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Börsen in Europa: Leicht positiv, Übernahmespekulationen bei Reuters und EMI
In London schießen Aktien der Reuters Group um 24 Prozent nach oben. Der Anbieter von Finanznachrichten teilte heute mit, dass er von einem nicht genannten Bieter hinsichtlich eines Übernahmeangebots kontaktiert wurde. Ein sattes Kursplus von mehr als 9 Prozent ist bei EMI auszumachen. Die Plattenfirma, die im März eine Offerte der amerikanische Warner Music Group in Höhe von 2,1 Mrd. Britischen Pfund (GBP) abgelehnt hatte, gab heute bekannt, dass sie von einer Reihe von Parteien hinsichtlich eines Übernahmeangebots kontaktiert wurde.
Anteilsscheine des Baustoffherstellers Hanson gewinnen mehr als 5 Prozent. Der deutsche Mitbewerber HeidelbergCement überprüft bei Hanson alle Optionen, einschließlich einer Übernahme. Dagegen verlieren Anteilsscheine der BG Group leicht. Der Energie- und Erdgasversorger verbuchte im ersten Quartal aufgrund leicht rückläufiger Erdgaspreise sowie negativer Wechselkurseffekte einen Gewinnrückgang.
Papiere von TOTAL zählen in Paris mit einem Abschlag von 0,8 Prozent zu den größten Verlierern. Der bereinigte Gewinn des Ölkonzerns litt im ersten Quartal unter dem schwächeren US-Dollar und geringeren Energiepreisen und ist in der Folge um 11 Prozent gesunken. Aktien des Getränkekonzerns Pernod Ricard, der in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen Umsatzanstieg verbuchte, legen 1,6 Prozent zu. In Madrid geben Endesa-Titel leicht ab. Der Energieversorger meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 40 Prozent gesunken ist. Altadis legen knapp 5 Prozent zu. Der Tabakhersteller hat von einem aus Finanzinvestoren bestehenden Konsortium eine Übernahmeofferte erhalten.
Indexstände (14:15 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.435,46 (+0,18 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.904,13 (+0,39 Prozent)
EURONEXT 100: 1.050,51 (+0,40 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.596,90 (+0,90 Prozent)
CAC40 (Paris): 6.031,65 (+0,46 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 43.963,00 (+0,64 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 14.574,90 (+1,25 Prozent)
SMI (Zürich): 9.449,44 (+0,60 Prozent)
ATX (Wien): 4.734,50 (+0,05 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die britische Reuters Group plc (ISIN GB0002369139/WKN 911958), der weltweit führende börsennotierte Anbieter von Finanznachrichten, meldete heute, dass sie von einem nicht genannten Bieter hinsichtlich eines Übernahmeangebots kontaktiert wurde. Die Aktie des Unternehmens kann daraufhin deutlich zulegen. Wie der Konzern in einer Pressemitteilung erklärte, hat er demnach von einer Drittpartei eine vorläufige Annäherung (Preliminary Takeover Approach) erhalten, die eine Offerte zur Folge haben könnte. Dabei gebe es jedoch keine Garantie, dass tatsächlich ein Angebot vorgelegt wird bzw. die notwendigen Genehmigungen erteilt werden.
Die britische EMI Group plc (ISIN GB0000444736/ WKN 853505), die weltweit drittgrößte Plattenfirma, gab heute bekannt, dass sie von einer Reihe von Parteien hinsichtlich eines Übernahmeangebots kontaktiert wurde. Der EMI-Konzern, der im März eine Offerte der amerikanische Warner Music Group Corp. (ISIN US9345501046/ WKN A0EAC8) in Höhe von 2,1 Mrd. Britischen Pfund (GBP) abgelehnt hatte, teilte jedoch nicht mit, von wie vielen Interessenten er kontaktiert wurde bzw. wer diese waren. Die englische Zeitung "Financial Times" berichtete heute im Vorfeld, dass die Private Equity-Gesellschaft One Equity Partners mit einer Offerte auf EMI zugegangen ist, die den britischen Konzern mit mehr als 6 Mrd. Dollar bewerten könnte.
Die HeidelbergCement AG (ISIN DE0006047004/ WKN 604700) überprüft laut einer Mitteilung vom Donnerstag bei dem britischen Wettbewerber Hanson plc (ISIN GB0033516088/ WKN 911498) alle Optionen, einschließlich einer Übernahme. Wie der im MDAX notierte Baustoffhersteller erklärte, nehme man die jüngste Entwicklung der Börsenkurse von Hanson zum Anlass für folgende Stellungnahme: "HeidelbergCement prüft zur Zeit alle Optionen im Hinblick auf ihre Interessen an Hanson plc einschließlich der Möglichkeit eines Angebots zur Übernahme von Hanson plc." Allerdings steht den Angaben zufolge noch nicht fest, ob und zu welchen Bedingungen es zu einer Übernahme kommen wird. HeidelbergCement will eine weitere Mitteilung zu gegebener Zeit abgeben.
Der britische Energie- und Erdgasversorger BG Group plc (ISIN GB0008762899/ WKN 931283) verbuchte im ersten Quartal aufgrund leicht rückläufiger Erdgaspreise sowie negativer Wechselkurseffekte einen Gewinnrückgang. Wie der Konzern heute erklärte, lag der operative Gewinn im Berichtszeitraum bei 789 Mio. Britischen Pfund (GBP), nach 982 Mio. GBP im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde der operative Gewinn auf 823 Mio. GBP beziffert. Beim Nettoergebnis verzeichnete BG Group einen Rückgang von 578 Mio. GBP bzw. 16,4 Pence je Anteilsschein auf 432 Mio. GBP bzw. 12,7 Pence je Aktie, während man auf um Einmaleffekte bereinigter Basis einen Nettogewinn von 448 Mio. GBP bzw. 13,1 Pence je Anteilsschein ausweisen konnte. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich leicht von 1,97 Mrd. GBP auf 1,98 Mrd. GBP.
Die französische TOTAL S.A. (ISIN FR0000120271/ WKN 850727), der drittgrößte Ölkonzern in Europa, meldete heute, dass ihr bereinigter Gewinn im ersten Quartal um 11 Prozent gesunken ist, was auf einen schwächeren US-Dollar und geringere Energiepreise zurückzuführen ist. Der bereinigte Nettogewinn - ohne die Beteiligung an der Sanofi-Aventis S.A. (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) - belief sich demnach auf 2,99 Mrd. Euro, im Vergleich zu 3,38 Mrd. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,86 Mrd. Euro ausgegangen. Der Nettogewinn ging von 3,77 Mrd. Euro auf 3,14 Mrd. Euro zurück. Der Umsatz reduzierte sich von 38,19 Mrd. Euro auf 37,04 Mrd. Euro. Die gesamte Öl- und Gasproduktion des Konzerns fiel geringfügig von 2,44 Millionen BOE (Barrels of Oil Equivalent) pro Tag im Vorjahr auf 2,43 Millionen BOE pro Tag im Berichtszeitraum.
Der französische Getränkekonzern Pernod Ricard S.A. (ISIN FR0000120693/ WKN 853373) verbuchte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres dank der starken Absatzentwicklung bei Spirituosen einen deutlichen Umsatzanstieg. Wie der auf Weine und Spirituosen spezialisierte Hersteller heute erklärte, lag der Gesamtumsatz in der Berichtsperiode bei 4,898 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Plus von 7,2 Prozent entspricht. Das organische Umsatzwachstum lag bei 10,3 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Spirituosengeschäft, wobei Pernod Ricard in diesem Segment einen organischen Umsatzzuwachs von 12,67 Prozent vorzuweisen hatte. Die stärksten Zuwachsraten verzeichnete der Konzern in Asien, wo man ein organisches Umsatzplus von 14,1 Prozent vorzuweisen hatte. Im dritten Quartal verbuchte Pernod Ricard einen Umsatzanstieg von 1,303 Mrd. Euro auf 1,391 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 6,8 Prozent entspricht. Das organische Umsatzplus lag bei 12,2 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr geht der Konzern von einer Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung aus und bestätigte vor diesem Hintergrund seine Prognose, wonach der Gewinn je Aktie im Gesamtjahr auf wechselkursbereinigter Basis um 20 Prozent zulegen soll.
Der spanische Energieversorger Endesa S.A. (ISIN ES0130670112/ WKN 871028) meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 40 Prozent gesunken ist, was auf eine geringere Stromproduktion in Europa (-11 Prozent) zurückzuführen ist. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 633 Mio. Euro, im Vergleich zu 1,05 Mrd. Euro im Vorjahr. Im Vorjahresergebnis sind Einmalerträge in Höhe von 181 Mio. Euro enthalten. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 720 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz verringerte sich auf vergleichbarer Basis um 4,6 Prozent auf 5,21 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Nettogewinn von 2,62 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2009 soll der Nettogewinn dann bis auf 3,08 Mrd. Euro anwachsen.
Der spanische Tabakhersteller Altadis S.A. (ISIN ES0177040013/ WKN 869199) hat von einem aus Finanzinvestoren bestehenden Konsortium eine Übernahmeofferte erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, will das von CVC und PAI Partners geführte Konsortium im Rahmen des Übernahmeangebots 50 Euro je Anteilsschein von Altadis bieten. Die Abgabe einer endgültigen Übernahmeofferte steht unter der Voraussetzung der Durchführung einer Due Diligence sowie der Unterstützung durch das Board of Directors von Altadis. Der britische Konkurrent Imperial Tobacco Group plc (ISIN GB0004544929/ WKN 903000) bemüht sich derzeit ebenfalls um die Übernahme von Altadis und hatte seine Übernahmeofferte zuletzt auf 47 Euro je Aktie angehoben. (04.05.2007/ac/n/m)
| 10.05.2007 | Reuters hold | Société Générale (SG) | |
| 02.03.2007 | Reuters overweight | JP Morgan | |
| 05.12.2006 | Reuters overweight | Morgan Stanley | |
| 18.10.2006 | Reuters verkaufen | Helaba Trust | |
| 26.09.2006 | Update Reuters Group plc: Neutral | Goldman Sachs |
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