Friends Provident Aktie [WKN: 693538 / ISIN: GB0030559776]

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11.04.2008 14:22
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Börsen in Europa: Rote Vorzeichen, General Electric zieht Märkte nach unten

Paris (aktiencheck.de AG) - Nach einem freundlichen Auftakt liegen die europäischen Börsen zur Tagesmitte hin in der Verlustzone. Zuvor hat der amerikanische Mischkonzern General Electric enttäuschende Quartalszahlen auf den Tisch gelegt und gleichzeitig seinen Ausblick zurückgenommen. Die US-Futures drehten daraufhin ebenfalls deutlich nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert momentan 1,09 Prozent auf 3.717,24 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 sackt daneben um 1,08 Prozent ab auf 3.120,33 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbucht ein Minus von 0,75 Prozent auf 856,45 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls schwächer.

An der Londoner Börse fallen Cadbury Schweppes um knapp 3 Prozent zurück. Der Süßwaren- und Getränkekonzern meldete heute, dass seine Süßwaren-Umsätze im ersten Quartal stärker gewachsen sind als die Jahresplanung. Die Aktie von Friends Provident verliert ähnlich stark. Einem Pressebericht zufolge könnte die amerikanische Private Equity-Gesellschaft J.C. Flowers ihr Interesse an dem Lebensversicherer vor Ablauf einer Frist zur Vorlage eines verbesserten Übernahmeangebots in diesem Monat verlieren, sollten sich die Briten weiterhin Verhandlungen verweigern.

STMicroelectronics geben in Paris annähernd 3 Prozent ab. Wie zuvor bekannt wurde, werden der Chip-Hersteller und das Halbleiterunternehmen NXP ihre wichtigsten Mobilfunkaktivitäten zusammenlegen. Im Rahmen der Transaktion wird STMicro 1,55 Mrd. Dollar an NXP zahlen.

Roche bröckeln in Zürich nach einem festen Auftakt um 0,6 Prozent ab. Die amerikanische Genentech, die sich mehrheitlich im Besitz der Schweizer befindet, veröffentlichte am Vorabend unerwartet starke Zahlen zum ersten Quartal.

Indexstände (14:08 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.717,24 (-1,09 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.120,33 (-1,08 Prozent)

EURONEXT 100: 856,45 (-0,75 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.919,20 (-0,77 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.816,39 (-0,89 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 33.177,00 (-1,03 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 13.317,70 (-1,41 Prozent)

SMI (Zürich): 7.269,82 (-0,59 Prozent)

ATX (Wien): 3.876,71 (-0,33 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der "Financial Times" zufolge könnte die amerikanische Private Equity-Gesellschaft J.C. Flowers & Co. ihr Interesse an der Friends Provident plc (ISIN GB0030559776/ WKN 693538) vor Ablauf einer Frist zur Vorlage eines verbesserten Übernahmeangebots in diesem Monat verlieren, sollte sich der britische Lebensversicherer weiterhin Verhandlungen verweigern. Friends Provident gab Ende März bekannt, dass man eine vorläufige Offerte der J.C. Flowers & Co. in Höhe von 3,5 Mrd. Britischen Pfund (GBP) bzw. 150 Pence pro Aktie zurückgewiesen hat. Wie die Zeitung heute berichtet, könnte es sein, dass J.C. Flowers ein Angebot in Höhe von rund 160 Pence pro Aktie vorlegen muss, um Friends Provident an den Verhandlungstisch zu holen.

Der britische Süßwaren- und Getränkekonzern Cadbury Schweppes plc (ISIN GB0006107006/ WKN 853392) meldete heute, dass seine Süßwaren-Umsätze im ersten Quartal stärker gewachsen sind als die Jahresplanung. Demnach sind die Süßwaren-Umsätze bereinigt um Akquisitionen und Währungseffekte um 7 Prozent gestiegen, gegenüber der bisherigen Zielvorgabe von 4 bis 6 Prozent im Gesamtjahr. Der Umsatz der US-Getränkesparte, die im Mai abgestoßen werden soll, erhöhte sich einschließlich Akquisitionen um 3 Prozent. Für 2008 geht man weiterhin davon aus, im Süßwaren-Geschäft ein Umsatzwachstum am oberen Ende des Plankorridors von 4 bis 6 Prozent bei einer bedeutsamen Margenverbesserung zu erreichen.

Die schweizerische STMicroelectronics N.V. (STMicro) (ISIN NL0000226223/ WKN 893438), der zweitgrößte Chip-Hersteller in Europa, und das unabhängigen Halbleiterunternehmen NXP gaben am Donnerstag bekannt, dass sie ihre wichtigsten Mobilfunkaktivitäten zusammenlegen werden. Den Angaben zufolge wird dazu ein Joint Venture gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen, in das von jeder Seite Aktivitäten mit einem operativen Gewinn von rund 100 Mio. Dollar eingebracht werden, erwirtschaftet Umsätze von 3 Mrd. Dollar (2007) und wird zu 80 Prozent STMicro gehören. Im Rahmen der Transaktion wird STMicro 1,55 Mrd. Dollar an NXP zahlen. Nach drei Jahren kann NXP die restlichen 20 Prozent an STMicro verkaufen. Beide Unternehmen gehen davon aus, dass durch das Joint Venture bis 2011 jährlich über 250 Mio. Dollar an Synergien gehoben werden.

Der niederländische Technologiekonzern Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) meldete heute, dass er die chinesische Shenzhen Goldway Industrial Inc. (Goldway), einen Spezialist für Patientenüberwachungs-Lösungen, übernehmen wird. Den Angaben zufolge ist Goldway das zweitgrößte heimische Patientenüberwachungs-Unternehmen in China mit Zugang zu mittelgroßen und großen Krankenhäusern im Land. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion, die im zweiten Quartal abgeschlossen werden soll, wurden nicht genannt. (11.04.2008/ac/n/m)

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