Northern Rock Aktie [WKN: 909658 / ISIN: GB0001452795]

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12.12.2007 14:32
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Börsen in Europa: Rot regiert, Northern Rock auf Talfahrt, Clariant deutlich im Plus

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen folgen den negativen Vorgaben aus Übersee und präsentieren sich zur Tagesmitte hin geschwächt. Die US-Notenbank hat am Vorabend eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte beschlossen. Einige Marktteilnehmer hatten allerdings auf einen größeren Zinsschritt gehofft. In der Folge kamen die Aktienkurse an der Wall Street kräftig zurück. Der Dow Jones EURO STOXX 50 sackt aktuell um 0,53 Prozent auf 4.426,28 Punkte ab. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbucht ein Minus von 0,51 Prozent auf 3.763,88 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 wiederum büßt 0,42 Prozent auf 1.004,69 Indexpunkte ein. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Verluste.

Anteilsscheine von Northern Rock knicken an der Londoner Börse um mehr als 7 Prozent ein. Laut einem Pressebericht hat sich der US-Finanzinvestor Cerberus aus dem Bieterwettstreit für die angeschlagene Bank zurückgezogen. Papiere der beiden Großbanken Barclays und RBS verlieren daneben jeweils knapp 3 Prozent.

Außerdem trennen sich die Anleger verstärkt von Minenwerte. So bröckeln unter anderem Antofagasta um 4,2 Prozent, BHP Billiton um 2,5 Prozent und Rio Tinto um 1,4 Prozent ab. Für AstraZeneca geht es um ein knappes Prozent gen Süden. Der Pharmakonzern meldete heute, dass er in den USA Patentverletzungsverfahren gegen sieben Generikahersteller angestrengt hat. Papiere des zweitgrößten Kasinokonzerns in Großbritannien Rank Group fallen um knapp 5 Prozent zurück. Das Unternehmen hat seit einigen Wochen mit einer Abschwächung des Wachstums zu kämpfen.

In Paris greifen die Anleger verstärkt bei Alcatel-Lucent und der France Télécom zu. Kursverluste von jeweils mehr als 2 Prozent verzeichnen indes Accor, Air France-KLM, AXA, Renault und die Société Générale. In Zürich verlieren die beiden Großbanken UBS und Credit Suisse 2,9 bzw. 1,3 Prozent. Julius Bär sacken um 2,4 Prozent ab. Gestützt von Übernahmespekulationen preschen Clariant um 7,5 Prozent nach oben.

Indexstände (14:10 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.426,28 (-0,53 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.763,88 (-0,51 Prozent)

EURONEXT 100: 1.004,69 (-0,42 Prozent)

FTSE 100 (London): 6.499,20 (-0,58 Prozent)

CAC40 (Paris): 5.684,54 (-0,70 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 39.212,00 (-0,54 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 15.725,80 (-1,04 Prozent)

SMI (Zürich): 8.772,48 (-0,94 Prozent)

ATX (Wien): 4.466,12 (-0,75 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der US-Finanzinvestor Cerberus hat sich einem Pressebericht zufolge aus dem Bieterwettstreit für die angeschlagene britische Bank Northern Rock plc (ISIN GB0001452795/ WKN 909658) zurückgezogen. Wie die englische Zeitung "Times" heute berichtet, sind damit nur noch die Virgin Group und Olivant Advisors als ernsthafte Bieter im Rennen. Dabei wurde Virgin bereits zum bevorzugten Bieter ernannt, jedoch präferieren Großaktionäre die Offerte von der unabhängigen Investmentgruppe Olivant, hieß es. Northern Rock wird in den nächsten Tagen ein Update bezüglich seiner Finanzen veröffentlichen, so die Zeitung weiter.

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca plc (ISIN GB0009895292/ WKN 886455) meldete heute, dass er in den USA Patentverletzungsverfahren gegen sieben Generikahersteller angestrengt hat, die so genannte Abbreviated New Drug Applications (ANDAs - Antrag auf beschleunigte Zulassung von Arzneimittel) für seinen Cholesterin-Senker Crestor eingereicht haben. Wie der Konzern bereits am 1. November bekannt gegeben hat, wurde er von der Cobalt Pharmaceuticals Inc. darüber informiert, dass diese bei der US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) eine ANDA eingereicht hat. Dabei wurde darauf verwiesen, dass die US-Patente, die von AstraZeneca im Eigenbesitz gehalten oder lizenziert werden, entweder nicht verletzt werden oder ungültig bzw. nicht durchsetzbar sind. Seitdem hat der Konzern ähnliche Mitteilungen von acht weiteren Generikaherstellern erhalten.

Die Rank Group plc (ISIN GB00B1L5QH97/ WKN A0LGPG), der zweitgrößte Kasinokonzern in Großbritannien, meldete heute, dass ihre vergleichbaren Umsätze im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres leicht gestiegen sind. Die vergleichbaren Umsätze, d.h. Umsätze in Geschäften, die seit mindestens einem Jahr geöffnet haben, erhöhten sich demnach um 1 Prozent in den ersten 49 Wochen des laufenden Geschäftsjahres. Nach den ersten 40 Wochen war hier jedoch noch ein Plus von 2 Prozent verzeichnet worden. Der operative Gewinn im Gesamtjahr wird den Angaben zufolge die Erwartungen der Analysten weitgehend erfüllen.

Die spanische Inditex S.A. (ISIN ES0148396015/ WKN 756434), der größte Bekleidungshändler in Europa, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im dritten Quartal steigern konnte. Aufgrund einer schwächeren Entwicklung bei den Zara-Geschäften in Spanien entsprach das Ergebniswachstum jedoch dem geringsten Plus in den letzten vier Quartalen. Der Nettogewinn stieg um 27 Prozent. Der Umsatz legte um 15 Prozent zu, was dem schwächsten Wachstum seit fast vier Jahren entspricht. (12.12.2007/ac/n/m)

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