communications AG, dem zweitgrößten Telekomanbieter in der Schweiz, einen siebenjährigen Auftrag über 340 Mio. Euro zur Bereitstellung von Outsourcing-Diensten erhalten hat. Die schweizerische Sunrise, die zur größten dänischen Telefongesellschaft TDC A/S (ISIN DK0010253335/ WKN 890326) gehört, hat demnach nach sorgfältiger Prüfung beschlossen, Betrieb und Wartung ihrer Netzorganisation (Mobilfunk, Festnetz, Daten) zum 1. August 2008 an Alcatel-Lucent auszulagern.

Die spanische Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A. (BBVA) (ISIN ES0113211835/ WKN 875773) gab heute bekannt, dass sie mit der chinesischen Citic Group ein Abkommen geschlossen hat, nach dem sich BBVA mit bis zu 30 Prozent an der Citic International Financial Holdings Ltd. (CIFH) (ISIN HK0183011623/ WKN 157762) und mit rund 10,1 Prozent an der China Citic Bank Corp. Ltd. (CNCB) (ISIN CNE1000001Q4/ WKN A0M4WR) beteiligen wird. BBVA verfügte zuletzt über eine Beteiligung in Höhe von 15 Prozent an CIFH und hielt 5 Prozent der CNCB-Anteile. Durch die jüngsten Maßnahmen erhält BBVA das Recht, drei Mitglieder für das CIFH-Board und zwei Mitglieder für das CNCB-Board zu bestellen. Insgesamt zahlt die spanische Bank rund 800 Mio. Euro für die zusätzlichen Anteile. Dabei erhält sie zudem die Option, ihre CNCB-Beteiligung über die nächsten zwei Jahre auf bis zu 15 Prozent auszubauen. (03.06.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

BP 6,6 +1,2%
Ryanair 1 2,6
Alcatel-Lucent 4,1 -4,6%
Banco Bilbao Vizcaya Argentaria 11,5 +0,9%
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Unverändert




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