24.07.2008 14:32
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Börsen in Europa: Negativ, Credit Suisse im Aufwind, Renault und ABB schwach

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen orientieren sich am Donnerstag ausnahmslos nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,47 Prozent auf 3.371,74 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,45 Prozent ein und steht bei 2.877,76 Zählern. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gibt 0,80 Prozent auf 761,95 Indexpunkte ab. Die europäischen Länderbörsen melden mit Ausnahme der Schweiz ebenfalls Verluste.

Titel der Credit Suisse springen in Zürich um mehr als 5 Prozent. Die zweitgrößte Bankgesellschaft in der Schweiz meldete zuvor, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen ist. Der Rückgang war jedoch geringer als von Analysten erwartet. Papiere von Syngenta legen nach Zahlen 0,7 Prozent zu. Dagegen brechen ABB um 5 Prozent ein. Der Mischkonzern konnte Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal zweistellig steigern. Insgesamt lagen die Zahlen im Rahmen der Erwartungen, allerdings hat die Aktie bereits in den vergangenen Tagen deutlich zulegen können.

Renault verlieren in Paris 2,7 Prozent. Der Automobilhersteller hat im ersten Halbjahr eine Umsatz- und Ergebnissteigerung erzielt. Für das laufende Jahr wurde das Ziel einer operativen Marge von 4,5 Prozent bekräftigt. Für 2009 hat der Konzern sein Absatzziel allerdings reduziert. Außerdem belastet der schwache Ausblick des Stuttgarter Autobauers Daimler. Peugeot liegen daneben mit 5,1 Prozent im Minus.

An der Londoner Börse springen Titel der Yell Group um gut 15 Prozent. Der Telefonbuchverlag verbuchte im ersten Quartal einen Ergebnisanstieg. Für das Gesamtjahr äußerte sich der Konzern zudem optimistisch, die Prognosen einhalten zu können. Die Aktie des Energie- und Erdgasversorgers BG Group verliert nach Zahlen dagegen fast 4 Prozent.

In Madrid fallen Iberdrola um 4,4 Prozent zurück, obwohl die von dem Energiekonzern vorgestellten Ergebnisse durchaus überzeugen konnten.

Indexstände (14:20 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.371,74 (-0,47 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.877,76 (-0,45 Prozent)

EURONEXT 100: 761,95 (-0,80 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.413,90 (-0,66 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.376.07 (-0,74 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 28.734,00 (-0,37 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.865,20 (+2,20 Prozent)

SMI (Zürich): 7.065,11 (+0,10 Prozent)

ATX (Wien): 3.651,01 (-1,92 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Energie- und Erdgasversorger BG Group plc (ISIN GB0008762899/ WKN 931283) verbuchte im ersten Halbjahr dank gestiegener Gasabsatzpreise einen deutlichen Gewinnanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn im Berichtszeitraum deutlich über dem Vorjahresniveau. Der bereinigte Nettogewinn verbesserte sich ebenfalls kräftig. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatte neben den deutlich gestiegenen Erdgaspreisen auch die höhere Absatzmenge, teilte der Konzern weiter mit.

Der britische Telefonbuchverlag Yell Group plc (ISIN GB0031718066/ WKN 813528) verbuchte im ersten Quartal einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 6,2 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter im Vorjahresvergleich ein Plus von 3,4 Prozent ausgewiesen. Für das Gesamtjahr äußerte sich der Konzern optimistisch, die Prognosen einhalten zu können.

Die Billigfluglinie easyJet plc (ISIN GB0001641991/ WKN 590360) konnte die Zahl der beförderten Passagiere im dritten Quartal steigern. Wie der Luftfahrtkonzern heute erklärte, wurden im Berichtszeitraum insgesamt 11,5 Millionen Fluggäste befördert, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (9,9 Millionen Passagiere) einem Plus von 16 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verringerte sich hingegen von 84,5 Prozent auf 83,5 Prozent. Wie der Konzern im Rahmen seines Trading Updates für das dritte Quartal weiter ausführte, verbesserte sich der Gesamtumsatz im Vorjahresvergleich deutlich. Für das Gesamtjahr sieht sich easyJet angesichts der hohen Ölpreisnotierungen einem weiterhin schwierigen Marktumfeld ausgesetzt, wobei man in diesem Zusammenhang von einem Anstieg der Treibstoffaufwendungen ausgeht. Dabei werde man rund 50 Prozent durch höhere Umsatzerlöse und Kostensenkungsmaßnahmen auffangen können.

Der französische Automobilhersteller Renault S.A. (ISIN FR0000131906/ WKN 893113) gab heute bekannt, dass er im ersten Halbjahr eine Umsatz- und Ergebnissteigerung erzielt hat. Der Konzernumsatz erhöhte sich demnach um 2,3 Prozent. Dabei stieg der Absatz gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 um 4,3 Prozent. Der operative Gewinn kletterte um 23 Prozent, während der Nettogewinn um 37 Prozent (ohne Nissan) zulegen konnte. Die operative Marge lag bei 4,1 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent). Für das laufende Jahr rechnet Renault weiterhin mit einer operativen Marge von 4,5 Prozent, während für das nächste Jahr ein Wert von 6 Prozent angestrebt wird. Für 2009 hat der Konzern sein Absatzziel von 3,33 Millionen Fahrzeugen auf mehr als drei Millionen Fahrzeuge reduziert.

Die Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530/ WKN 876800), die zweitgrößte Bankgesellschaft in der Schweiz, meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen ist. Der Rückgang war jedoch geringer als von Analysten erwartet, was mit einer profitablen Investment Banking-Sparte zusammenhängt. Der Reingewinn belief sich auf rund 1,2 Mrd. Schweizer Franken (CHF), gegenüber rund 3,2 Mrd. CHF im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 617 Mio. CHF ausgegangen.

Der schweizerische Mischkonzern ABB Ltd. (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) konnte Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal 2008 zweistellig steigern. Unternehmensangaben von heute zufolge wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 27 Prozent. Der Auftragseingang kletterte um 31 Prozent auf. Der Reingewinn verzeichnete einen Anstieg um 34 Prozent.

Der spanische Energieversorger Iberdrola S.A. (ISIN ES0144580Y14/ WKN A0M46B) hat im ersten Halbjahr 2008 einen deutlichen Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Wie der größte Stromkonzern Spaniens heute verkündete, wuchsen die Umsatzerlöse um 79 Prozent. Zudem kletterte das EBITDA um 37 Prozent. Der Nettogewinn zog um 78 Prozent an. Hierzu trug besonders das Geschäft mit erneuerbaren Energien bei.

Der finnische Papierhersteller Stora Enso Oyj (ISIN FI0009005961/ WKN 871004) musste im zweiten Quartal 2008 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn ausweisen. Unternehmensangaben von heute zufolge verringerten sich die Umsatzerlöse aus dem fortgeführten Geschäft um 3,9 Prozent. Gleichzeitig sank der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft drastisch. (24.07.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

BG Group 14,8 -0,7%
Yell Group 1,4 +1,5%
easyJet 3,9 -0,3%
Renault 57,6 -1,0%
Credit Suisse Group (CS Group) (N) 31,4 -0,7%
ABB 16,9 +1,1%
Iberdrola 1 8,2 -0,2%
Stora Enso 7,0 +0,1%
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Unverändert




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