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Börsen in Europa: Mäßige Verluste, Finanzwerte im Blick
Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert momentan 0,14 Prozent auf 4.231,74 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt 0,27 Prozent auf 3.544,56 Zähler ab. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verliert 0,62 Prozent auf 946,44 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen tendieren überwiegend schwächer.
Trotz voller Auftragsbücher will der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce weltweit bis zu 2.300 Arbeitsplätze abbauen. Der Konzern reagiere damit auf die steigenden Rohstoffkosten und die Dollar-Schwäche. Die Anleger sehen die Pläne offensichtlich skeptisch, der Wert verliert in London 1,4 Prozent. Finanzwerte entwickeln sich hingegen freundlich. So rücken Barclays um 3 Prozent, RBS um 2,8 Prozent und Northern Rock um 6,2 Prozent vor.
In Paris geht es für Papiere der Crédit Agricole um 2,8 Prozent aufwärts. Daneben verbessern sich BNP Paribas um 2,4 Prozent und Société Générale um 2,1 Prozent. UBS rücken in Zürich um 1,1 Prozent vor. In einem Schreiben an ihre Aktionäre wirbt die Großbank für die im Dezember angekündigten Kapitalmaßnahmen. Credit Suisse verfestigen sich um 0,4 Prozent. Dagegen brechen hier Anteile von austriamicrosystems nach enttäuschenden Ergebnissen um knapp 30 Prozent ein.
Indexstände (14:19 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.231,74 (-0,14 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.544,56 (-0,27 Prozent)
EURONEXT 100: 946,44 (-0,62 Prozent)
FTSE 100 (London): 6.201,40 (-0,34 Prozent)
CAC40 (Paris): 5.372,87 (-0,51 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 37.301,00 (+0,02 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 14.506,20 (-0,12 Prozent)
SMI (Zürich): 8.239,07 (-0,62 Prozent)
ATX (Wien): 4.114,39 (-1,15 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Im Rahmen des Programms zur Effizienzsteigerung will die britische Rolls-Royce Group plc (ISIN GB0032836487/ WKN 136198) weltweit bis zu 2.300 Stellen abbauen. Der Konzern reagiert damit auf die steigenden Rohstoffkosten und die Dollar-Schwäche. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, sind unter anderem Standorte in Großbritannien, den USA, in Deutschland und Skandinavien betroffen. Der Konzern erwartet keine Auswirkung auf das Konzernergebnis 2007. 2008 werden die Kosten durch die Einsparungen weitgehend ausgeglichen, so der Konzern.
Die schweizerische UBS AG (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6), die größte Bankgesellschaft Europas, hat ihre Aktionäre darüber informiert, dass sie ihre Kapitalbasis stärken will, da sich die Situation im Subprime-Segment des US-Hypothekenmarktes und auf dem US-Wohnimmobilienmarkt weiter verschlechtert hat. UBS plant deshalb die Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe (Mandatory Convertible Note, MCN) im Umfang von 13 Mrd. Schweizer Franken (CHF) an zwei langfristige Finanzinvestoren. Die Government of Singapore Investment Corporation Pte. Ltd. (GIC) wird davon 11 Mrd. CHF zeichnen, weitere 2 Mrd. CHF entfallen auf einen Investor aus dem Nahen Osten. Die Aktionäre müssen der Schaffung von bedingtem Kapital mit einer Zweidrittelmehrheit der an der außerordentlichen Generalversammlung vertretenen Aktien zustimmen
Die austriamicrosystems AG (ISIN AT0000920863/ WKN 632638) hat heute die ungeprüften Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2007 veröffentlicht. Der Entwickler und Hersteller von analogen integrierten Schaltkreisen (ICs) für Automobil-, Kommunikations-, Industrie- und Medizintechnikanwendungen erwartet einen Umsatzrückgang leichten Umsatzrückgang. Hintergrund seien insbesondere für das vierte Quartal 2007 geplante, jedoch nicht wie erwartet realisierte Umsätze mit asiatischen Kunden und die Auswirkungen des andauernden ungünstigen Wechselkursumfelds. Aufgrund der Umsatzabweichung erwartet das Unternehmen, dass das EBIT etwa 10 Prozent unter der bisherigen Prognose liegen wird.
Die Wienerberger AG (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) setzt mit dem Erwerb von 74 Prozent an Sandtoft ihre Wachstumsstrategie in Großbritannien fort. Wie der weltweit größter Ziegelhersteller und die Nummer Zwei bei Tondachziegel in Europa heute bekannt gab, ist Sandtoft der drittgrößte Produzent für Dachprodukte in Großbritannien und erwirtschaftete im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 42 Mio. Britischen Pfund. (11.01.2008/ac/n/m)
| 08.02.2008 | Rolls-Royce underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 24.03.2005 | Rolls-Royce: Buy | Dresdner Kleinwort Wasserstein |
Aktien in diesem Artikel
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