01.08.2007 14:46
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Börsen in Europa: Kräftige Abschläge, Arcelor Mittal im Plus, Sanofi-Aventis und Cadbury Schweppes tauchen ab

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen verzeichnen am Mittwoch deutliche Verluste. Die Wall Street ist am Vorabend kräftig unter die Räder gekommen, nachdem der amerikanische Hypothekenfinanzierer American Home Mortgage Investment Liquiditätsprobleme eingestehen musste. Weitere Störfaktoren sind der hohe Ölpreis und die äußerst schwachen Vorgaben aus Asien. Zudem deuten die US-Futures auf einen schwachen Start in New York hin. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 1,82 Prozent und notiert bei 4.237,07 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 1,36 Prozent auf 3.742,69 Zähler ein. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt 1,81 Prozent auf 1.001,44 Indexpunkte ab. Die europäischen Länderbörsen entwickeln sich ebenfalls schwach.

Anteilsscheine von Arcelor Mittal schaffen zur Tagesmitte hin den Sprung in die Pluszone und legen in Amsterdam gegen den Trend über 1 Prozent zu. Der größte Stahlkonzern der Welt konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 50 Prozent steigern und die Analystenerwartungen übertreffen. Papiere des Verlagskonzerns Wolters Kluwer, der im zweiten Quartal dank verbesserter Margen einen Umsatz- und Ergebnisanstieg verbuchte, geben 1,2 Prozent ab.

In London knicken Papiere der Bankgesellschaft HBOS trotz guter Quartalszahlen um knapp 5 Prozent ein. Die Aktie von Cadbury Schweppes trifft es mit einem Minus von mehr als 7 Prozent allerdings noch härter. Der Konditorei- und Getränkekonzern verbuchte im ersten Halbjahr einen massiven Gewinneinbruch. Dagegen halten sich Titel von Prudential mit -0,7 Prozent recht stabil. Der Versicherungskonzern meldete heute, dass er seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 59 Prozent steigern konnte.

Die Aktie des Pharmakonzerns Sanofi-Aventis, der heute einen unerwartet starken Gewinnrückgang meldete, sackt in Paris um über 4 Prozent ab. Daneben geht es für BNP Paribas um 2,2 Prozent abwärts, obwohl die Bankgesellschaft im zweiten Quartal eine Gewinnsteigerung von 20 Prozent erzielt hat. Veolia präsentieren sich nach Zahlen besser als der Gesamtmarkt, der Wert verliert aktuell 0,6 Prozent.

Indexstände (14:31 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.237,07 (-1,82 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.742,69 (-1,36 Prozent)

EURONEXT 100: 1.001,44 (-1,81 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.281,40 (-1,24 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.651,88 (-1,72 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 39.605,00 (-1,53 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 14.646,40 (-1,05 Prozent)

SMI (Zürich): 8.885,04

ATX (Wien): 4.598,95 (-1,84 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die Prudential plc (ISIN GB0007099541/ WKN 852069), der zweitgrößte Versicherungskonzern in Großbritannien, meldete heute, dass er seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 59 Prozent steigern konnte. Das Neugeschäft nach APE (Annual Premium Equivalent) stieg um 12 Prozent. Der operative Gewinn auf EEV (European Embedded Value)-Basis auf dem laufenden Geschäft erhöhte sich um 39 Prozent und damit stärker als erwartet.

Die HBOS plc (ISIN GB0030587504/ WKN 677485), die viertgrößte Bankgesellschaft in Großbritannien, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im ersten Halbjahr um 20 Prozent steigern konnte, was auf höhere Einnahmen im Bereich Corporate Lending zurückzuführen ist. Analysten hatten im Vorfeld einen geringeren Anstieg erwartet. Die Rückstellungen für Kreditausfälle erhöhten sich im Berichtszeitraum um 11.

Der britische Konditorei- und Getränkekonzern Cadbury Schweppes plc (ISIN GB0006107006/ WKN 853392) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr um 78 Prozent eingebrochen ist und die Erwartungen der Analysten verfehlt hat. Der Umsatz aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich leicht.

Die niederländische Arcelor Mittal (ISIN NL0000361947/ WKN A0F41U), der größte Stahlkonzern der Welt, meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 50 Prozent gestiegen ist, was mit erhöhten Stahlpreisen zusammenhängt. Die Analystenerwartungen wurden dabei übertroffen. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 21 Prozent zu. Der Konzern erzielte bis zum Ende des ersten Halbjahres 2007 Kosteneinsparungen in Höhe von 971 Mio. Dollar aus der Fusion zwischen Arcelor und Mittal. Im vergangenen Jahr hatte man aus der Transaktion bis Ende 2008 Einsparungen in Höhe von 1,6 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt.

Die BNP Paribas S.A. (ISIN FR0000131104/ WKN 887771), die zweitgrößte Bankgesellschaft in Frankreich, meldete heute, dass sie im zweiten Quartal eine Gewinnsteigerung von 20 Prozent erzielt hat, was auf ein besseres Ergebnis im Segment Investment Banking zurückzuführen ist. Die Schätzungen der Analysten konnten damit geschlagen werden. Die Einnahmen erhöhten sich um 13,4 Prozent und die gesamten operativen Kosten um 13 Prozent.

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis S.A. (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) meldete heute einen Gewinnrückgang von rund 6 Prozent im zweiten Quartal, der stärker ausfiel als von Analysten erwartet. Die Zahlen wurden dabei auf bereinigter Basis ausgewiesen. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 2 Prozent. Der operative Gewinn ging um 5,8 Prozent zurück, während er auf bereinigter Basis um 5,1 Prozent abnahm. Der bereinigte Nettogewinn reduzierte sich um 3,2 Prozent. Darüber hinaus hat das Board des Konzerns einem Aktienrückkauf-Programm zugestimmt, durch das eigene Aktien im Wert von bis zu 3 Mrd. Euro bis Mitte Mai 2008 zurückgekauft werden können.

Der französische Umweltservice-Konzern Veolia Environnement S.A. (ISIN FR0000124141/ WKN 501451) verbuchte im ersten Halbjahr dank der starken Entwicklung im Bereich Wasseraufbereitung einen deutlichen Umsatzanstieg. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, stieg der Gesamtumsatz in der ersten Jahreshälfte um 10,9 Prozent. Das organische Umsatzwachstum vor Wechselkurseffekten und Veränderungen im Konsolidierungskreis wurde auf 5,6 Prozent beziffert. (01.08.2007/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Prudential 6,9 +2,1%
HBOS 4,0 +18,5%
Cadbury Schweppes %
ArcelorMittal 50,7 +1,6%
BNP Paribas 65,3 +3,5%
Sanofi-Aventis 46,3 -1,8%
Veolia Environnement 34,4 +1,3%
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