15.05.2008 14:22
Drucken |

Schrift:

Börsen in Europa: Kaum verändert, Vivendi und SABMiller gesucht, Barclays schwach

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen treten am Donnerstag quasi auf der Stelle. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verbucht derzeit ein leichtes Minus von 0,11 Prozent auf 3.853,38 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gewinnt dagegen 0,14 Prozent auf 3.262,34 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legt wiederum 0,15 Prozent zu auf 900,37 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen schlagen unterschiedliche Richtungen ein.

Die Aktie von Cadbury gewinnt an der Londoner Börse mehr als 4 Prozent. Der Süßwarenkonzern meldete zuvor, dass sein Umsatz im ersten Halbjahr die eigenen Erwartungen übertreffen wird. Anteilsscheine von SABMiller legen ähnlich stark zu. Aufgrund von Preiserhöhungen und eines höheren Bierabsatzes in Osteuropa und in den USA konnte der Bierkonzern seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr unerwartet deutlich steigern. Die Aktie von Barclays sackt dagegen um mehr als 3 Prozent ab. Die Großbank hat im ersten Quartal Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mrd. Britischen Pfund vorgenommen.

In Paris verlieren Papiere von Crédit Agricole 1,5 Prozent. Die Bankgesellschaft kündigte heute den Verkauf von Vermögenswerten und die Restrukturierung ihrer Investment Banking-Sparte Calyon an. Zudem wurde die Kapitalerhöhung im Volumen von 5,9 Mrd. Euro bestätigt. Außerdem wurde bekannt, dass der Gewinn des Konzerns in den drei Monaten bis Ende März deutlich gesunken ist. Die Aktie von Vivendi prescht dagegen um knapp 6 Prozent vor. Der Medien- und Mobilfunkkonzern hat am Vorabend die Zahlen zum ersten Quartal 2008 veröffentlicht und den Ausblick für das Gesamtjahr 2008 bekräftigt.

Papiere des Versicherungskonzerns Zurich Financial verfestigen sich in Zürich nach Zahlen um gut 3 Prozent.

Indexstände (14:03 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.853,38 (-0,11 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.262,34 (+0,14 Prozent)

EURONEXT 100: 900,37 (+0,15 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.237,60 (+0,35 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.060,21 (+0,10 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 34.266,00 (-0,01 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 14.154,70 (-0,23 Prozent)

SMI (Zürich): 7.678,12 (+1,10 Prozent)

ATX (Wien): 4.401,11 (-0,04 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Süßwarenkonzern Cadbury plc (ISIN GB00B2PF6M70/ WKN A0NJP5) meldete heute, dass sein Umsatz im ersten Halbjahr die eigenen Erwartungen übertreffen wird. Zudem habe sich die Profitabilität nach Preiserhöhungen und Kostensenkungen verbessert. Den Angaben zufolge wird der Umsatz über dem oberen Rand des bisherigen Plankorridors (+4 bis +6 Prozent) liegen, während sich die Gewinnmarge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 1,5 Prozentpunkte verbessern wird.

Der britische Bierkonzern SABMiller plc (ISIN GB0004835483/ WKN 861038), die Nummer drei der Welt, gab heute bekannt, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 23 Prozent gestiegen ist, was auf Preiserhöhungen und einen höheren Bierabsatz in Osteuropa und in den USA zurückzuführen ist. Der Umsatz nahm um 15 Prozent zu. Der bereinigte Gewinn kletterte um 20 Prozent.

Die britische Großbank Barclays plc (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) meldete heute, dass sie im ersten Quartal Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mrd. Britischen Pfund vorgenommen hat. Wie die drittgrößte Bank in Großbritannien mitteilte, stehen die Abschreibungen im Investment Banking in Zusammenhang mit den rückläufigen Kreditmärkten. Das Ergebnis des ersten Quartals wird durch die jüngsten Abschreibungen unter dem vergleichbaren Vorjahreswert liegen, hieß es.

Die französische Bankgesellschaft Crédit Agricole S.A. (ISIN FR0000045072/ WKN 982285) meldete heute, dass sie Vermögenswerte verkaufen und ihre Investment Banking-Sparte Calyon restrukturieren wird. Zudem wurde die Kapitalerhöhung im Volumen von 5,9 Mrd. Euro bestätigt. Den Angaben zufolge wird die Bank weiterhin nicht zum Kerngeschäft gehörende Assets verkaufen, um ihre Bilanz zu stärken. Dabei hat man mögliche Veräußerungen im Volumen von rund 5 Mrd. Euro ausgemacht, die über die nächsten 18 Monate getätigt werden sollen. Bei Calyon will das Kreditinstitut indes rund 10 Prozent der Kosten senken. Wie weiter mitgeteilt wurde, sank der Gewinn in den drei Monaten bis Ende März um 66 Prozent. Dabei wurde das Ergebnis durch eine Abschreibung in Höhe von 1,2 Mrd. Euro bei Calyon belastet. Die am Dienstag angekündigte Kapitalerhöhung soll bis Sommer dieses Jahres erfolgen, hieß es.

Der französische Medien- und Mobilfunkkonzern Vivendi S.A. (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) hat am Mittwochabend die Zahlen zum ersten Quartal 2008 veröffentlicht und den Ausblick für das Gesamtjahr 2008 bekräftigt. Die Umsatzerlöse verbesserten sich demnach um 5,2 Prozent. Unter Berücksichtigung konstanter Wechselkurse belief sich das Umsatzplus auf 6,9 Prozent. Das bereinigte EBITA sank um 5,6 Prozent. Daneben sank der bereinigte Nettogewinn um 9,6 Prozent. Zudem bekräftigte Vivendi seinen Ausblick für 2008. Demnach soll das Wachstum vergleichbar zu dem in 2007 sein.

Der schweizerische Versicherungskonzern Zurich Financial Services (ISIN CH0011075394/ WKN 579919) teilte heute mit, dass er im ersten Quartal 2008 über alle Unternehmensbereiche hinweg ein erfolgreiches Ergebnis erwirtschaftet hat. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn stieg demnach um 3 Prozent. Die Bruttoprämien und Policengebühren im Schadenversicherungsgeschäft erreichten einen Zuwachs von 10 Prozent bzw. 2 Prozent in Lokalwährungen. (15.05.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

SABMiller 13,7 -3,5%
Barclays 4,5 +3,5%
Crédit Agricole 14,3 -1,7%
Vivendi Universal 26,5 -1,7%
Zurich Financial Services (N) (Zürich) 166,8 -5,2%
Wen würden Sie zum nächsten US-Präsidenten wählen?
John McCain
Barack Obama
Keinen von beiden




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige